Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie in Ludwigsburg

Die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie ist Bestandteil des Zentrums für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, welches die anästhesiologischen Kliniken in Ludwigsburg, Bietigheim, Marbach am Neckar, Vaihingen an der Enz, Markgröningen, Mühlacker, Neuenbürg, Bretten und Bruchsal umfasst.

Ein Team aus ca. 80 Ärztinnen und Ärzten sowie über 120 Mitarbeitern aus dem Pflegebereich betreut hier jährlich ca. 25.000 Patienten in 21 OP-Sälen, 3 Aufwachräumen zwei Intensivstationen.

Kennzahlen

  • CMI 5,057*
  • PCCL 2,4*
  • Fallzahlen 1.474*
  • Verweildauer Intensiv 4,1*
  • Anästhesieleistungen ca. 22.000
  • Beatmungsstunden 80.343*

Die Aufrechterhaltung höchster Sicherheitsstandards, kombiniert mit modernsten Behandlungsverfahren garantiert eine hochqualifizierte Versorgung der uns anvertrauten schwerst erkrankten und -verletzten Patienten.
* Kennzahlen für Intensivstation 3.A

Leistungsspektrum

Die Leistungen unserer Klinik beruhen auf folgende Säulen:

  • Methoden der Schmerzausschaltung (Anästhesie)
  • OP-Bereich
  • Intensivmedizin
  • Schmerztherapie (Analgesie)
  • Notfallmedizin
  • Katastrophenmedizin

Anästhesie allgemein

Bei Intubationsnarkosen kommen alle gängigen Opiate und Inhalationsanästhetika zum Einsatz. An "gasfreien" Arbeitsplätzen werden totalintravenöse Anästhesien  (TIVA/TCI) durchgeführt. Zur Überwachung der Tiefe der Analgosedierung wird der BIS (Bispektraler Index) erfasst. Bei Anwendung von Muskelrelaxantien wird grundsätzlich akzelerographisch relaxometriert.

Neben rückenmarksnahen Regionalanästhesien (thorakale und lumbale Perduralanästhesie, Spinalanästhesie), auch bei Neonaten, wird ein breites Spektrum von peripheren Leitungsanästhesien, häufig als Kathetertechnik praktiziert: Interskalenärer Block, Plexusaxillaris-Block, 3 in 1-Block, proximaler und distaler N. ischiadicus-Block sowie Fußblock kommen in allen Altersgruppen zum Einsatz.

Die sonographisch gesteuerte Punktion zentraler Venen und die ultraschallgestützte Anlage von Nervenblockaden an der oberen und unteren Extremität werden routinemäßig praktiziert.

Anästhesie in der Neurochirurgie

Neben den klassischen Eingriffen an der Wirbelsäule (Lumbalkanalstenosen, Bandscheibenoperationen) werden bei uns auch zahlreiche intrakranielle Operationen durchgeführt. Dazu zählt vor allem Tumorchirurgie, Clipping der intrakraniellen Aneurysmen, Rekonstruktionen der Schädelbasis sowie operative entlastende Eingriffe bei intrakraniellen Blutungen.

Anästhesie bei Kindern

Die Anästhesiologische Klinik führt im Jahr ca. 1.500 Kinderanästhesien durch. Neben der Allgemeinanästhesie für operative Eingriffe in den einzelnen Fachdisziplinen führen wir Analgosedierungen  für diagnostische und interventionelle Verfahren durch. Betreut werden Kinder aller Altersstufen, vom Frühgeborenen bis zum Jugendlichen, durch speziell geschulte und in der Kinderanästhesie erfahrene Anästhesisten.

Anästhesie in der Gynäkologie

Bei 2.500 Geburten, 750 Kaiserschnitten und 550 Periduralkathetern zur geburtshilflichen Analgesie stellt die Tätigkeit im Kreißsaal und die geburtsbegleitende Betreuung unserer Patientinnen einen besonderen Tätigkeitsschwerpunkt unserer Klinik dar. Das Spektrum der Gynäkologie umfasst Operationsverfahren von Tumorchirurgie mit Schwerpunkt von Brust- und Genitalkrebs-Operationen, endoskopische Operationen jeglicher Art und anästhesiologische Leistungen in der Geburtshilfe.

Die anästhesiologische Betreuung der Patientinnen in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zielt insbesondere darauf ab, schonende und gut verträgliche Anästhesien durchzuführen. Mit einem perioperativen Schmerztherapiekonzept bemühen wir uns, besonders bei großen gynäkologischen Eingriffen, eine suffiziente postoperative Analgesie zu erzielen.

OP-Bereiche

Anästhesiepflege

Die Anästhesiepflegeabteilung betreut gemeinsam mit den Anästhesisten die Patientenversorgung bei allen Narkoseverfahren, der Elektiv- und Notfallversorgung sowie der Schmerztherapie. Die Patientenversorgung umfasst die gesamten Prozess rund um die Operation, von der präoperativen Vorbereitung bis zur postoperativen Nachsorge der Patienten. Hier spielt insbesondere die Schmerzvisite durch qualifizierte Mitarbeiter eine zentrale Rolle. Die Anästhesiepflege betreut stationäre und ambulante Patienten aller Altersgruppen und chirurgischen Fachdisziplinen. Das Patientenwohl, der Patientenkomfort und die Patientensicherheit stehen dabei im Mittelpunkt.

Im Rahmen der überregionalen Polytraumaversorgung aber auch bei innerklinischen Notfällen kommt der Notfallkompetenz des Anästhesieteams am Klinikum Ludwigsburg eine besondere Bedeutung zu. Die Anästhesieabteilung ist mit allen modernen Geräten zur Patientenüberwachung, Narkoseführung, Regionalanästhesie, Notfallbehandlung und Schmerztherapie ausgestattet.

Für neue Mitarbeiter und Weiterbildungsteilnehmer bieten wir viele interessante Lernangebote rund um die moderne Anästhesiologie, strukturierte Einarbeitungskonzepte und ein erfahrenes Team von Praxisanleitern. Zudem wird auf Wunsch auch eine Rotation der Ärzte und Pflegekräfte mit der interdisziplinären Intensivstation ermöglicht.

Bereichsleitung OP/Anästhesie

Magnus Schlam

B.A. Management für Gesundheits- und Pflegeberufe

Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie

Tel. 07141-99-96344

E-Mail: magnus.schlam@kliniken-lb.de

Stellvertretende Bereichsleitung, Bereich Anästhesie

Thomas Stengel

Tel. 07141-99-96348

Sie suchen Informationen zur Weiterbildung Anästhesie und Intensivpflege?

OP-Funktionsdienst

Die Abteilung OP-Funktionsdienst betreut gemeinsam mit den chirurgischen Fachdisziplinen die operative Patientenversorgung. Dies umfasst alle perioperativen Maßnahmen zur fachgerechten und sicheren Patientenversorgung, der Assistenz und Mitarbeit bei den Eingriffen und Prozeduren und der umfangreichen Verantwortung für eingesetzte Instrumentarien und Medizinprodukte. Die OP-Pflege und OTA Kräfte arbeiten hierbei in der Betreuung stationärer und ambulanter Patienten aller Altersgruppen und aller chirurgischer Fachdisziplinen mit.

Der Zentral-OP besteht aus 17 OP-Sälen, mit angegliedertem ambulanten OP-Zentrum und umfasst die  Fachabteilungen: Allgemeinchirurgie, Unfallchirurgie/ Traumatolgie, Gynäkologie, Neurochirurgie, Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie und Urologie. In einem weiteren OP-Bereich werden HNO/ Augen/ Mund-Kiefer-Gesichts-Operationen betreut.

Unser Anspruch ist eine umfassende pflegerisch-medizinische Versorgung der Patienten rund um die Uhr mit der bestmöglichen Qualität. Dazu bieten wir den Mitarbeitern die Weiterbildung für Pflege im Operationsdienst, jährliche OTA Ausbidungsplätze und neuen Mitarbeitern eine strukturierte Einarbeitung und Praxisanleitung. Zusätzlich unterstützt wird das OP-Team durch Schleusenassistenten, Mitarbeiter für die Bestellung und Logistik sowie Versorgungsassistenten.

Praxisanleitung und Ausbildungsverantwortung:

Anja Mehnert & derzeit 13 Praxisanleiter in den OP-Bereichen

Bereichsleitung OP/Anästhesie

Magnus Schlam
B.A. Management für Gesundheits- und Pflegeberufe
Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie
Tel. 07141-99-96344
E-Mail: magnus.schlam@kliniken-lb.de

 

Stellvertretende Bereichsleitung, Bereich OP

 

Birka Torster-Schneider

Fachkrankenschwester für den Operationsdienst

Tel.: 07141-99-66935

birka.torster-schneider@kliniken-lb.de

 

 

 

Sie haben Interesse an der OTA-Ausbildung?

Sie suchen Informationen zur Weiterbildung OP-Pflege?

 

Intraoperatives Neuromonitoring (IONM)

Der Begriff IONM (intraoperatives Neuromonitoring) steht für die Überwachung des Nervensystems und einzelner Nerven während einer Operation und der damit verbundenen Lagerung.  Bei Ihrem operativen Eingriff befinden sich Nerven im oder nahe dem Operationsgebiet. Damit besteht die Gefahr, dass diese direkt verletzt oder beeinträchtigt werden. Dies kann Nervenschäden und Ausfallerscheinungen zur Folge haben (z.B. Störungen bei Empfindung, Muskelkraft, Hören, Sehen).

Mit speziellen Elektroden (in der Regel dünne Nadeln, Sonden), die in Narkose durch den Neuromonitoristen angelegt werden, können über ein spezielles Neuromonitorgerät gezielte elektrische Impulse (minimale Stromstöße) an das Nervengewebe abgegeben werden. Diese Impulse werden dann über Ableitungselektroden gemessen und am Neuromonitor dargestellt und dokumentiert.

Somit können der Chirurg und der Monitorist Ihre Nerven identifizieren, die Funktion überwachen und in der Regel schonen. Je nach Operationsgebiet oder Fall, kann dies mehrmalig oder sogar kontinuierlich über die gesamte Operationsdauer durchgeführt werden. In einigen Fällen auch nach der Operation, z.B. auf der Intensivstation.

  • Der Chirurg ist damit in der Lage potentielle Nervenschäden besser zu verhindern. Die Funktion Ihrer Nerven (z.B. Empfindung, Muskelkraft, Hören, Sehen), bleibt damit erhalten.
  • Das IONM wird hinsichtlich seiner Vorteile für die Sicherheit der Patienten und der Reduktion von Nervenschäden bei Operationen immer häufiger eingesetzt.

Hinweis: Das IONM wird je nach Eingriff bzw. Indikation vom Operateur individuell angefordert und mit dem Neuromonitoristen und Patienten besprochen.

Wenn Sie sich noch weiter über das intraoperative Neuromonitoring (IONM) informieren wollen, können Sie dies im Internet unter: neuromonitoring.de

Kontakt:

Leitung / Anmeldung / Koordination:
Rupert Vyzina
IONM Neuromonitoring, FKP Anästhesie
07141 / 99-96765
Rupert.Vyzina(at)kliniken-lb.de

Team:

Dr. Martin Hafner
IONM Neuromonitoring, Anästhesie
07141 / 99-96314

Sandra Harneid (Vertretung)
IONM Neuromonitoring, FKP Anästhesie
07141 / 99-96765

Dr. Josef Schießl
IONM Neuromonitoring, Anästhesie

Intensivstation

Intensivstation 3.A

Die unter anästhesiologischer Leitung geführte interdisziplinäre Intensivstation mit 18 Betten behandelt primär Patienten aller operativen Fächer aber auch der neurologischen Klinik und der Inneren Medizin.

Schwerpunkte sind die Patienten der Neurochirurgie, Patienten mit schweren Infektionen, akutem Lungenversagen (ARDS) und polytraumatisierte Patienten.

Als  überregionales Traumazentrum  sowie ARDS-ECMO-Zentrum führen wir eine große Bandbreite an invasiven intensivmedizinischen Techniken durch. Aufwändige Therapien wie die Überwachung der Funktion des zentralen Nervensystems bis hin zur Hirndrucktherapie und Lungenersatzverfahren wie ECMO sind etabliert.

Bereichsleitung

Ute Menz
Tel. 07141/99-63300
E-Mail: ute.menz@kliniken-lb.de

Intensivstation 3.E

Die unter anästhesiologischer Leitung geführte interdisziplinäre Intensivstation mit 17 Betten behandelt einfachere Intensivpatienten aller operativen Fächer.

Schwerpunkte sind die Patienten der Allgemein-, Unfall- und Gefäßchirurgie.  Des weiteren werden Patienten der Urologie, Gynäkologie und Inneren Medizin sowie alle unklaren überwachungspflichtigen Krankheitsbilder betreut.

Überwachung, Frühmobilisation und spezielle Atemtherapie sowie nicht invasive Beatmung stehen im Vordergrund.

Bereichsleitung

Ute Menz
Tel. 07141/99-63380
E-Mail: ute.menz@kliniken-lb.de

Notfallmedizin / Notfallmanagement

  

Im Landkreis Ludwigsburg existiert bereits seit 1978 ein organisierter Notarztdienst. Bei einer beträchtlichen Flächenausdehnung von 687 Quadratkilometern und über 515.000 Einwohnern bestehen derzeit fünf Notarzt-Standorte:

  • Wache 1A: Notarzteinsatzfahrzeug (RK LB 1-82-1) am Klinikum Ludwigsburg
  • Wache 5A: Notarzteinsatzfahrzeug (SAMA LB 5-82-1) am Klinikum Ludwigsburg
  • Wache 3: Notarzteinsatzfahrzeug (RK LB 3-82-1) am Klinikum Ludwigsburg
  • Wache 4: Notarzteinsatzfahrzeug (RK LB 4-82-1) am Krankenhaus Bietigheim
  • Wache 5: Intensivtransportwagen (SAMA LB 5-86-1) an der Rettungswache Ludwigsburg 5
  • Wache 7: Notarzteinsatzfahrzeug (SAMA LB 7-82-1) an der Rettungswache Ditzingen
  • Christoph 51: Rettungshubschrauber am Flugplatz Ludwigsburg-Pattonville

Die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie stellt über 40 Ärzte mit Zusatzbezeichnung "Notfallmedizin", von denen 8 Ärzte auch als "Leitender Notarzt" im Landkreis Ludwigsburg tätig sind. Die Mehrzahl unserer Notärzte hat eine abgeschlossene Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesie. Die vom ASB betriebenen NEF-Standorte Ludwigsburg 2 und Ditzingen, das vom DRK betriebene Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) in Vaihingen/Enz sowie der Intensivtransportwagen (ITW) werden zu 100% durch Ärzte unserer Abteilung besetzt. Auch die Besetzung von "Christoph 51" (DRF Luftrettung) erfolgt durch Anästhesisten aus unserer Klinik. .

An besonderer medizinischer Ausrüstung führen die Notarzteinsatzfahrzeuge und der Rettungshubschrauber folgende Gerätschaften mit sich:

  • ein 12-Kanal-EKG-Gerät, um die Diagnose Herzinfarkt sicher stellen zu können,
  • ein Kapnometer, mit dem die korrekte Tubuslage nach Intubation geprüft wird,
  • ein Spezialbohrer zur Anlage intraossärer Zugänge und
  • ein Beatmungsgerät mit der Möglichkeit zur Durchführung einer nicht-invasiven Maskenbeatmung
  • ein Videolaryngoskop zur Beherrschung eines schwierigen Atemwegs

Außerdem wird im Hubschrauber ein tragbares Ultraschallgerät mitgeführt. Auch der Transport von Patienten, die an eine sogenannte ECMO (Extracorporale Membranoxygenierung) angeschlossen sind, kann mit speziell für den Lufttransport entwickelten Halterungssystemen in Zusammenarbeit mit dem ECMO-Team der Intensivstation 3.A im Hubschrauber durchgeführt werden. Auch im Intensivtransportwagen können solche ECMO-Transport sicher und standardisiert erfolgen.

Im Fall eines Notfalleinsatzes sind die Notarzteinsatzfahrzeuge und der Rettungshubschrauber schon maximal 120 Sekunden nach der Alarmierung auf dem Weg zum Patienten. Alle Rettungsmittel sind mit satellitengesteuerten Navigationssystemen ausgestattet um sicher die Einsatzstelle finden zu können. Dort treffen sie sich dann mit dem Rettungswagen im sog. Rendezvous-System und versorgen gemeinsam den Patienten. Vor Ort entscheidet dann der Notarzt welches Krankenhaus für den Patienten am Besten geeignet ist. In der Regel begleitet er ihn nach der Erstversorgung dorthin, entweder bodengebunden mit einem Rettungswagen oder per Lufttransport im Rettungshubschrauber. Durch die Möglichkeit der unfallchirurgischen und neurochirurgischen integrierten Versorgung bietet das Klinikum Ludwigsburg als "Haus der zentralen Versorgung" eine breite Palette an modernen diagnostischen und therapeutischen Optionen an und ist daher Hauptanlaufstelle für schwer erkrankte oder verletzte Notfallpatienten, nicht nur aus dem Landkreis Ludwigsburg.

Die Ärztliche Leitung des Notarztdienstes obliegt dem Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Die organisatorische Leitung für den Standort Ludwigsburg liegt im Bereich des bodengebundenen Notarztdienstes bei Dr. S. Weiß. Für den Bereich Luftrettung ist Dr. G. Lichy als leitender Arzt der Luftrettungsstation "Christoph 51 Stuttgart" am Flugplatz Ludwigsburg-Pattonville zuständig.

In Ludwigsburg finden regelmäßig notfallmedizinische Fort- und Weiterbildungen für die beteiligten Ärzte, das Pflegepersonals sowie für die Rettungsassistenten von DRK, ASB, DRF-Luftrettung und Feuerwehr statt.
Im Jahr 2008 wurde, ausgehend von unserer Klinik, das Notarztnetzwerk Neckar-Enz gegründet. Das Notarztnetzwerk Neckar-Enz ist ein Zusammenschluss von Notfallmedizinern im mittleren Neckar-Enzraum die es sich zur Aufgabe gemacht haben gemeinsam mit den beteiligten Hilfsorganisationen die Weiterentwicklung der Notfall- und Rettungsmedizin im Neckar-Enzraum sicherzustellen. Weitere Informationen rund um den Notarztdienst in Ludwigsburg und Umgebung sowie zu interessanten Fortbildungen im Bereich Notfallmedizin finden sie auf der Homepage des Notarztnetzwerks Neckar-Enz.

Notaufnahme, Unfallchirurgische Aufnahme und Schockraum

Die Intensivstationen und die Kinderklinik führen die Versorgung der Notfallpatienten in ihrem Bereich selbst durch. Bei Anmeldung eines beatmeten Patienten z.B. nach Reanimation, Schlaganfall mit Coma oder Polytraumatisierten Patienten  übernimmt das Anästhesieteam mit Transporteinheit den Patienten. Es erfolgt die Stabilisierung und Diagnostik, z. B. CT, Röntgen oder EKG und Blutabnahme; anschließend der Transport zur Intensivstation oder zur Notfalloperation.

Im Schockraum wird interdisziplinär in jedem Fall mit den Unfallchirurgen und häufig mit der Abteilung für Radiologie, der Inneren Medizin (Sonografie des Bauchraumes) und Neurologie sowie bei Bedarf mit allen anderen Abteilungen zusammengearbeitet.
Geräte (C.A.T.S.) zum Auffangen, Wiederaufbereiten mit Retransfusion von Patientenblut stehen bei Operationen ebenso wie Blutkonserven und tiefgefrorenes Plasma immer zur Verfügung.

Jeder neu eingestellte Mitarbeiter wird während der Einführungstage über die hausinterne Alarmierung und das Verhalten bei Notfällen informiert. Die Abteilung "Fort- und Weiterbildung" führt die Einführungstage durch. Die aktuellen Standards der Reanimation und Anwendung von AED`s  werden dabei in Kleingruppen umgesetzt und trainiert.

Alle 2 Jahre muss jeder Mitarbeiter an einer der Reanimationsveranstaltungen teilnehmen. Bis jetzt wurden bereits 1.413 Personen im Megacode-Training nach den aktuellen internationalen Standards geschult.

Pflegekräfte in der Weiterbildung zur Fachschwester / zum Fachpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege nehmen im Rahmen des Fachkurses am Mega-Code-Training teil (Basis und erweiterte Reanimationsmaßnahmen mit elektronischer Simulation an der Reanimationspuppe). Diese Veranstaltungen werden organisatorisch von der Abteilung für Fort- und Weiterbildung unterstützt und  ärztlich und pflegerisch von der Anästhesie und der Kardiologie geleitet.

Intensiv- und Anästhesiepflegekräfte sowie Ärzte der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin und Schmerztherapie wiederholen alle 2 Jahre das Mega-Code-Training nach den Leitlinien des ERC (European Resuscitation Council) 2005. Es wird angestrebt die Anzahl von zertifizierten  Providern des ERC (qualifizierte Trainer) im Haus zu erhöhen.

Die neuen Leitlinien des ERC in 12/2005 wurden 2006 in die Schulungen zur Therapie des vitalen Notfalles implementiert.

Zuteilung von CME-Punkten von der Ärztekammer Nordwürttemberg durch die Fort- und Weiterbildung werden jeweils beantragt.

Notarztnetzwerk Neckar-Enz

Infos rund um die Notfallmedizin im mittleren Neckar-Enz-Raum finden Sie sie auf der Homepage des Notarztnetzwerks Neckar-Enz

Schmerztherapie (Analgesie)

  

An den Zentrumsstandorten Ludwigsburg, Bietigheim, Mühlacker, Neuenbürg und in der Orthopädischen Klinik Markgröningen sind spezielle Schmerzambulanzen etabliert.

Die Schmerztherapie betreut jährlich mehr als 5.000 stationäre und ambulante Patienten und setzt dabei das gesamte Spektrum an invasiven anästhesiologischen Methoden ein. Seit einigen Jahren werden in unserer Klinik auch implantierbare Schmerzpumpen angewandt.

In der postoperativen Schmerztherapie sind die zentralen und peripheren Nervenblockaden mit oder ohne Katheter ein Schwerpunkt, z.B. zur Frühmobilisation bei großen Baucheingriffen, sowie bei Endoprothesen der Schulter und des Knies oder in der Gefäßchirurgie zur Prophylaxe von Phantomschmerzen bei Amputationen. Die Regionalanästhesien werden dabei meist unter Ultraschallkontrolle angelegt.

Die Periduralanästhesie ist in der Geburtshilfe, sowie bei visceralchirurgischen Eingriffen im Rahmen der „fast track surgery“ ein standardisiertes und etabliertes Verfahren.

Bei den chronischen Schmerzpatienten und bei den Tumorschmerzpatienten, die in der schmerztherapeutischen Versorgung einen hohen Stellenwert einnehmen, werden u. a. Sympathikus-Blockaden und Neurolysen, auch in Zusammenarbeit mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie durchgeführt, z.B. CT-gesteuerte Coeliacus-Blockaden.

Als weitere Besonderheit ist die Durchführung der Vertebroplastie zu bezeichnen, die z.B. bei Knochenmetastasen der Wirbelsäule zur Stabilisierung und zur Schmerztherapie in Zusammenarbeit mit der Unfallchirurgie durchgeführt wird.

Palliativmedizin

Patienten mit unheilbaren Tumorerkrankungen oder anderen weit fortgeschrittenen Erkrankungen haben eine begrenzte Lebenserwartung. In der noch verbleibenden Zeit leiden sie häufig an Symptomen, welche die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können. Der Begriff „Palliativmedizin“ leitet sich von dem lateinischen Wort „pallium = der Mantel“ ab und bedeutet, Leiden zu lindern und den Menschen in seiner Gesamtheit zu betrachten.

Im Mittelpunkt stehen oft die Angst vor starken Schmerzen, Beschwerden bei der Atmung oder der Verdauung und vielfältige andere körperliche Symptome, die sehr belastend sein können. Die Organisation der Pflege, die Begleitung in sozialen Bereichen und Hilfestellungen bei finanziellen Sorgen oder auch Themen aus dem spirituellen Bereich sind jedoch ebenso wichtig.

Um diesem komplexen Gebiet Raum zu geben, haben wir ein Palliativteam unter der Leitung eines Palliativmediziners und Schmerztherapeuten gebildet. Zum Team gehören auch Mitarbeiter der Brückenpflege, der Sozialarbeit, der Physiotherapie, der Seelsorge und natürlich Ärzte und Pflegende der behandelnden Fachabteilung.
Die Aufgabe unseres Teams ist es, gemeinsam mit den Betroffenen und deren Angehörigen einen individuellen Behandlungsplan festzulegen. Die Wünsche der Patienten sind dabei von entscheidender Bedeutung und stehen bei allen Therapiemaßnahmen an erster Stelle.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unter Berücksichtigung der Gesamtsituation die bestmögliche Lebensqualität für unsere Patienten erreichen.

Hyperbare Sauerstofftherapie/ Tauchmedizinische Sprechstunde

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)

Im Klinikum Ludwigsburg kann hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) für Notfall- und Intensivpatienten unter intensivmedizinischen Bedingungen durchgeführt werden. Möglich ist das durch die Kooperation mit dem seit 2014 am Klinikum Ludwigsburg ansässigen Druckkammer-Centrum DCS1.

Indikationen im Bereich Notfall- und Intensivmedizin

  • Nekrotisierende Weichteilinfektionen, Gasbrandinfektion
  • Luft- und Gasembolien
  • Tauchunfall oder Druckluftunfall im Sinne eines Dekompressionsunfalls (DCI)
  • Ausgedehnter/tiefgehender Weichteilschaden (Crush-Verletzung, Kompartmentsyndrom)
  • Kohlenmonoxidvergiftung
  • Lebensbedrohlicher Blutverlust

Merkmale der HBO-Therapie im Klinikum Ludwigsburg

  • Therapie liegend und sitzend
  • Durchgehende Patientenbegleitung durch intensivmedizinisch geschultes Pflege- und ärztliches Personal
  • Kontinuierliches Monitoring der Vitalparameter
  • Möglichkeit der invasiven Druckmessung
  • Beatmungsmöglichkeit non-invasiv und invasiv, spontan und kontrolliert
  • Beatmungsmöglichkeit auch für (Klein-)Kinder
  • Medikamentöse Therapie mit bis zu 6 Perfusoren
  • HBO-Therapie mit Wunddrainagen, Thoraxdrainagen und VAC-Verbänden möglich

 

Kosten der HBO-Therapie

Eine HBO-Therapie wird nur bei ausgewählten Indikationen und Einzelfällen von den Krankenkassen übernommen. Eine Kostenübernahme muss in der Regel in jedem Einzelfall beantragt werden. Im Rahmen des Übernahmegesprächs mit dem zuständigen Hyperbarmediziner wird das dahingehend nötige Procedere besprochen und geklärt.

Eine Indikationsstellung und Übernahme zur HBO erfolgt deswegen immer durch und in Rücksprache mit einem Hyperbarmediziner. Im direkten Arzt-zu-Arzt-Gespräch wird eine Anamnese erhoben, die Indikation zur HBO überprüft und das weitere Procedere besprochen.

 

Anfragen zur HBO-Therapie

Für Anfragen zur HBO-Therapie für Intensiv- und Notfallpatienten kontaktieren Sie bitte die ILS Stuttgart unter der Telefonnummer 0711/19222.

Die ständige Bereitschaft des Druckkammer-Centrum DCS1 wird sich dann unverzüglich mit Ihnen in Verbindung setzen und alles weitere besprechen.

Alle Anfragen die sich nicht auf Notfall- und Intensivpatienten beziehen, richten Sie bitte direkt an das Druckkammer-Centrum DCS1.

 

Kontakt Druckkammer-Centrum DCS1:

DCS1 – Druckkammer Centrum Stuttgart im Klinikum Ludwigsburg

 

Posilipostraße 4

71640 Ludwigsburg

T: 07141-99-68680

F: 07141-99-68689

E: lb.druckkammercentrum(at)klinken-lb.de

 

 

Tauchmedizinische Sprechstunde

Im Klinikum Ludwigsburg besteht eine tauchmedizinische Sprechstunde, angegliedert an die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Betreut werden Sie durch Taucherärzte, die nach der Weiterbildungsordnung der GTÜM e.V. ausgebildet sind und die neben ihrer Tätigkeit im Klinikum Ludwigsburg regelmäßig im Druckkammer-Centrum DCS1 arbeiten.

Informationen zu den tauchmedizinischen Untersuchungen

Das Angebot umfasst

  • Tauchmedizinische Untersuchungen zum Nachweis der Tauchtauglichkeit
  • Ausstellung von Tauchtauglichkeitszertifikaten

Diese Untersuchungen werden nach den Vorgaben der GTÜM e. V. durchgeführt.

Kosteninformation

Eine tauchmedizinische Untersuchung und Ausstellung eines Tauchtauglichkeitszertifikats ist eine privatärztliche Untersuchung, die nicht von der Krankenkasse übernommen wird. Die Abrechnung erfolgt nach den Empfehlungen der GTÜM e.V.

Terminvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die tauchmedizinische Untersuchung bitten wir Sie den Anamnese- und Untersuchungsbogen herunterladen und soweit möglich auszufüllen. Bringen Sie bitte vorliegende medizinische Unterlagen, insbesondere Arztbriefe, Operationsunterlagen, Implantat- und Allergiepässe, Medikamentenpläne und alte Tauchuntersuchungen mit.

Kontakt und Terminvereinbarung

Termine in der tauchmedizinischen Sprechstunde finden nach individueller Vereinbarung statt. Bei Interesse an einer tauchmedizinischen Untersuchung oder tauchmedizinischen Anfragen haben Sie die nachstehenden Kontaktmöglichkeiten.

Zur Vorbereitung auf die tauchmedizinische Untersuchung bitten wir Sie den Anamnese- und Untersuchungsbogen herunterzuladen und soweit möglich auszufüllen. Bringen Sie bitte vorliegende medizinische Unterlagen, insbesondere Arztbriefe, Operationsunterlagen, Implantat- und Allergiepässe, Medikamentenpläne und alte Tauchuntersuchungen mit.

Downloads:

GTÜM-Untersuchungsbogen für Erwachsene

GTÜM-Untersuchungsbogen für Kinder