Klinik für Innere Medizin, Endokrinologie, Diabetologie und internistische Intensivmedizin in Bietigheim-Vaihingen

Die Schwerpunkte liegen neben der Behandlung von Patienten mit kardialen und pneumologischen Erkrankungen in der Diagnostik und Therapie von Patienten mit Diabetes mellitus und deren Folgekomplikationen.


Für die Versorgung von Patienten mit kardialen Erkrankungen stehen alle Verfahren zur Diagnostik und Behandlung zur Verfügung. Um eine schnelle und zielgenaue Akutbehandlung von Patienten mit drohendem Herzinfarkt zu gewährleisten, besteht eine enge Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin/Kardiologie des Klinikums Ludwigsburg. Zur Behandlung von Patienten mit akuter oder chronischer Herzmuskelschwäche besteht neben der konservativen medikamentösen Behandlung auf einer hochmodern ausgestatteten Intensivstation auch die Implantation spezieller Schrittmachersysteme, Implantation von Defibrillatoren bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und in Kooperation mit dem Klinikum Ludwigsburg die kathetergestützte Implantation von Ersatz-Aortenklappen (perkutaner Aortenklappenersatz) sowie Mitralclippings als Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Klinik ist als Diabeteszentrum („Diabetologikum“) nach den Maßgaben der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) für die Schulung und Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ-1 und Typ-2 anerkannt. Zur Behandlung von Patienten mit einem sogenannten diabetischen Fußsyndrom besteht eine interdisziplinäre ambulante und stationäre Versorgung.

Kennzahlen

  • Ist-Betten 77
  • Fälle 3.653
  • Case-Mix-Punkte 3.010,018
  • Case-Mix-Index 0,824
  • PCCL/Fall 1,0

Neben Patienten mit Diabetes mellitus werden Patienten mit Erkrankungen der endokrinen Drüsen (Hypophyse, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebennieren und Sexualdrüsen) diagnotiziert und behandelt. Es besteht hierfür eine spezielle Ermächtigung.

Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der interdisziplinären Behandlung von Patienten mit morbider Adipositas. 2014 wurde ein Adipositas Zentrum gegründet, welches neben der gründlichen Abklärung möglicher internistischer Ursachen und Folgeerkrankungen des Übergewichts sowohl konservative Therapiekonzepte, als auch chirurgische (bariatrische) Maßnahmen anbietet.

Leistungsspektrum

Kardiologie, Pneumologie

Die Klinik behandelt im Schwerpunkt Patienten mit kardiologischen und pneumologischen Erkrankungen. 

Die Klinik bietet alle Verfahren der nichtinvasiven Kardiologie zur Diagnostik von Herzerkrankungen an. In Zusammenarbeit mit der Kardiologischen Abteilung des Klinikums Ludwigsburg werden im Weiteren Herzkatheter-Untersuchungen, elektrophysiologische Untersuchungen als auch radiologische Untersuchungen, wie zum Beispiel Koronar-CT-Untersuchungen oder MRT-Untersuchungen des Herzens, angeboten. Die Kooperation mit dem Klinikum Ludwigsburg ermöglicht uns eine zeitnahe interventionelle Diagnostik und Therapie.

Zusätzlich bieten wir die Implantation von Schrittmachersystemen aller Art sowie die Implantation von AICD-Systemen an. Das Angebot wird durch eine Kardiologische Ambulanz sowie eine spezielle Schrittmacherambulanz abgerundet.

Seit dem Jahre 2016 können wir zusätzlich verschiedenste Leistungen im Bereich der Pneumologie anbieten. Neben lungenfunktionsanalystischen Untersuchungen (Bodyphlethysmographie, Diffusionskapazitätsmessung, etc.) sind bronchoskopische Verfahren, unter anderem auch mit gezielter Punktion von Raumforderungen der möglich. Die Klinik arbeitet eng mit der Sektion Pneumologie des Klinikums Ludwigsburg zusammen. Gegebenenfalls werden Patienten, bei Notwendigkeit eines thoraxchirurgische Eingriffe zur erweiterten Diagnostik und Therapie, durch Kollegen der thoraxchirurgischen Abteilung des Klinikums Ludwigsburg mitbetreut.

Diabetologie

Diabeteszentrum am Krankenhaus Bietigheim

Der Diabetes mellitus, umgangssprachlich kurz: "Diabetes" oder "Zuckerkrankheit" ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Erkrankungen, denen eine Störung des Blutzuckerstoffwechsels zugrunde liegt und aus denen eine andauernde krankhafte Erhöhung des Blutzuckerspiegels resultiert. Das Wort Diabetes mellitus beschreibt eines der daraus ergebenden Hauptsymptome - die Ausscheidung von Zucker im Urin.
In Deutschland wurden 2007 mehr als 7 Millionen Menschen wegen eines Diabetes mellitus behandelt. Allerdings rechnet man mit einer hohen Dunkelziffer von etwa 2-3 Millionen Menschen, die bereits an einem Diabetes mellitus leiden, bei denen die Erkrankung bisher noch nicht diagnostiziert wurde.

Es gibt verschiedene Arten von Diabetes: 10 % aller Diabetiker haben einen sogenannten Typ 1-Diabetes, und etwa 90 % einen Typ 2-Diabetes. 50% aller Diabetiker sind älter als 70 Jahre, jeder 5. in der Altersgruppe der 71-80jährigen ist Diabetiker. Infolge der Zunahme an Übergewichtigkeit (Adipositas), Bewegungsmangel und Lebenserwartung nimmt die Zahl der Diabetiker in den letzten Jahren rasant zu. 

Aufgrund des erhöhten Risikos für das Auftreten von Organschäden an Augen, Nieren und Nerven, sog. mikroangiopathische Komplikationen, sowie dem Auftreten einer Arteriosklerose ("Makroangiopathie") mit der Gefahr von Herzinfarkt, Schlaganfall und eine periphere arterielle Verschlusskrankheit ist es notwendig, frühzeitig und konsequent nach anerkannten Leitlinien Patienten mit Diabetes mellitus zu schulen und zu behandeln.

Unsere Klinik hat sich in den letzten Jahren auf die Behandlung und Betreuung von Patienten mit Diabetes mellitus spezialisiert und bietet eine Reihe von besonderen Schulungs- und Therapieangeboten an.

Ziel unserer Bemühungen ist es den Einwohner der Stadt und des Landkreises Ludwigsburg ein wohnortnahes Behandlungsangebot für diese Erkrankung anzubieten und dabei auf individuelle Bedürfnisse, Probleme und Fragen einzugehen.

Endokrinologie, Stoffwechselerkrankungen

Ein Schwerpunkt unserer Klinik ist die Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Erkrankungen der endokrinen Drüsen (Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebennieren, Sexualdrüsen) sowie mit Stoffwechselerkrankungen (neben dem Diabetes mellitus, Gicht, Fettstoffwechselstörung, Erkrankung des Knochenstoffwechsels). 

Dafür stehen vielfältige Untersuchungsmethoden zur Verfügung:

  1. Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsensonographie inklusive der gezielten Punktion von knotigen Veränderungen
  2. Durchführung von 72-Stunden-Hungerversuchen bei ungeklärten Unterzuckerungen
  3. Durchführung eines Durstversuches bei ungeklärter Vermehrung von Trinkmenge und Urinausscheidung
  4. Spezielle endokrinologische Stimulations- und Suppressionstests (zum Beispiel Insulinhypoglykämie-Test, Synacthen-Test, GnRH-Test, Dexamethason-Hemmteste und viele andere)
  5. Selektive Venenblutentnahme, zum Beispiel aus den Nebennierenvenen

Üblicherweise erfolgt vor gezielter stationärer Aufnahme eine ambulante Vorstellung mit Einleitung einer gezielten Diagnostik, bei dieser wird dann die Notwendigkeit einer weiteren stationären Aufnahme  geklärt.

Für die Durchführung der endokrinologischen Funktionstests stehen spezielle Diagnostikräume bereit, um eine optimale Bedingung zur Durchführung der standardisierten Tests zu erreichen.

Endokrinologische Ambulanz

Zusätzlich zu unseren stationären Tätigkeiten bieten wir auch eine ambulante Sprechstunde im Rahmen unserer endokrinologischen Ambulanz an. Viele Fälle gesicherter oder vermuteter hormoneller Erkrankungen lassen sich hier ohne Notwendigkeit eines Klinikaufenthaltes abklären und behandeln. Ein Schwerpunkt der Arbeit in der Endokrinologischen Ambulanz ist die Abklärung von Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere von Schilddrüsenknoten und Störungen der Schilddrüsenfunktion, wie die der Hyperthyreose (Überfunktion) oder Hypothyreose (Unterfunktion). 

Weitere häufige Fragestellungen sind die Abklärung von Mangelzuständen von Geschlechtshormonen (zum Beispiel Testosteronmangel beim Mann oder Östrogenmangel bei der Frau), die Diagnostik auf hormonelle Gründe einer Osteoporose, das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS), Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Nebenschilddrüsen und vieles andere mehr. 

Sollte sich im Rahmen der hier durchführten Untersuchungen doch die Notwendigkeit einer stationären Therapie ergeben, kann diese bereits im Vorfeld so geplant werden, dass der Aufenthalt in der Klinik möglichst kurz und effektiv ausfällt.