Pressemitteilung

RKH Klinikum Ludwigsburg: 30 Jahre Sozialpädiatrisches Zentrum

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) ist eine Spezialambulanz und bietet eine umfassende, ambulante Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Störungen in der kindlichen Entwicklung, Behinderungen, Verhaltensauffälligkeiten oder seelischen Störungen. Am Samstag, 13. Oktober 2018 feiert es sein 30-jähriges Bestehen mit einem Symposium für das Fachpublikum am Vormittag und einem Tag der offenen Tür ab 14 Uhr für Familien und Interessierte.

Die Behandlung im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) hat das Ziel, körperliche und psychische Störungen zu mindern oder zu beheben und Schritt für Schritt die weitgehende Selbständigkeit der Kinder und Familien zu erreichen. Dabei werden die Eltern und andere Bezugspersonen einbezogen und beraten. Nach einer eingehenden Untersuchung wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Die anschließende Therapie kann je nach Krankheitsbild und –schwere in einer Einzel- oder Gruppentherapie stattfinden. Zu den Behandlungen zählen die ärztliche Behandlung und Beratung, Schmerztherapie, Psychotherapie, Physiotherapie, Heilpädagogik, Ergotherapie, Logopädie und Sozialberatung. Bevor ein Kind im SPZ betreut werden kann, muss es immer zunächst von einem Kinderarzt untersucht werden, der dann darüber entscheidet, ob eine weitere Untersuchung und Behandlung im Sozialpädiatrischen Zentrum notwendig ist.

Das SPZ befindet sich in der Erlachhofstraße 10 in Ludwigsburg auf dem Areal des RKH Klinikums Ludwigsburg. Es ist Teil eines engmaschigen, weit ausgebauten Netzwerks und arbeitet eng mit niedergelassenen Kinderärzten, Kinderkliniken, orthopädischen Kliniken, anderen Sozialpädiatrischen Zentren, Neurologen, Kinder- und Jugendpsychiatern, Therapeuten, Heilpädagogen, Frühförderstellen, psychologischen Beratungsstellen, Kindergärten, Schulen, Sozial- und Jugendämtern, Gesundheitsämtern, Selbsthilfegruppen und anderen Netzwerkpartnern zusammen. „Im Rahmen unserer Fachtagung zu unserem 30-jährigen Jubiläum wollen wir auch unseren Kooperationspartnern danken, ohne die seit Jahren so gute Behandlungsergebnisse nicht möglich wären“, sagt Dr. Michael Buob, Ärztlicher Direktor des Sozialpädiatrischen Zentrums.

Angefangen hat alles vor 30 Jahren in der Hegelstraße in Ludwigsburg. Damals mit dem Ziel, zu früh Geborene und Neugeborene, die eine Entwicklungsauffälligkeit hatten, nachzubetreuen. Dies hat sich bis heute deutlich verändert. „Wir betreuen Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren. Teilweise lernen wir unsere kleinen Patienten schon auf der Frühchenstation unserer Kinderklinik kennen und begleiten einige von ihnen bis ins Erwachsenenalter“, so Dr. Buob. Inzwischen sind rund ein Drittel der 1.000 Patienten pro Quartal Säuglinge, ein Drittel Kleinkinder und ein Drittel Jugendliche. Das Spektrum der Erkrankungen ist sehr breit. Es reicht von Früh- und Neugeborenen mit Auffälligkeiten oder angeborenen Krankheiten über körperliche, geistige und Lernbehinderungen, neurologischen Erkrankungen, Epilepsie, Stoffwechselerkrankungen bis hin zu psychischen Störungen wie z. B. Störungen aus dem Autismusspektrumbereich oder Bindungsstörungen.

Die Untersuchung und Behandlung von diesen in der Regel erheblich beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern ist nur mit Hilfe eines Teams möglich, deren Mitglieder aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Fachbereichen stammen und unterschiedliche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden beherrschen. Zum interdisziplinären Team des Sozialpädiatrischen Zentrums zählen Ärzte, Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Psychologen und Psychotherapeuten, Heilpädagogen und Sozialarbeiter. Das Selbstverständnis dieses Teams ist eine Behandlung Hand in Hand mit den Eltern, Schritt für Schritt mit dem Kind und alles unter einem Dach in enger Kooperation mit Partnern im Landkreis. Das SPZ möchte mit seiner Jubiläumsfeier allen danken, die direkt oder indirekt zum Fortbestand des Sozialpädiatrischen Zentrums beigetragen haben und noch beitragen werden.