Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie in Bretten

Die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie arbeitet standortübergreifend an der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal und der Rechbergklinik Bretten.

Jährlich werden annähernd 3.000 Anästhesieleistungen an der Rechbergklinik erbracht. Die interdisziplinäre Intensivstation mit 8 Betten, die innerklinische Notfallversorgung und das an unserem Hause stationierte Notarzteinsatzfahrzeug werden von der Klinik für Anästhesiologie organisatorisch geleitet.

Für die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzsyndromen stehen uns 5 Betten für die stationäre multimodale Schmerztherapie zur Verfügung.

In der Klinik für Anästhesiologie werden alle modernen Anästhesieverfahren durchgeführt, inklusive der thorakalen PDA im Zuge von Fast-Track-Konzepten und der Anlage peripherer Nervenkatheter zur postoperativen Schmerztherapie mittels Ultraschall und Nervenstimulation.

Kennzahlen

  • CMI 2,611
  • PCCL 2,8
  • Fallzahlen 672
  • Verweildauer Intensiv 3,5
  • Anästhesieleistungen 2.716
  • Beatmungsstunden 11.837

Als Neuromonitoring kommen SEP und EEG ebenso zum Einsatz wie die volle Bandbreite des erweiterten hämodynamischen Monitorings, inklusive PiCCO, PAK, TTE und TEE.

Das operative Patientengut der interdisziplinären Intensivstation B1 besteht aus postoperativen Patienten aus den Bereichen Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie, Urologie, Gynäkologie und Geburthilfe. Ungefähr die Hälfte der Patienten auf der Intensivstation kommt aus der internistischen Klinik, häufig über die internistische Notaufnahme. Die Intensivstation bildet damit ein außergewöhnlich breites Spektrum der operativen wie konservativen Intensivmedizin ab.

Die Klinik für Anästhesiologie ist mit dem OP-Management und der OP-Koordination in der Fürst-Stirum-Klinik beauftragt. Die Klinik beschäftigt am Standort Bruchsal 32 ärztliche Mitarbeiter, davon 14 Weiterbildungsassistenten. Die volle Weiterbildungszeit für das Fach Anästhesiologie und die Zusatzweiterbildungen Intensivmedizin, Schmerztherapie und Notfallmedizin kann in der Klinik absolviert werden.

Leistungsspektrum

Anästhesiologie

  • Versorgung der Patienten der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Unfall-, Hand- und orthopädischen Chirurgie, Endoprothetik, Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie und die Patienten unserer Belegärzte (Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Fußchirurgie, Orthopädie, Gynäkologie) bei geplanten und notfallmäßigen Eingriffen in insgesamt 10 OP-Sälen.
     
  • Anästhesiologische Leistungen werden auch bei diagnostischen und interventionellen Eingriffen (z. B. Endoskopien, Herzkatheteruntersuchungen, Gefäßinterventionen) in den Medizinischen Kliniken und der Radiologie erbracht.
     
  • Alle modernen Anästhesieverfahren kommen zum Einsatz. Ein erweitertes hämodynamisches Monitoring, inkl. PAK, PiCCO und transösophagealer Echokardiographie ist an allen Arbeitsplätzen möglich. Als Neuromonitoring setzen wir EEG-basierte Überwachungsverfahren und Medianus-SEP ein. Bei der „Fast-track-Chirurgie“ wird in der Regel die Kombination aus Allgemeinanästhesie und Regionalanästhesie durchgeführt.

Regionalanästhesie

  • Unser Regionalanästhesieanteil liegt bei etwa 20%. Die Regionalanästhesie wird als alleiniges Verfahren (z. B. in der Geburtshilfe), häufig aber auch in Kombination mit der Allgemeinanästhesie eingesetzt. Rückenmarksnahe Regionalanästhesien (thorakale und lumbale Epiduralanästhesie mit Katheter, Spinalanästhesie) werden in allen operativen Disziplinen eingesetzt. 
     
  • Daneben wird ein breites Spektrum peripherer Leitungsanästhesien – meist in Kathetertechnik – durchgeführt. Die Anlage erfolgt sonographiegestützt und mittels Nervenstimulator. Etabliert sind:
     
    • Interskalenäre, axilläre und vertikal-infraklavikuläre Blockade des Plexus brachialis
    • Femoralisblockade in der Technik nach Winnie
    • Dorsaler, proximal-lateraler, ventraler und distaler (dorsal und lateral) Zugang zur N. Ischiadicus-Blockade
    • Fußblock
    • I.-v.-Regionalanästhesie (auch bei Kindern)
    • N. Obturatorius-Blockade, N. Suprascapularis-Blockade

Geburtshilfliche Anästhesie

Ca. die Hälfte der 800 geburtshilflichen Patientinnen der Fürst-Stirum-Klinik entbinden mit Unterstützung durch eine Regionalanästhesie (Periduralanästhesie mit Katheter) zur Verringerung des Geburtsschmerzes. Die Anlage des Schmerzkatheters zur Entbindung wird rund um die Uhr im Kreißsaal durch erfahrene Anästhesisten durchgeführt.

Sollte ein Kaiserschnitt (Schnittentbindung) notwendig werden, kommen überwiegend regionalanästhesiologische Verfahren zum Einsatz (Spinalanästhesie, Periduralanästhesie). Die Erstversorgung von vital bedrohten Neugeborenen wird durch die Oberärzte der Klinik für Anästhesiologie, die rund um die Uhr im Haus präsent sind, sichergestellt. Die volle Ausstattung für die erweiterte Neugeborenen-Versorgung, inkl. nicht-invasiver und invasiver Beatmungsmöglichkeit ist in der Klink vorhanden.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Ärzten der Gynäkologie und Geburtshilfe und die ständige Präsenz von mindestens 2 Anästhesisten im Haus auch im Bereitschaftsdienst werden die geforderten Qualitätskriterien bei der Notfall-Sectio bei uns am Haus weit übertroffen.

Fremdblutsparende Maßnahmen

Fremdblutsparende Maßnahmen: Wir engagieren uns aktiv bei der Vermeidung von Fremdbluttransfusionen. Etablierte Konzepte beinhalten die Vermeidung und Reduktion von Blutverlust (Nutzung Kombinationsanästhesien mit regionalen Anästhesieverfahren, kontrollierte Hypotension), die Nutzung von Verfahren zur Rücktransfusion des aufgefangenen Blutes während der Operation und die präventive, präoperative Abklärung anämischer Zustände.

Standards zur Behandlung massiver Blutungen sind etabliert. Alle notwendigen Gerinnungsprodukte und Fremdblut-Konserven stehen jederzeit und in ausreichender Menge zur Verfügung.

Dr. med. Wegener, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, ist als transfusionsverantwortlicher Arzt für die Fürst-Stirum-Klinik und Rechbergklinik benannt.

Interdisziplinäre Intensivmedizin

Pro Jahr werden auf den beiden Intensivstationen etwa 3.000 Patienten aus den unterschiedlichen Fachdisziplinen behandelt. Am Standort Fürst-Stirum-Klinik stehen 16 Intensivbetten zur Verfügung und am Standort Rechbergklinik 8 Intensivbetten. In Bruchsal sind 10 Betten mit der Möglichkeit zur invasiven Beatmung ausgelegt, in Bretten 6 Betten. In 2015 wurden an beiden Standorten zusammen über 44.000 Beatmungsstunden erbracht.

Die Patienten kommen in der Regel nach größeren Operationen aus dem OP-Bereich, werden aus der Notaufnahme wegen lebensbedrohlicher Akuterkrankungen oder bei Verschlechterung des Zustands aus den allgemeinen Pflegestationen übernommen.

Schwerpunkte

  • Patienten nach großen Operationen
  • Patienten mit kardiozirkulatorischem Versagen
  • Kardiologische und gastroenterologische Notfälle
  • Patienten mit schwerer Sepsis und septischer Schock
  • Patienten mit schwerem Lungenversagen und ARDS
  • Patienten mit akuter Verschlechterung einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen
  • Polytraumatisierte Patienten
  • Intoxikations- und Delirzustände

Die interdisziplinären Intensivstationen werden von der Klinik für Anästhesiologie organisatorisch geleitet, die Behandlung der Patienten auf den Intensivstationen findet in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken statt, welche die Grunderkrankungen der Patienten behandeln. 

Der Chefarzt der Anästhesiologie hat die volle Weiterbildungsermächtigung für die Intensivmedizin. Ein Oberarzt unserer Klinik ist fest zur Betreuung der Intensivpatienten eingeteilt. An der Fürst-Stirum-Klinik ist der diensthabenden Oberarzt der Anästhesiologie rund um die Uhr vor Ort präsent und sichert so die besondere Expertise eines langjährig erfahrener Intensivmediziner. An der Rechbergklinik ist der Oberarzt im Rufdienst rund um die Uhr erreichbar und visitiert die Patienten auch außerhalb der Regelarbeitszeiten regelmäßig.

Entsprechend dem interdisziplinären Ansatz finden täglich gemeinsame Visiten mit den beteiligten Fachdisziplinen statt, die damit ihre jeweiligen Patienten auf der Intensivstation fachspezifisch weiterbetreuen. Die Behandlung erfolgt dadurch stets in enger Kooperation mit den Chef- und Oberärzten der anderen Abteilungen. Die Assistenzärzte auf der Intensivstation kommen aus den Fachabteilungen Anästhesiologie, Innere Medizin und Chirurgie.

Pflegedienst

An den beiden Standorten betreuen über 60 speziell geschulte Krankenschwestern und Krankenpfleger rund um die Uhr die Patienten der Intensivstationen. Ein hoher Anteil der Pflegekräfte hat die staatlich anerkannte, 2 jährige Zusatzausbildung "Anästhesie und Intensivpflege" absolviert.

Monitoring

An jedem Patientenbett steht eine zentrale Überwachungseinheit mit automatischer Ereignisdokumentation zur Verfügung. Ein erweitertes hämodynamisches Monitoring (inkl. PICCO, PAK und TEE) ist überall bettseitig verfügbar und wird leitliniengerecht bei kardiozirkulatorisch instabilen Patienten intensiv genutzt. 
Blutgasanalysen können jederzeit auf Station durchgeführt werden. Ein geschlossenes System zur intermittierenden Blasendruckmessung bei drohendem intraabdominellen Kompartmentsyndrom ist ebenfalls möglich.

Beatmung/Analgosedierung

Die Beatmungsplätze sind mit modernen Beatmungsgeräten ausgerüstet mit der Möglichkeit zur nicht-invasiven Ventilation.

  • Ein Weaningprotokoll ist etabliert
  • Eine intensivierte Lagerungstherapie mit und ohne Einsatz von Spezialbetten erfolgt bedarfsgerecht, insbesondere bei Patienten mit schwerem Lungenversagen und übergewichtigen Patienten
  • Das Analgosedierungskonzept umfasst die Definition der Ziel-Sedierungstiefe, die Verwendung der ganzen Bandbreite moderner Sedierungsmedikamente und regelmäßiger Aufwachversuche zur neurologischen Beurteilung.
  • Bettseitig werden diagnostische und therapeutische Bronchoskopien und Dilatationstracheotomien durch die Anästhesiologie durchgeführt.

Patiententransport

Für den Intrahospitaltransport von Intensivpatienten steht eine Transporteinheit mit der Möglichkeit zur Fortführung der gesamten Intensivtherapie zur Verfügung.

Nierenersatzverfahren

Für die kontinuierliche Nierenersatztherapie als CVVHD/F mit lokaler Citrat-Antikoagulation, welche durch die Klinik für Anästhesiologie selbstständig durchgeführt werden, stehen insgesamt 4 Geräte zur Verfügung. 

Intermittierende Nierenersatzverfahren und die Behandlung der Patienten mit Nierenversagen erfolgt in enger Kooperation mit dem örtlichen nephrologischen Zentrum.

Endoskopie

Notfallendoskopien und die Anlage von jejunalen Ernährungssonden kann bettseitig erfolgen.

Postreanimationsbehandlung

Eine Hypothermiebehandlung nach Reanimation wird regelhaft und leitliniengerecht durchgeführt. Hierfür stehen am Standort Fürst-Stirum-Klinik Geräte mit speziellen Kühlkathetern oder Kühlmatten zur kontrollierten Einstellung und Aufrechterhaltung der gewünschten Temperatur bereit.

Antibiotikatherapie

Standards zur kalkulierten initialen Antibiotikatherapie bei lebensbedrohlichen Infektionen sind etabliert.

Kurvenführung

Die Kurvenführung, Kodierung und Patientenverwaltung erfolgt durch das Papierkurven, zum Teil unterstützt durch ein Patientendaten-Management-System.

Notfallmedizin / Notfallmanagement

Die beiden NEF (Notarzteinsatzfahrzeuge) decken eine Fläche von 220 km²  mit ca. 87.000 Einwohnern ab und werden durch Ärzte der Klinik für Anästhesiologie, der Chirurgischen und Medizinischen Klinik und qualifizierten externen Notärzten besetzt. Die Besetzung des Notarztdienstes der Fürst-Stirum-Klinik und der Rechbergklinik ist werktags während der Regelarbeitszeit in den Routineablauf der Klinik für Anästhesiologie integriert. Die durchschnittliche Einsatzzahl pro Jahr beträgt ca. 2.500 in Bruchsal und ca. 1.500 Einsätze in Bretten. Im Rettungsdienstbereich Karlsruhe sind mehrere Ärzte der Abteilung als leitende Notärzte bestellt.

Unsere Klinik leistet mit über 25 Ärzten mit Zusatzbezeichnung "Notfallmedizin" einen Großteil der ärztlich basierten präklinischen Notfallversorgung im nördlichen Landkreis Karlsruhe.

Schockraum, Reanimationsteam

Die Versorgung vital bedrohter und beatmungspflichtiger Notfallpatienten und polytraumatisierter Patienten in der Zentralen Notaufnahme wird rund um die Uhr durch die diensthabenden Ärzte und Oberärzte der Klinik für Anästhesiologie, sowie durch die Anästhesiepflege gewährleistet. Das Anästhesieteam  betreut den Patienten interdisziplinär in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Zentralen Notaufnahme zur Stabilisierung und Diagnostik (z. B. CT, Herzkatheter, Röntgen) und begleitet anschließend den Transport zur Intensivstation oder zur Notfalloperation.

Das Reanimations- und Notfallteam der Fürst-Stirum-Klinik und der Rechbergklinik, das Patienten aller Altersgruppen, vom Neugeborenen bis zum hochbetagten Patienten betreut, wird durch die Ärzte und das Pflegeteam der Anästhesiologie und der Intensivstation gestellt. Der Oberarzt der Intensivstation und die diensthabenden Oberärzte der Klinik für Anästhesiologie sind im Sinne eines intensivmedizinischen Konsils primärer Ansprechpartner bei vital bedrohlicher Zustandsverschlechterung von stationären Patienten ("Intensive Care Outreach").

Katastrophenschutz

Die Katastrophenplanung (interne Katastrophen, Massenanfall von Verletzten etc.) wird durch die Katastrophenschutzbeauftragten der Fürst-Stirum-Klinik (Oberarzt Dr. med. Sebastian Friese) und der Rechbergklinik (Oberarzt Dr. med. Hansjörg Wegener )sichergestellt.

Die Katastrophenschutzbeauftragten resp. die diensthabenden Oberärzte der Anästhesiologie sind im Katastrophenfall als Medizinische Koordinatoren der Klinik für die primäre Einsatzleitung verantwortlich.

Antibiotikatherapie

Standards zur kalkulierten initialen Antibiotikatherapie bei lebensbedrohlichen Infektionen sind etabliert.

Schmerztherapie

In der RKH Rechbergklinik Bretten besteht das Behandlungsangebot zur Stationären Multimodalen Schmerztherapie. Diese Therapieform richtet sich an Menschen mit chronischen Schmerzen.

In der modernen Medizin sprechen wir vom bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell. Hierunter verstehen wir, dass chronische Schmerzen in einer Wechselbeziehung zu allen Aspekten des menschlichen Lebens - dem Körper, der Psyche und den sozialen Beziehungen (zum Beispiel: Familie, Freunde, Arbeitsplatz, Freizeitaktivitäten) stehen.

Mit unserem Behandlungsangebot verfolgen wir einen fachübergreifenden und ganzheitlichen Therapieansatz.

Unser Angebot

Wer unter chronischen Schmerzen leidet, ist grundsätzlich für eine Stationäre Multimodale Schmerztherapie geeignet. Das Behandlungsangebot richtet sich unter anderem an Patienten, die unter dauerhaften Rückenschmerzen, anderen Schmerzen des Bewegungsapparates, anhaltenden Kopfschmerzen, neuropathischen Schmerzen (sog. „Nervenschmerzen“), rheumatischen Erkrankungen oder Somatisierungsstörungen leiden.
Die Aufnahmemöglichkeit wird individuell vorab in einem persönlichen Gespräch besprochen. Die Behandlungsdauer liegt in der Regel bei zwei Wochen.


Behandlungsziele innerhalb des bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells

  • Linderung der Schmerzen
  • Optimierung der Schmerzmedikation
  • Veränderung des Schmerzerlebens
  • Verbesserung der Lebensqualität und der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Förderung von Selbstwahrnehmung und Eigenaktivität
  • Verbesserung der sozialen Integration
  • Gegebenenfalls Wiedereingliederung in das Arbeits- und Berufsleben

Behandlungsablauf

Im Anschluss an die psychotherapeutische, pflegerische und physiotherapeutische Aufnahme mit Behandlungsplanung folgt ein strukturierter Tagesablauf mit individuellen Therapieeinheiten sowie Einheiten in der Gruppe.

Informationen für unsere Patienten:
Stationäre Multimodale Schmerztherapie

Palliativmedizinischer Konsiliardienst

Der palliativmedizinische Konsiliardienst der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal ist an die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie angegliedert und besteht aus einem Team aus Krankenpflege und Ärzten mit spezieller palliativmedizinischer Weiterbildung.

Palliativmedizin ist die Behandlung von Patienten mit einer nicht mehr heilbaren und fortgeschrittenen Erkrankung. Das Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität durch Vorbeugen und Lindern von Leiden, Erkennen und Behandeln von Schmerzen sowie anderer Beschwerden körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art. Durch eine verbesserte Lebensqualität kann positiv Einfluss auf den Krankheitsverlauf genommen werden.
Die Palliativmedizin kann zu jedem Zeitpunkt einer Erkrankung begleitend zur normalen Therapie mit eingebunden werden, auch sehr frühzeitig und auch in Kombination mit lebensverlängernden Maßnahmen wie z. B. Chemotherapie und Strahlentherapie. Die palliative Therapie bietet jede Unterstützung, um dem Patienten zu einem möglichst aktiven Leben bis zum Tod zu verhelfen. Ebenso wird die Familie während der Erkrankung des Patienten und in der Trauerphase mit unterstützt.

Der palliativmedizinische Konsiliardienst bietet eine Mitbetreuung von Patienten während des stationären Aufenthaltes auf allen Stationen der Klinik an und arbeitet sehr eng zusammen mit den primär behandelnden Ärzten, den Pflegenden, den Sozialarbeitern, Seelsorgern und Psychologen. Individuell wird bei Bedarf Kontakt mit der Palliativstation, dem Hospiz, der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, dem Hospizdienst oder dem Home-Care-Service aufgenommen, um eine gute Kontinuität in der Begleitung zu gewährleisten.

Der Wunsch nach einem palliativmedizinischen Konsil kann jederzeit durch den Patienten selbst, seine Angehörigen sowie vom Behandlungsteam der jeweiligen Station geäußert werden.

Der palliative Konsiliardienst in der Rechbergklinik Bretten wird über die Palliativstation in Bretten erbracht.

Palliativmedizinischer Konsiliardienst:
Informationen für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter