Aktuelles und Informationen zu SARS-CoV-2 / COVID-19

In den RKH Kliniken rufen besorgte Bürger, Patienten, Angehörige und Besucher mit unterschiedlichen Fragen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 an. Viele Bürger, die Symptome einer Atemwegsinfektion haben, sind verunsichert, ob sie an der alljährlichen Grippe, einer Erkältung oder SARS-CoV-2 erkrankt sind.

Aktuelles/News

26.03.2020: Pflegeeinheit in Markgröningen soll RKH Kliniken in der Coronakrise entlasten

Durch Übernahme pflegebedürftiger Patienten werden Kapazitäten für Coronavirus-Patienten frei

Schon vor dem Ausbruch des Coronavirus wurde es für Krankennhäuser immer schwieriger, ältere Patienten nach Abschluss ihrer stationären Behandlung wegen des allgemeinen Mangels an Plätzen in Pflegeheimen und in der Kurzzeitpflege oder wegen unzureichender häuslicher Umgebung zu entlassen. Diese Situation hat sich nun durch die Coronakrise verschärft. Pflegeheime haben zum Teil einen Aufnahmestopp verhängt und nehmen selbst gesunde Bewohner aus Kliniken nicht wieder zurück. Betreuende Angehörige sind wegen einer Ansteckung mit dem Coronavirus und entsprechender häuslicher Quarantäne nicht mehr in der Lage, die Betreuung sicherzustellen.

Um den Abfluss solcher gesunder, aber betreuungsbedürftiger Patienten aus den RKH Kliniken aller drei Landkreise zu ermöglichen und die Betten- und Personalkapazitäten für die kommenden Coronavirus-Patienten freizuhalten, wurde nun in den RKH Kliniken kurzfristig eine Einrichtung zur Betreuung dieser Patienten eingerichtet. In der RKH Orthopädischen Klinik Markgröningen ist am 25. März eine Poststationäre Patienteneinheit in Betrieb gegangen und mit Patienten belegt worden. Die dort aufgenommenen Patienten werden mit Unterstützung eines Hausarztes und im Bedarfsfall durch die Heranziehung von Fachärzten der RKH Kliniken unter Nutzung moderner telemedizinischer Videotechnik betreut. In dieser Pflegeeinheit werden keine COVID-Patienten oder Patienten mit Verdacht auf COVID-19 sowie keine dementen, überwachungspflichtigen, palliativen oder andere Patienten aufgenommen, bei denen eine engmaschige ärztliche und pflegerische Betreuung notwendig ist. Die Anmeldung und Steuerung der Patienten wird über den Sozialdienst der RKH Orthopädischen Klinik Markgröningen sichergestellt. „Dies ist ein weiterer Schritt, um alle Ressourcen und Kräfte für die Behandlung der bevorstehenden Coronavirus-Patienten in unseren Akutkrankenhäusern zu bündeln“, so RKH Klinikengeschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin.

19.03.2020: RKH Kliniken schließen vorübergehend die geriatrische Tagesklinik in Vaihingen und die Notaufnahme in Marbach

Im Rahmen der aktuellen Corona-Epidemie haben sich die RKH Kliniken entschlossen, die internistisch-geriatrische Tagesklinik in Vaihingen/Enz vorübergehend zu schließen. Ältere Menschen mit Mehrfacherkrankungen, die dort behandelt werden, zählen in hohem Maße zur Risikogruppe bei einer Ansteckung mit dem Corona-Virus. „Wir tun dies, um unsere Patienten vor dem Risiko einer Infektion durch den engen Kontakt mit anderen Patienten zu schützen“, sagt Privatdozent Dr. Daniel Kopf, Ärztlicher Direktor der Klinik für Geriatrie im RKH Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen.

Zudem ist dies eine weitere Maßnahme, das dort eingesetzte Personal vorübergehend freizustellen, um es dann bei der zu erwartenden Mehrbelastung durch die bald zahlreich auftretenden COVID-19-Patiennten einsetzen zu können. Aus demselben Grund wird nun ab Freitag auch vorübergehend die Notaufnahme im RKH Krankenhaus Marbach geschlossen. „Wir wollen die uns zur Verfügung stehenden Personalressourcen für die kommende Krisensituation schonen, weshalb wir auch die Notfallversorgung an einzelnen Klinikstandorten bündeln müssen“, so Professor Dr. Jörg Martin. Durch die Schließung der Notaufnahme in Marbach können zusätzliche Intensiv- und Personalkapazitäten im RKH Klinikum Ludwigsburg zur Verfügung gestellt werden. Martin: „Wir werden versuchen, die Versorgung der COVID-19-Patienten zunächst in Ludwigsburg und Bietigheim zu konzentrieren“.

19.03.2020: RKH Kliniken weiten Besucherstopps nun auch auf Väter aus

Die RKH Kliniken haben sich entschlossen, den Besucherstopp nun auch auf Väter auszuweiten. Diese Entscheidung musste getroffen werden, weil bekannt geworden ist, dass in einem Krankenhaus in Baden-Württemberg zwei Hebammen durch eine Ansteckung mit COVID-19 ausgefallen sind. Väter oder Partner dürfen zwar weiterhin zur Geburt und Abholung von Mutter und Kind in die Klinik kommen, aber keine Besuche mehr abstatten. „Wir wollen das Risiko für die Mutter und das Kind, aber auch für die Hebammen und das gesamte Personal minimieren. Ein Ausfall der ohnehin dünn besetzten Hebammen hätte katastrophale Folgen für Mütter, die ein Kind erwarten“, sagt Kliniken-Geschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin. Diese Entscheidung fiel den RKH Kliniken nicht leicht, wurde aber im Sinne der Risikoabwägung auf Bitte der Frauenkliniken im RKH Klinikverbund getroffen.

16.03.2020: Weitere Reduzierung des planbaren Behandlungsprogramms in allen RKH Kliniken

RKH Kliniken bereiten sich durch Personal- und Bettenplanung auf Ernstfall vor

Die RKH Kliniken bereiten sich noch intensiver auf ein verstärktes Aufkommen von Coronavirus-Patienten vor. Dazu werden die Personalressourcen vorausschauend geplant, um bei einem größeren Ausfall erkrankter Ärzte und Pflegekräfte reagieren zu können. Es werden aber auch die Bettenkapazitäten gebündelt, um jederzeit auf ein ausreichendes Angebot an Betten auf Normalstationen, Überwachungs- und Intensivstationen zurückgreifen zu können.

Deshalb wurde nun eine weitere Reduzierung planbarer ambulanter und stationärer Behandlungen und Operationen beschlossen. Von dieser massiven Programmreduzierung sind jetzt alle RKH Kliniken betroffen. „Mit diesem „shutdown“ wollen wir uns rechtzeitig auf die in Kürze kommende, extreme Krisensituation vorbereiten und nicht erst dann Überlegungen anstrengen, wenn sie da ist und es zu spät ist“, sagt RKH Kliniken-Geschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin.

Notfallbehandlungen sind davon unberührt und werden vollumfänglich weitergeführt. Aber auch medizinisch notwendige Behandlungen und Operationen wie beispielsweise Operationen, Chemotherapien und Bestrahlungen bei Krebspatienten, finden weiterhin statt. Patienten, die von dieser massiven Programmreduzierung betroffen sind, werden von den RKH Kliniken über die Verschiebung des Termins informiert.

13.03.2020: SARS-CoV-2-Abstrichstelle an der RKH-Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal

Ab Montag 16. März 2020 betreibt die RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal in enger Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg eine SARS-CoV2-Abstrichstelle. Getestet werden Patienten, die von ihren Hausärzten nach Prüfung der Notwendigkeit eines Corona-Abstrichs dort angemeldet wurden.

Einwohner von Bruchsal, Bretten und den umgebenden Gemeinden des nördlichen Landkreises Karlsruhe, die Symptome wie Fieber und/oder Atemwegsbeschwerden haben und sich krank fühlen, müssen zunächst telefonischen Kontakt mit ihrem Hausarzt aufnehmen. Weder der Hausarzt, noch ein Krankenhaus sollte persönlich aufgesucht werden. Falls der Hausarzt einen begründeten Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung sieht und eine Testung nicht selbst durchführt, kann er – und nur er – den betroffenen Patienten telefonisch zur Corona-Testung an der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal anmelden und erhält hierfür einen Termin.

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12.03.2020: Besucherstopp zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter

Die RKH Kliniken haben zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen generellen Besucherstopp beschlossen, um die Infektionsgefahr in den Kliniken so gering wie möglich zu halten.

Nur im Einzelfall werden Ausnahmen vom generellen Besucherstopp gemacht. In folgenden beispielhaften Fällen darf in der Regel eine Person für einen Besuch zugelassen werden
Beispiele:

  • Angehörige, die einen Patienten besuchen, der im Sterben liegt
  • Angehörige von Patienten der Palliativstation
  • Begleitperson, welche die Schwangere unter der Geburt begleitet
  • Vater, welcher das Neugeborene und seine Partnerin besuchen möchte
  • Mutter/Vater eines kranken Kindes
  • Begleitperson eines Patienten, der in der Notaufnahme eingeliefert wird
  • Begleitperson eines älteren, gebrechlichen oder dementen Patienten
  • aus dringenden medizinischen Gründen - dies muss der Angehörige/Besucher telefonisch mit dem Stationsteam klären
  • Kunden der Physiotherapie
  • Dolmetscher
  • gerichtliche Betreuer

04.03.2020: Absage aller Veranstaltungen der RKH Kliniken

Um der Gesundheitssicherheit der Bevölkerung, unserer Patienten und unserer Mitarbeiter Rechnung zu tragen, haben die RKH Kliniken aufgrund der zunehmenden Verbreitung des neuartigen SARS-CoV-2 entschieden, alle Patienteninformationsveranstaltungen und –kurse, Fortbildungen und Seminare bis Ende April abzusagen.

Mit Hilfe dieser Informationen geben wir Ihnen auf die meisten Fragen eine Antwort.

Präventive Hygienemaßnahmen

Wir erklären Ihnen, welche Hygienemaßnahmen ergriffen werden müssen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet.

  • Kein Händeschütteln!
  • Hände regelmäßig und gut mit Seife waschen (ideal 30 Sekunden).
  • Etikette beim Niesen und Husten einhalten! Immer in die Armbeuge husten und niesen.
  • Bei Krankheit zu Hause bleiben.
  • Erkrankte Personen sollten einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie Kontakt zu Mitmenschen haben, da so das Risiko der Übertragung reduziert wird.

Wie soll man bei einem Verdacht vorgehen?

Bitte suchen Sie nicht unangemeldet zu Fuß die Notaufnahme des Krankenhauses, die primär die Versorgung schwer kranker und verletzter Menschen sicherstellen muss, oder eine Arztpraxis auf. Das kann die dortigen Patienten und das medizinische Personal gefährden!

Waren Sie innerhalb der letzten 14 Tage in einem der Risikogebiete? Hatten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einem Menschen, der als bestätigter COVID-19-Patient gilt? Oder waren Sie weder in einem Risikogebiet, noch hatten Sie Kontakt zu einem bestätigten Patienten? Und nun leiden Sie unter Fieber, Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen?

Dann bleiben Sie vorsorglich zu Hause und nehmen Sie telefonisch Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder Ihrer Hausarztpraxis auf. Dort wird man Ihnen nach einer telefonischen Beratung mitteilen, wie es weitergeht, ob Sie eine Arztpraxis oder eine Corona-Teststelle des Gesundheitsamts für einen Abstrich aufsuchen sollen. Oder ob Sie zuhause bleiben sollen und der Arzt Sie zu einem Abstrich dort besucht.

Nur Patienten mit schwereren Symptomen sollten eine Notaufnahme aufsuchen. Aber auch in diesem Fall sollte eine telefonische Vorankündigung erfolgen mit dem Hinweis, dass COVID-19 möglich ist.

Risikogebiete

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht und aktualisiert diejenigen Gebiete, die aufgrund von Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der Fallzahlen und anderer Indikatoren als Risikogebiete eingestuft werden.

Über diesen Link erfahren Sie die aktuellen Risikogebiete:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Corona-Teststellen

Nach einem vorherigen telefonischen Beratungsgespräch beim Gesundheitsamt oder Hausarzt werden Ihnen diese mitteilen, wo Sie sich wegen eines Abstrichs hinwenden sollen.

Ein Abstrich ist nach vorheriger Terminvereinbarung beim Hausarzt oder dem Gesundheitsamt und der Corona-Teststelle möglich.

Corona-Teststelle des Landkreises Ludwigsburg:
RKH Klinikum Ludwigsburg

Corona-Teststelle des Enzkreises:
Helios Klinikum Pforzheim

Was passiert, wenn man positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde?

Ist der Verlauf der Erkrankung leicht, sollte man in Quarantäne zuhause bleiben. Dadurch wird eine weitere Ausbreitung vermieden. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tagen, weshalb der Gesundheitszustand über diesen Zeitraum beobachtet werden muss. Wenn in dieser Zeit keine Krankheitssymptome auftreten, kann die Quarantäne wieder aufgehoben werden.
Ist der Verlauf der Erkrankung schwerwiegend, kommen die Kliniken ins Spiel. Dann wird der Betroffene von seinem Hausarzt stationär eingewiesen oder von einem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht und dort behandelt.

Wann entfällt mein Termin in den RKH Kliniken?

Sie waren in einem Risikogebiet oder hatten Kontakt mit einer positiv getesteten Person und haben einen geplanten Termin für eine ambulante oder stationäre Behandlung in den RKH Kliniken?

Alle Patienten, die über die stationäre Aufnahme, Ambulanzen oder Zentralen Notaufnahmen aufgenommen werden, werden gefragt, ob sie sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Wenn dies der Fall ist, wird dem Patienten ein Mund-Nasen-Schutz ausgehändigt und er wird nicht aufgenommen. Er soll sich dann an seinen Hausarzt bzw. die Notfallpraxis oder das Gesundheitsamt vor Ort oder - falls vorhanden - eine Corona-Teststelle wenden.

Sind die RKH Kliniken auf SARS-CoV-2/COVID-19-Patienten vorbereitet?

Die RKH Kliniken haben eine Klinikeinsatzleitung eingerichtet, die regelmäßig tagt und die aktuelle Lage einschätzt. Sie tauscht sich nach außen mit den Gesundheitsämtern, der Kreisärzteschaft und Behörden aus und koordiniert nach innen alle Maßnahmen. Es existiert ein Stufenplan, in dem das Vorgehen geregelt ist, wie bei einer steigenden Zahl stationärer COVID-19-Patienten vorgegangen wird.

Grundsätzlich werden COVID-19-Patienten isoliert und die notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen nach Vorgabe des Robert Koch-Instituts, der deutschen Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten, ergriffen. Bei steigenden Infektionszahlen bestehen mehrere Möglichkeiten, um kurzfristig weitere Bettenkapazitäten zu schaffen: Verlegung von Patienten innerhalb eines Krankenhauses oder in andere benachbarte RKH Kliniken oder Verschiebung geplanter, aber nicht dringend notwendiger Behandlungen und Operationen.