Pressemitteilung

Einweihung des Erweiterungsbaus eines der modernsten Simulationszentren Deutschlands

Wissensvermittlung zur Verbesserung der Patientenversorgung, Sicherheit und Teamarbeit

Staatssekretärin Dr. Ute Leidig zeigte sich beeindruckt von dem vielfältigen Kursangebot und hochmodernen Technik im RKH Simulationszentrum.

Am Donnerstag, 23. September 2021, wurde der Erweiterungsbau des Simulationszentrums der RKH Kliniken in Vaihingen/Enz eingeweiht. Nach der Eröffnung des RKH Simulationszentrums am 23. Mai 2017 ist die Nachfrage nach Kursangeboten im RKH Simulationszentrum kontinuierlich gestiegen, so dass nach wenigen Jahren eine bauliche und funktionelle Erweiterung notwendig wurde. Nicht nur damals, sondern erst recht heute zählt es zu den größten und modernsten Klinik-Simulationszentren in Deutschland. Im Simulationszentrum kann medizinisches Personal durch das Training an Simulatoren in wirklichkeitsnaher Umgebung Routine für den Notfall gewinnen. Bei der Einweihung waren Staatssekretärin Dr. Ute Leidig, MdL, vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, Staatssekretär Wilfried Klenk vom Ministerium des Inneren, Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, und Dietmar Allgaier, Landrat und Vorsitzender des RKH Kliniken-Aufsichtsrats neben weiteren Vertretern aus Politik und Verbänden zu Gast.

Professor Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der RKH Kliniken, betonte die Bedeutung des Simulationszentrums für die Fort- und Weiterbildung des medizinischen Personals und zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber. Es sei eine gute Investition in die Zukunft und das Personal. Eine wichtige Aufgabe sei auch die Bildung und Förderung von neuen, interdisziplinären Teams mit Ärzten, Therapeuten sowie akademisierten und nicht-akademisierten Pflegekräften.

Staatssekretärin Dr. Ute Leidig zeigte sich begeistert vom RKH Simulationszentrum, das weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet. Sie hob die Wichtigkeit des Simulationszentrums für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung und eine höhere Patientensicherheit hervor. Dazu trage die praxisnahe Wissensvermittlung, strukturierte Teamarbeit und zielgerichtete Kommunikation untereinander bei. Immerhin könnten Übungen nicht am „offenen“ Herzen stattfinden.

Dietmar Allgaier, Landrat und Vorsitzender des Aufsichtsrats der RKH Kliniken, zeigte sich von der steilen Erfolgsquote beeindruckt, die sich daran zeige, dass bereits nach rund vier Jahren das Simulationszentrum an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen sei und eine Erweiterung auf nunmehr 1.000 Quadratmeter notwendig wurde. Er würdigte auch das Engagement des jüngst zum Ärztlichen Direktor des RKH Simulationszentrums und Zentralbereich Katastrophenschutz ernannten Dr. Stefan Weiß. Mit seiner ruhigen Art und fachlichen Kompetenz sei er der richtige Mann an der richtigen Stelle, so der Landrat.

Damit im Notfall die bestmögliche Versorgung gewährleistet ist, sei nach Ansicht von Staatssekretär Wilfried Klenk eine gute Ausbildung hoch qualifizierter Notfallsanitäter wichtig. Damit sei das RKH Simulationszentrum ein wichtiger Partner des Landes für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung.

Dr. Stefan Weiß ging bei der Eröffnungsfeier auf die erfolgreiche Entwicklung des RKH Simulationszentrums ein. Im ersten Jahr standen die Kurse für die Notfallsanitäter im Vordergrund. Im zweiten Jahr kamen Kurse im Bereich Anästhesie hinzu. Im dritten Jahr wurde das Kursprogramm für die Fachbereiche Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe erweitert. Ergänzt wurde dieses medizinische Spektrum um Kurse zur taktischen Medizin, Stabsarbeit und Zusammenarbeit mit der Polizei. Waren vor der Erweiterung 200 Kurstage pro Jahr möglich, können nun rund 300 Kurstage mit etwa 1.700 Teilnehmern angeboten werden. Damit sei das RKH Simulationszentrum bundesweit zu einem Big Player aufgestiegen.