Klinik für Neurologie in Ludwigsburg

Die Klinik für Neurologie hat 75 Betten. Unsere Patienten werden von 25 Ärzten, 46 Pflegekräften und mehreren Logopädinnen, Ergotherapeutinnen und Physiotherapeuten betreut und behandelt. Darüber hinaus werden etwa 4.000 Patienten ambulant versorgt.

Spezialisierte Fachärzte gewährleisten sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich ein hohes Versorgungsniveau für das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen. Die diagnostische Ausstattung ist auf dem neuesten Stand. In Kooperation mit den Nachbarkliniken, vor allem mit der Klinik für Neurochirurgie und dem Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie, bieten wir nahezu alle modernen Therapieverfahren an.

Kennzahlen

  • Ist-Betten 75
  • Fälle 3.154
  • Case-Mix-Punkte 3.780,795
  • Case-Mix-Index 1,199
  • PCCL/Fall 0,85

Spezialsprechstunden für Patienten mit

  • Kopfschmerzen, Schwindel und Demenz
  • Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur
  • Myasthenia gravis
  • Autoimmunerkrankungen des Nervensystems
  • Multipler Sklerose 
  • Schlafstörungen und Epilepsie
  • Gefäßerkrankungen des Gehirns
  • Tumorerkrankungen des Gehirns (einschl. ambulante Chemotherapie, Immunglobulinund Antikörper-Therapie)

Leistungsspektrum

Schwerpunkte

  • Schlaganfall
  • Autoimmunerkrankungen des Nervensystems (z. B. Multiple Sklerose)
  • Erregerbedingte entzündliche Erkrankungen (z. B. Meningitis, Enzephalitis)
  • Neurodegenerative Erkrankungen (z. B. Parkinson, Alzheimer)
  • Hirn- und Rückenmarkstumoren
  • Epilepsien
  • Kopfschmerzen (z. B. Migräne)
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems (z. B. Polyneuropathie)
  • Neuromuskuläre Erkrankungen (z. B. Myasthenie gravis)
  • Muskelerkrankungen (z.B. Myositis)

Schlaganfallbehandlung

Es kommt auf jede Minute an!

Die Nervenzellen im Gehirn sind ständig auf frischen Sauerstoff und Glukose angewiesen und sofort gefährdet, wenn die Blutzufuhr und damit die Versorgung unterbrochen ist. Der plötzliche Verschluss einer hirnversorgenden Arterie ist ein Notfall.

Symptome eines Schlaganfalls können sein:

  • Halbseitige Lähmungserscheinungen (vollständig oder teilweise)
  • Herabhängender Mundwinkel
  • Halbseitiges Pelzigkeits- oder Taubheitsgefühl (vollständig oder teilweise)
  • Sprach- und Sprechstörungen
  • Unfähigkeit, Gesprochenes zu verstehen
  • Sehstörungen (einäugige Blindheit, Gesichtsfeldausfall, Doppelbilder)

Symptome eines Schlaganfalls (auch vorübergehende) bedeuten einen Notfall!

  • Notruf für Patienten: 112
  • Notruf für Ärzte im Kreis Ludwigsburg: 07141-99-66699 (Notaufnahme im Klinikum)

Schlaganfallbehandlung

In der Notaufnahme unserer Klinik werden die Patienten kurz neurologisch und internistisch untersucht. Anschließend erfolgt eine Computertomographie des Gehirns, die zeigt, ob eine Mangeldurchblutung oder eine Hirnblutung die Ursache der Symptome ist. Wenn ein Patient mit anhaltender Symptomatik und Mangeldurchblutung rechtzeitig in die Klinik gekommen ist und keine gewichtigen Gründe dagegen sprechen, erhält er eine intravenöse Lysetherapie, mit der Blutgerinnsel in verstopften Gefäßen aufgelöst werden. Falls die Computertomographie der Hirngefäße den Verschluss eines großen Hirngefäßes zeigt, erfolgt zusätzlich eine endovaskuläre Thrombektomie, bei der das Gerinnsel über einen Katheter entfernt wird. Patienten mit einer Blutung und Patienten, die die Voraussetzungen für eine Lysetherapie und eine Thrombektomie nicht erfüllen, kommen direkt auf die Schlaganfallstation.

Auf der Schlaganfallstation werden die Patienten rund um die Uhr klinisch überwacht und Blutdruck, Puls, EKG, Atmung, Sauerstoffsättigung und Temperatur kontinuierlich registriert, so dass bedrohliche Veränderungen rasch erkannt und korrigiert werden können. Zum Behandlungsteam gehören besonders ausgebildete Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Logopädinnen und Ergotherapeutinnen. Die möglichen Ursachen des Schlaganfalls werden mit speziellen Herz-, Gefäß- und Laboruntersuchungen abgeklärt. Hierzu erhalten viele Patienten auch eine Kernspintomographie. Bei manchen Patienten werden verengte Gefäße operiert oder mit einem STENT versorgt. 

Die meisten Patienten werden im Verlauf von der Schlaganfallstation auf eine neurologische Normalstation

Behandlungszahlen

2016 wurden in der Neurologischen Klinik 1.733 Patienten mit einem Schlaganfall behandelt: 487 Patienten hatten eine vorübergehende Mangeldurchblutung (TIA), 1158 Patienten eine Mangeldurchblutung des Gehirns mit einem Infarkt und 159 eine Blutung. 235 Patienten erhielten eine intravenöse Lysetherapie, 51 Patienten zusätzlich eine Thrombektomie. 30 weitere Patienten erhielten ausschließlich eine Thrombektomie.

Besonderheiten

  • Überregionale Stroke Unit mit 16 Betten, zertifiziert von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft (Regionaler Schwerpunkt, zertifiziert von der AG baden-württembergischer Schlaganfallstationen)
  • Tumorerkrankungen des zentralen Nervensystems: ambulante und stationäre Chemotherapie, Behandlung von Patienten in enger Kooperation mit der Neurochirurgischen und der Radioonkologischen Klinik im Zentrum für Neuroonkologie
  • Ambulante Immunglobulin- und Antikörper-Therapie bei Patienten mit neurologischen Autoimmunerkrankungen
  • Abklärung neurologischer Schlafstörungen im Schlaflabor