Aktuelles und Informationen zu SARS-CoV-2 / COVID-19

In den RKH Kliniken rufen besorgte Bürger, Patienten, Angehörige und Besucher mit unterschiedlichen Fragen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 an. Viele Bürger, die Symptome einer Atemwegsinfektion haben, sind verunsichert, ob sie an der alljährlichen Grippe, einer Erkältung oder SARS-CoV-2 erkrankt sind.

Info-Telefone

Bitte rufen Sie die öffentlichen Stellen bei Fragen des Gesundheitsschutzes und für allgemeine Informationen an:

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg
T: 0711-904-39555
werktags 9-16 Uhr

Landkreis Ludwigsburg/ Gesundheitsschutz (Kreisgesundheitsamt)
Corona-Hotline 07141-144-69400
Durchgängig 8.00 - 18.00 Uhr
Anmeldung Corona-Teststelle des Landkreises Ludwigsburg:
T: 07141-144-69400

Enzkreis/Gesundheitsamt
T: 07231-308-6850
montags 8.00 - 12.30 Uhr; dienstags 8.00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 18.00 Uhr; donnerstags 8.00 - 14.00 Uhr; freitags 8.00 - 12.00 Uhr

Landkreis Karlsruhe/Gesundheitsamt
T: 0721-133-3333
werktags 9.00 - 16.00 Uhr
Anmeldung Corona-Teststelle des Landkreises Karlsruhe:
Die Anmeldung erfolgt über Ihren Hausarzt. Bitte nehmen Sie hier entsprechend Kontakt auf.

Bundesgesundheitsministerium
T: 030/346-465-100
von 8.00 - 18.00 Uhr; Freitag von 8.00 - 12.00 Uhr

Erweiterte Besucherregelung

Besucherregelung zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter

Die RKH Kliniken haben eine Lockerung des bisherigen Besucherstopps vorgenommen. Um die Gesundheit der Patienten nicht zu gefährden, die Besucherströme besser lenken und organisatorisch bewältigen zu können, haben die jeweiligen Klinikstandorte und deren Stationen dabei unterschiedliche Zeitfenster definiert, innerhalb der die Besuche stattfinden können. Den Besuchern wird nach Rücksprache mit der Station, auf welcher der Patient liegt, das Zeitfenster zugeordnet. Diese Entzerrung führt allerdings dazu, dass der Patient nicht jeden Tag einen Besucher empfangen kann.
Ungeachtet dessen gilt bei Patienten mit kritischem Gesundheitszustand, dass hier im Einzelfall der behandelnde Arzt die Besuchsmöglichkeit einschränkt oder der Besuch aus Sicherheitsgründen gar nicht stattfinden darf. Folgende bisherigen Ausnahmeregelungen bleiben bestehen:

  • Zwei Angehörige, die einen Patienten besuchen, der im Sterben liegt
  • Zwei Angehörige von Patienten der Palliativstation
  • Väter/Begleitperson, nur zur Geburt und Kaiserschnitt (Sectio) im Kreißsaal und jeweils täglich eine Stunde zu der entbundenen Partnerin (RKH Klinikum Ludwigsburg 14 bis 16 Uhr, RKH Krankenhaus Bietigheim 14 bis 16 Uhr, RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal 13 bis 15 Uhr)
  • Mutter/Vater eines kranken Kindes
  • Begleitperson eines Patienten, der in der Notaufnahme eingeliefert wird
  • Begleitperson eines älteren, gebrechlichen oder dementen Patienten
  • Dolmetscher
  • gerichtliche Betreuer

Die Besucher müssen sich am „Checkpoint“ im Eingangsbereich melden und einer Fiebermessung sowie einer kurzen Befragung unterziehen. Nach Eintrag in eine Besucherliste erhält man einen Besucherausweis, der sichtbar getragen werden muss.

Download:
Infoblatt Risikoabklärung für Patienten, Begleitpersonen und Besucher

Aktuelles/News

22.05.2020: RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal bleibt zunächst beim Notbetrieb

Zahl der COVID-19-Infektionen bei Patienten ist unverändert geblieben

Nach dem Anstieg der Zahl der COVID-19-Infektionen bei Patienten und Beschäftigten Anfang der Woche hatte die RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal vergangenen Mittwoch aus Gründen der Patientensicherheit und zum Schutz der Beschäftigten wieder einen Besucherstopp und einen Stopp bei der Aufnahme geplanter Patienten beschlossen. Darüber hinaus wurden unter den Patienten und Beschäftigten flächendeckende Abstriche vorgenommen und das Screening der Patienten und Besucher an den Anlaufstellen, den sogenannten Checkpoints, verstärkt.

Die Zahl der COVID-19-Patienten ist seit Mittwoch mit 12 positiv getesteten Patienten unverändert geblieben, während die Zahl erkrankter Beschäftigter leicht gestiegen ist. Von den insgesamt rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Zahl der Erkrankten von ursprünglich fünf auf aktuell acht gestiegen. In Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt wurden alle acht positiv getesteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung in häusliche Quarantäne geschickt sowie 36 weitere Beschäftigte, die mit diesen engen Kontakt hatten. „Die Patientensicherheit steht für uns im Vordergrund und dafür ergreifen wir alle notwendigen Maßnahmen“, sagt Professor Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der RKH Kliniken.

Die Klinikeinsatzleitung, die sich aus Vertretern der Ärzteschaft, des Pflegedienstes und der Geschäftsleitung zusammensetzt und auch an Feiertagen und Wochenenden einberufen wird, macht sich täglich ein Bild über die aktuelle Lage. „Anfang nächster Woche werden die Ergebnisse aller Mitarbeitertests vorliegen, so dass wir dann Mitte der Woche entscheiden können, ob wir den Besucherstopp und den Notfallbetrieb bis auf weiteres fortführen oder wieder aufheben“, so Martin. Die RKH Kliniken des Landkreises Karlsruhe stehen in engmaschigem Austausch mit dem Gesundheitsamt des Landkreises.

20.05.2020: RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal geht vorübergehend wieder auf Notbetrieb

Besucher- und Aufnahmestopp wegen gestiegener COVID-19-Infektionsrate

Nach einem längeren Notbetrieb haben sich inzwischen alle Kliniken wieder schrittweise für geplante Patientenbehandlungen geöffnet und seit dieser Woche auch den Besucherstopp gelockert. In der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal ist aber in den letzten zwei Tagen die Zahl der COVID-19-Infektionen bei Patienten und Beschäftigten gestiegen. Deshalb wurden nun kurzfristig wieder ein Besucherstopp und ein Stopp bei der Aufnahme geplanter Patienten beschlossen. Aktuell bleibt die Besucherregelung für Väter auf der Wochenstation bestehen. „Diese Entscheidung mussten wir treffen, da uns die Patientensicherheit und das Wohl der Beschäftigten sehr wichtig ist“, sagt Professor Dr. Jörg Martin, Geschäftsführer der RKH Kliniken.

Von dem Aufnahmestopp für Patienten sind nur geplante, sogenannte elektive Patienten betroffen. Die Versorgung von Notfallpatienten und Geburten bleibt – wie schon während der ersten Welle der COVID-19-Pandemie - weiterhin bestehen. Für die Notfallpatienten wird eine Aufnahmestation eingerichtet, in der zunächst alle Patienten zusätzlich auf Covid-19 untersucht und abgestrichen werden, bevor sie dann, bei negativem Abstrichergebnis, in eine Fachabteilung weiterverlegt werden. Das Zurückfahren auf den Notbetrieb gilt zunächst bis Mitte nächster Woche. „Wir werden die weitere Entwicklung abwarten und dann nächste Woche erneut über den Aufnahme- und Besucherstopp entscheiden“, so Martin.

23.04.2020: RKH Kliniken fahren das Behandlungsprogramm wieder stufenweise hoch

Zahl der stationären Patienten mit COVID-19 ist leicht rückläufig

Da die Zahl der stationären COVID-19-Patienten – sicherlich bedingt durch den allgemeinen Lockdown und das Social Distancing - in allen Kliniken im Bundesgebiet rückläufig ist, haben sich der Bund und die Länder darauf verständigt, dass sich die Krankenhäuser nun langsam und schrittweise wieder für die Behandlung und Operation elektiver, also geplanter Patienten öffnen können. Dies aber unter der Maßgabe, dass sie jederzeit wieder schnell in den Krisenmodus mit Vorhaltung von Betten- und Personalkapazitäten für die Versorgung von COVID-19-Patienten zurückkehren können.

Die RKH Kliniken wollen deshalb nun stufenweise neben der Versorgung der COVID-19-Patienten und der Notfallversorgung, die in den zurückliegenden Wochen wie gewohnt weiterlief, die ambulante und stationäre Versorgung elektiver Patienten wiederaufnehmen. Dabei ist sicherlich mit der Angst und den Bedenken einzelner Patienten zu rechnen, welche die Gefahr einer Ansteckung mit COVID-19 im Krankenhaus befürchten. Doch diese Gefahr ist bei isolierten COVID-19-Patienten in der Klinik und den hohen Hygieneanforderungen gemäß aktueller Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI), die vom Klinikpersonal eingehalten werden müssen, viel geringer als die Ansteckung im öffentlichen Bereich.

Das Hochfahren des ambulanten und stationären Behandlungsprogramms bedeutet aber auch – ungeachtet der weiterhin geltenden restriktiven Besucherregelung – dass mehr Betrieb in den Kliniken herrschen wird und somit die Infektionsgefahr von außen steigt. Die RKH Kliniken haben sich deshalb zu sogenannten Checkpoints entschlossen. Diese Eintrittsstellen an den einzelnen RKH Kliniken sollen einen unkontrollierten Zutritt von Patienten, die einen Termin für eine ambulante oder stationäre Behandlung haben, verhindern. Patienten, die einen Termin haben, müssen sich an diesem Checkpoint am Haupteingang der jeweiligen RKH Klinik melden. Dort finden eine Fiebermessung und eine kurze Befragung statt. Wenn der Check keine Hinweise auf eine mögliche COVID-19-Infektion ergibt, kann der Patient die Klinik betreten. Weist er eine Temperatur von mehr als 37,4 Grad auf oder gibt es sonstige Hinweise auf eine Infektion, darf er seinen Termin in der Klinik nicht wahrnehmen und wird an seinen Hausarzt verwiesen.

16.04.2020: RKH Kliniken ziehen erste Bilanz in der Coronakrise

Strategie frühzeitiger Entscheidungen zu Strukturen und Prozessen haben sich ausgezahlt

Die RKH Kliniken hatten sich intensiv auf ein verstärktes Aufkommen an Coronavirus-Patienten vorbereitet. Mit Blick auf die Situation in Ländern wie China, Südkorea und Italien fasste man in den RKH Kliniken schon im Februar den Entschluss, die Klinikeinsatzleitung – kurz KEL genannt – zu aktivieren. Die KEL ist ein Krisenstab, in der die Top-Führungskräfte aller Berufsgruppen und Klinikstandorte unter der Leitung der Geschäftsführung vertreten sind. Sie tagt seit dem 2. März täglich und nutzt dabei moderne Verfahren der Videotechnik. Mit ihren frühzeitigen Entscheidungen waren die RKH Kliniken nicht nur anderen Kliniken, sondern teilweise auch der Politik und ihren gesetzlichen Regelungen um einen Schritt voraus.

Bei den KEL-Treffen werden seither in Abstimmung mit den medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereichen innerhalb der RKH Kliniken und im Austausch mit den Gesundheitsämtern und den Krisenstäben der Landratsämter Maßnahmen geplant und koordiniert. Neben einer vorausschauenden Personal-, Material- und Bettenplanung wurden und werden zahlreiche Entscheidungen getroffen, um bestmöglich auf den Massenanfall an COVID-19-Patienten vorbereitet zu sein. Dazu zählten bislang die Absage aller Veranstaltungen, eine schrittweise Reduzierung der Besucherströme, ein Zurückfahren des Behandlungs- und Operationsprogramms, die Unterstützung der Kreisärzte und Kreisgesundheitsämter bei der Errichtung von Corona-Teststellen und die Einrichtung von Auffangeinheiten für Bewohner aus Pflegeheimen. „Nur durch solche manchmal unpopulären Entscheidungen und die sehr gute Zusammenarbeit aller an der Patientenversorgung beteiligten Akteure in den Landkreisen konnte die Coronakrise bisher so gut bewältigt werden“, sagt RKH Kliniken-Geschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin.

Innerhalb der RKH Kliniken wurde die Versorgung der stationären COVID-19-Patienten primär in zwei Zentren gebündelt – im RKH Klinikum Ludwigsburg (Zentrum Ost) und in der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal (Zentrum West). „Eine adäquate Versorgung von COVID-19-Patienten erfordert eine geeignete Ausstattung und Erfahrung. Dies konnten wir nur durch die Konzentration der Beatmungskapazitäten und des fachlichen Wissens an zwei Orten sicherstellen“, weiß Martin, der selbst erfahrener Anästhesist ist. In den kleinen Krankenhäusern der RKH Kliniken werden zwar COVID-19-Patienten aufgenommen, aber zeitnah – insbesondere wenn eine Beatmung notwendig wird - in eines der beiden Zentren verlegt. Im RKH Klinikverbund stehen insgesamt bis zu 150 Beatmungsplätze zur Verfügung. Zeitweise wurden im RKH Klinikverbund über 40 COVID-19-Patienten gleichzeitig beatmet.

Die letzten beiden großen Maßnahmen der RKH Kliniken waren die Einrichtung einer Pflegeeinheit für ältere Menschen nach Abschluss ihres stationären Aufenthalts in der RKH Orthopädischen Klinik Markgröningen und einer Auffangeinheit für an COVID-19 erkrankte Pflegeheimbewohner im RKH Krankenhaus Marbach. Schon vor dem Ausbruch des Coronavirus wurde es für Krankennhäuser immer schwieriger, ältere Patienten nach Abschluss ihrer stationären Behandlung wegen des allgemeinen Mangels an Plätzen in Pflegeheimen oder wegen unzureichender häuslicher Umgebung zu entlassen. Diese Situation hat sich nun durch die Coronakrise verschärft. Erschwerend kommt hinzu, dass sich Pflegeheime wegen der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus um die Verlegung von erkrankten Heimbewohnern bemühen, die keine stationäre Krankenhausversorgung benötigen. „Mit den beiden Einheiten in Markgröningen und Marbach füllen die RKH Kliniken eine Lücke. Wir bieten damit ein Angebot sowohl für gesunde als auch für an COVID-19 erkrankte Pflegeheimbewohner, die keine Krankenhausversorgung benötigen“, so der RKH Kliniken-Geschäftsführer.

Martin: „Schon jetzt planen wir eine Exit Strategie, die uns ermöglicht, allmählich das Behandlungs- und Operationsprogramm kontrolliert hochzufahren. Wann wir damit starten, hängt von der weiteren Entwicklung ab. Wann wir allerdings die Besucherregelungen lockern, kann man noch nicht sagen“. Ein besonderes Lob spricht der Krankenhaus-Manager dem Klinikpersonal aus. „Dass wir diese Krise bisher so gut bewältigt haben, ist einzig und allein der Motivation und herausragenden Leistung aller RKH Mitarbeiter zu verdanken. Sie ziehen in vorbildlicher Weise an einem Strang“, sagt Martin mit Stolz. In den letzten Wochen hatten die RKH Kliniken viele Dankesbekundungen und Spenden erhalten und wurden für ihren Einsatz als Helden bezeichnet. „Ich hoffe und wünsche, dass dieses Feiern der Helden nicht nur ein vorübergehendes Strohfeuer ist, sondern dass wir nach der Krise gemeinsam über eine Veränderung des Gesundheitswesens nachdenken“, so Martin weiter. Zudem müsse den Kliniken eine vollständige Refinanzierung der Coronakrise gewährleistet werden. Auch außerhalb einer Krisenzeit herrsche Personalmangel, gehen die Beschäftigten an ihre Grenzen. Hier bedarf es eines Umdenkens und einer Änderung der Anreizsysteme im Gesundheitswesen. Zudem könne es nicht sein, dass es den Kliniken an lebensnotwendigen Medikamenten und Schutzmaterialien mangele, weil diese nur in ganz wenigen Ländern auf der Welt hergestellt würden. So müsse man sich über neue und innovative Versorgungsstrukturen, schnellere Digitalisierung und eine verstärkte Produktion von Materialien in Europa Gedanken machen. „Diese Krise ist eine große Chance, solche Veränderungen sind zum Wohl der Bevölkerung anzustoßen, kosten aber auch Geld und dies muss klar kommuniziert werden. Doch das müssen wir uns wert sein, denn Gesundheit ist für uns Menschen das höchste Gut“.

15.04.2020: Trotz Coronakrise umfassende Notfallbehandlung bei den RKH Kliniken

Patienten mit Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Unfällen, Krebs und anderen schweren Erkrankungen werden weiterhin vollumfänglich versorgt

Im Rahmen der Coronakrise hatten die RKH Kliniken beschlossen, das planbare ambulante und stationäre Behandlungs- und Operationsprogramm auf etwa die Hälfte zu reduzieren. Diese Maßnahme sollte gewährleisten, dass für die Bewältigung der COVID-19-Patienten genügend Betten- und Personalkapazitäten vorhanden sind.

Von dieser Reduzierung ausgenommen sind die Versorgung aller Notfälle und aller medizinisch notwendigen Behandlungen. Die Behandlung von Patienten mit Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Unfällen jeder Art, Krebserkrankungen inklusive Operation, Chemotherapie und Bestrahlung finden weiterhin vollumfänglich statt.

Verunsichert durch Medienberichte und aus Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken, suchen einige Patienten trotz medizinischer Notwendigkeit derzeit Kliniken nicht mehr auf. „Das ist unter Umständen fatal, denn anfänglich leichte Erkrankungen können sich bei zu langer Verzögerung zu schwerwiegenden Fällen entwickeln“, sagt RKH Kliniken-Geschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin. Die aktuell rund 120 COVID-19-Patienten in den RKH Kliniken der drei Landkreise Ludwigsburg, Enzkreis und Karlsruhe sind alle isoliert untergebracht. „Die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist in der Klinik nicht größer als im öffentlichen Bereich“, so Martin.

19.03.2020: RKH Kliniken schließen vorübergehend die geriatrische Tagesklinik in Vaihingen und die Notaufnahme in Marbach

Im Rahmen der aktuellen Corona-Epidemie haben sich die RKH Kliniken entschlossen, die internistisch-geriatrische Tagesklinik in Vaihingen/Enz vorübergehend zu schließen. Ältere Menschen mit Mehrfacherkrankungen, die dort behandelt werden, zählen in hohem Maße zur Risikogruppe bei einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. „Wir tun dies, um unsere Patienten vor dem Risiko einer Infektion durch den engen Kontakt mit anderen Patienten zu schützen“, sagt Privatdozent Dr. Daniel Kopf, Ärztlicher Direktor der Klinik für Geriatrie im RKH Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen.

Zudem ist dies eine weitere Maßnahme, das dort eingesetzte Personal vorübergehend freizustellen, um es dann bei der zu erwartenden Mehrbelastung durch die bald zahlreich auftretenden COVID-19-Patiennten einsetzen zu können. Aus demselben Grund wird nun ab Freitag auch vorübergehend die Notaufnahme im RKH Krankenhaus Marbach geschlossen. „Wir wollen die uns zur Verfügung stehenden Personalressourcen für die kommende Krisensituation schonen, weshalb wir auch die Notfallversorgung an einzelnen Klinikstandorten bündeln müssen“, so Professor Dr. Jörg Martin. Durch die Schließung der Notaufnahme in Marbach können zusätzliche Intensiv- und Personalkapazitäten im RKH Klinikum Ludwigsburg zur Verfügung gestellt werden. Martin: „Wir werden versuchen, die Versorgung der COVID-19-Patienten zunächst in Ludwigsburg und Bietigheim zu konzentrieren“.

Mit Hilfe dieser Informationen geben wir Ihnen auf die meisten Fragen eine Antwort.

Präventive Hygienemaßnahmen

Wir erklären Ihnen, welche Hygienemaßnahmen ergriffen werden müssen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet.

  • Kein Händeschütteln!
  • Hände regelmäßig und gut mit Seife waschen (ideal 30 Sekunden).
  • Etikette beim Niesen und Husten einhalten! Immer in die Armbeuge husten und niesen.
  • Bei Krankheit zu Hause bleiben.
  • Erkrankte Personen sollten einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie Kontakt zu Mitmenschen haben, da so das Risiko der Übertragung reduziert wird.

Wie soll man bei einem Verdacht vorgehen?

Bitte suchen Sie nicht unangemeldet zu Fuß die Notaufnahme des Krankenhauses, die primär die Versorgung schwer kranker und verletzter Menschen sicherstellen muss, oder eine Arztpraxis auf. Das kann die dortigen Patienten und das medizinische Personal gefährden!

Waren Sie innerhalb der letzten 14 Tage in einem der Risikogebiete? Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem Menschen, der als bestätigter COVID-19-Patient gilt? Oder waren Sie weder in einem Risikogebiet, noch hatten Sie Kontakt zu einem bestätigten Patienten? Und nun leiden Sie unter Fieber, Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen?

Dann bleiben Sie vorsorglich zu Hause und nehmen Sie telefonisch Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder Ihrer Hausarztpraxis auf. Dort wird man Ihnen nach einer telefonischen Beratung mitteilen, wie es weitergeht, ob Sie eine Arztpraxis oder eine Corona-Teststelle des Gesundheitsamts für einen Abstrich aufsuchen sollen. Oder ob Sie zuhause bleiben sollen und der Arzt Sie zu einem Abstrich dort besucht.

Nur Patienten mit schwereren Symptomen sollten eine Notaufnahme aufsuchen. Aber auch in diesem Fall sollte eine telefonische Vorankündigung erfolgen mit dem Hinweis, dass COVID-19 möglich ist.

Corona-Teststellen

Nach einem vorherigen telefonischen Beratungsgespräch beim Gesundheitsamt oder Hausarzt werden Ihnen diese mitteilen, wo Sie sich wegen eines Abstrichs hinwenden sollen.

Ein Abstrich ist nach vorheriger Terminvereinbarung beim Hausarzt oder dem Gesundheitsamt und der Corona-Teststelle möglich.

Corona-Teststelle des Landkreises Ludwigsburg:
RKH Klinikum Ludwigsburg

Corona-Teststelle des Enzkreises:
Helios Klinikum Pforzheim

Was passiert, wenn man positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde?

Ist der Verlauf der Erkrankung leicht, sollte man in Quarantäne zuhause bleiben. Dadurch wird eine weitere Ausbreitung vermieden. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tagen, weshalb der Gesundheitszustand über diesen Zeitraum beobachtet werden muss. Wenn in dieser Zeit keine Krankheitssymptome auftreten, kann die Quarantäne wieder aufgehoben werden.
Ist der Verlauf der Erkrankung schwerwiegend, kommen die Kliniken ins Spiel. Dann wird der Betroffene von seinem Hausarzt stationär eingewiesen oder von einem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht und dort behandelt.

Sind die RKH Kliniken auf SARS-CoV-2/COVID-19-Patienten vorbereitet?

Die RKH Kliniken haben eine Klinikeinsatzleitung eingerichtet, die regelmäßig tagt und die aktuelle Lage einschätzt. Sie tauscht sich nach außen mit den Gesundheitsämtern, der Kreisärzteschaft und Behörden aus und koordiniert nach innen alle Maßnahmen. Es existiert ein Stufenplan, in dem das Vorgehen geregelt ist, wie bei einer steigenden Zahl stationärer COVID-19-Patienten vorgegangen wird.

Grundsätzlich werden COVID-19-Patienten isoliert und die notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen nach Vorgabe des Robert Koch-Instituts, der deutschen Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten, ergriffen. Bei steigenden Infektionszahlen bestehen mehrere Möglichkeiten, um kurzfristig weitere Bettenkapazitäten zu schaffen: Verlegung von Patienten innerhalb eines Krankenhauses oder in andere benachbarte RKH Kliniken oder Verschiebung geplanter, aber nicht dringend notwendiger Behandlungen und Operationen.