Pressemitteilung

Markgröninger Handchirurg Professor Dr. Max Haerle ist Präsident des Weltkongresses in Berlin

Hand in Hand zum Wohle des Patienten

Mit der Hand bestreiten wir einen Großteil unseres Alltags und so zählt sie zu einem der wichtigsten Organe des Menschen. Bei der Behandlung von Verletzungen oder Erkrankungen der Hände müssen Handchirurgen auf engstem Raum Haut, Knochen, Sehnen, Bänder, Gelenke, Blutgefäße und Nerven berücksichtigen. Für einen Behandlungserfolg arbeiten dabei Handchirurgen und Handtherapeuten eng zusammen. Gerade nach komplexen operativen Eingriffen der Handspezialisten spielt die Qualität der therapeutischen Nachbehandlung eine wichtige Rolle.

Dieser engen und wichtigen Zusammenarbeit wird bei einem weltweit wichtigen fachlichen Austausch Ausdruck verliehen. Denn in diesem Jahr werden erstmalig vom 17. bis 21. Juni die Weltkongresse der Handchirurgen und der Handtherapeuten gemeinsam ausgerichtet. Professor Dr. Max Haerle, Ärztlicher Direktor des Zentrums für Hand und Plastische Chirurgie in Markgröningen/Bietigheim und Präsident des Weltkongresses, ist die Vernetzung und der fachliche Austausch unter den Kollegen verschiedener Disziplinen sehr wichtig. Die Kommunikation untereinander im Sinne der Digitalisierung, des Datenaustausches und der Datenvernetzung ist auch Bestandteil des hochkarätigen wissenschaftlichen Programms. Zum fachlichen Austausch werden 3.500 Teilnehmer erwartet. In 49 Sitzungen werden über 1.300 Vorträge gehalten – so viele wie nie zuvor. Der Kongress, der alle drei Jahre stattfindet, ist erstmals ein gemeinsamer Kongress der internationalen, der europäischen und der deutschen Fachgesellschaften und ist somit die größte und bedeutendste Veranstaltung, welche in diesem Fachbereich jemals stattgefunden hat.

Auf europäischer Ebene ist die digitale Vernetzung der Handchirurgen und insbesondere der Hand-Trauma Zentren bereits etabliert und ermöglicht so eine qualitativ sehr hochwertige Patientenversorgung. Auf internationaler Ebene bedeutet die Vernetzung auch internationale Hilfe und ist auch Thema auf dem Berliner Weltkongress. Eine Schwerpunktsitzung zum Thema „Humanitäre Hilfe und Handchirurgie“ wird die Notwendigkeit einer spezialisierten Handchirurgie in Kriegs- und Krisenregionen aufzeigen und die besonderen Herausforderungen und Bedingungen darstellen. Chirurgen, die für humanitäre Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen tätig sind oder waren, werden von ihren Erfahrungen berichten und in einem Podiumsgespräch über die wichtigen Themen Risiko, Finanzierung und Nachhaltigkeit diskutieren.

Das Programm deckt das komplette handchirurgische Spektrum ab und bietet hochspezialisierten Themen genügend Raum. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem orthopädischen und unfallchirurgischen Fachgebiet, vom Ellenbogen über Nervenverletzungen zum Handgelenk und der anatomisch komplexen Hand mit ihren vielen kleinen Gelenken, Muskeln, Sehnen, Nerven und Gefäßen. Zwei der Schwerpunkte sind die minimalinvasiven, innovativen arthroskopischen Verfahren am Handgelenk sowie die Endoprothetik. Auch mikrochirurgische Verfahren, vorgestellt von hochkarätigen Experten, sind Teil des Programms. Immer im Fokus ist auch der fachliche Austausch der verschiedenen Fachgebiete und aller an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen. „Gerade die therapeutische Nachbehandlung nach operativen Eingriffen spielt eine entscheidende Rolle“, so ist der Handspezialist Professor Dr. Max Haerle überzeugt. „Hier ist eine enge Verzahnung unerlässlich, um den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen“.

Auch auf einem anderen Gebiet der Vernetzung zeigen die Organisatoren in Berlin Flagge. In der Sitzung „Women in Hand Surgery“ werden etablierte Handchirurginnen ihre Erfahrungen austauschen und angehenden Fachärztinnen einen Ausblick geben. „Letztlich geht es neben den fachlichen Fragen in Berlin um die Zukunft in der Handchirurgie. Auf der einen Seite steht, wie bei anderen gesellschaftlichen Gebieten auch, der Wandel in eine digitale und hocheffiziente Zukunft. Auf der anderen Seite soll der Kongress aber auch den Blick auf ein humanes, offenes und chancengleiches Miteinander lenken“, macht Professor Haerle deutlich.