Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin in Ludwigsburg

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin am Klinikum Ludwigsburg ist eine modern ausgestattete Einrichtung zur Behandlung psychischer Störungen.

Die Klinik befindet sich in einem Neubau aus dem Jahre 1994 und ist baulich mit dem Klinikum Ludwigsburg verbunden.

Die Klinik gewährleistet die regionale Vollversorgung für psychiatrische und psychosomatische Patienten aus den Städten Ludwigsburg und Bietigheim und Teilen des Landkreises Ludwigsburg. Der organisatorische Verbund mit dem Klinikum Ludwigsburg und ein umfangreicher Konsildienst anderer Fachgebiete ermöglicht eine unmittelbare und umfassende somatische Diagnostik und bedarfsgerechte medizinische Begleittherapie unserer Patienten.

Kennzahlen

  • Ist-Betten vollstationär 128
  • Ist-Betten teilstationär 48
  • Verweildauer (VD) vollstat. 31,8
  • VD teilstat. 37,4
  • VD Gerontopsych. 26,6
  • VD Psychosom. 30,6

Die Klinik verfügt über ein differenziertes Behandlungsangebot für das gesamte Spektrum psychiatrischer und psychosomatischer Störungen. Der stationäre Bereich der Klinik mit insgesamt 128 Betten gliedert sich in fünf offene allgemeinpsychiatrische Stationen und eine geschützt geführte allgemein-psychiatrische Station (Station U1.R) für akute psychische Störungen mit Eigengefährdung. Auf der Station 2.R werden vorwiegend
privatversicherte Patienten mit unterschiedlichen Störungsbildern behandelt. Weit überwiegend sind die Patienten in 2-Bett-Zimmern untergebracht.

Tageskliniken

  • Psychiatrische Tagesklinik
  • Tagesklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Tagesklinik für Menschen in der zweiten Lebenshälfte (Marbach GP5)
  • Psychiatrische Institutsambulanz

Leistungsspektrum

Schwerpunkte

Die Klinik verfügt über eine differenziertes Behandlungsangebot für das gesamte Spektrum psychiatrischer und psychosomatischer Störungen. Der stationäre Bereich der Klinik mit insgesamt 128 Betten gliedert sich in fünf offene allgemeinpsychiatrische Stationen und eine geschützt geführte allgemein-psychiatrische Station (Station U1.R) für akute psychische Störungen mit Eigengefährdung. Auf der Station 2.R werden vorwiegend privatversicherte Patienten mit unterschiedlichen Störungsbildern behandelt. Weit überwiegend sind die Patienten in 2-Bett-Zimmern untergebracht.

Im stationären Bereich werden insbesondere die folgenden psychischen Störungen behandelt:

  • Affektive Störungen (Depressionen/Manisch-depressive Störungen)
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch Substanzmissbrauch oder -abhängigkeit.
  • Schizophrenie und wahnhafte Störungen
  • Symptomatische psychische Störungen und Demenzen
  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Dissoziative und Somatoforme Störungen
  • Lebenskrisen in Konfliktsituationen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Essstörungen

Darüberhinaus bestehen teilstationäre und ambulante Behandlungsangebote. In einem nahegelegenen historischen Gebäudekomplex befinden sich zwei Psychiatrische Tageskliniken mit einerseits 18 Behandlungsplätzen einer 'Tagesklinik für Menschen in der zweiten Lebenshälfte' und andererseits 15 Plätzen einer 'Psychiatrischen Tagesklinik für Jüngere'. Ergänzend bietet die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) ein ambulantes Behandlungsangebot in erster Linie für länger psychisch erkrankte Menschen bzw. für Menschen in akuten psychischen Krisen an, die ambulant bislang nicht ausreichend und zeitnah versorgt werden konnten.

Stationäre Patienten mit psychischen Störungen, die in den anderen Kliniken und Abteilungen am Klinikum Ludwigsburg oder im Krankenhaus Marbach behandelt werden, können durch einen umfangreichen psychiatrisch-psychosomatischen Konsiliar- und Liaisondienst mitbetreut werden.

Therapieangebote

Psychotherapie

Unter dem Begriff "Psychotherapie" werden sehr unterschiedliche Therapieansätze zusammengefasst. Eine allgemein anerkannte Methode oder Theorie gibt es nicht.

Dennoch hat die Psychotherapieforschung die Wirksamkeit einzelner Psychotherapieverfahren überzeugend nachgewiesen. Die Forschung hat aber auch gezeigt, dass Psychotherapie nicht generell oder gleichgültig, welche therapeutischen Methoden angewandt werden, wirksam ist. Die längst nicht abgeschlossene Entwicklung störungsspezifischer Therapiekonzepte, Leitlinien und Manuale ist als großer Fortschritt anzusehen.

Im Vergleich zu den vielfältigen anderen Therapiemethoden konnte die Verhaltenstherapie bei vielen psychischen Störungen eine Wirksamkeit am besten belegen. Auch deshalb ist das psychotherapeutische Angebot der Klinik vorwiegend verhaltenstherapeutisch ausgerichtet. Auf den einzelnen Stationen werden aber auch tiefenpsychologische und systemische Therapieansätze integriert.

Ein wesentliches Merkmal der Verhaltenstherapie ist ihre enge Verzahnung mit der psychologischen Grundlagenforschung. Deshalb wird die Verhaltenstherapie häufig als aktiver Lernprozess geplant, bei dem nicht nur "geredet" wird. Obwohl die Behandlung in Form von Gesprächen abläuft, richtet sich der Blick immer auf das tatsächliche Leben "draußen". Die Patienten sollen dazu angeleitet werden, konkrete Probleme in ihrer aktuellen Situation zu erkennen und schrittweise zu verändern, bis es ihnen wieder besser geht. Bei manchen Schwierigkeiten, z. B. Ängsten oder Zwängen, kann ein großer Teil der Therapie sogar direkt im Alltagsleben der Patienten erfolgen. Dieses aktive, handlungsorientierte Vorgehen hat den Vorteil, nicht nur für stark vernunftsorientierte Menschen oder für besonders sprachgewandte Personen geeignet zu sein. Wie jede Psychotherapie benötigt die Verhaltenstherapie aber eine gute Beziehung zwischen Therapeut und Patient. Da in der Verhaltenstherapie das Ideal des autonomen, selbstverantwortlichen, mündigen Menschen im Vordergrund steht, sind die Therapieschritte für den Patienten immer nachvollziehbar und transparent.

Literatur

Frederick H. Kanfer & Dieter Schmelzer (2005) Wegweiser Verhaltenstherapie (2. Aufl.). Springer Medizin Verlag Heidelberg

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340
F: 07141-99-67899

Psychopharmakotherapie

Zur Behandlung seelischer Störungen werden seit der Antike und in allen Kulturen psychisch wirksame Substanzen eingesetzt. Medizingeschichtlich kann die moderne Psychopharmakotherapie als Resultat naturwissenschaftlichen Denkens seit dem 19. Jahrhundert verstanden werden.

Die inzwischen enorme praktische Bedeutung der Psychopharmakotherapie wird vor allem daran deutlich, dass Medikamente zur Behandlung psychischer Störungen gegenwärtig (unter Hinzuzählung der Schlaf- und Beruhigungsmittel) den zweiten Platz in der Verordnungshäufigkeit einnehmen 1 . Insbesondere für Antidepressiva ist eine steigende Tendenz zu beobachten.

Dieser breiten Anwendung von Psychopharmaka im klinischen Alltag steht häufig eine zurückhaltende bis ablehnende Haltung in der Öffentlichkeit gegenüber. Mit der Einnahme von Psychopharmaka werden nicht selten eine Beeinträchtigung der Individualität, eine Angst vor Abhängigkeit oder unerwünschte Nebenwirkungen verbunden. Im Gegensatz dazu können auch überhöhte Erwartungen an die Wirksamkeit eines Medikaments bestehen. Der tatsächliche Nutzen bzw. die möglichen Probleme bei der Psychopharmakotherapie werden meist zu wenig erläutert.

Daher verfolgen wir das Ziel, den Patienten unserer Klinik eine rationale Haltung zur Anwendung der meist erfolgversprechenden psychopharmakologischen Therapie zu vermitteln. Es ist uns wichtig, dass die Entscheidung zum Einsatz eines Medikamentes in offener Abwägung zwischen Arzt und Patient erfolgt. Sollte die psychische Störung eine Psychopharmakotherapie mit z. B. Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antipsychotika oder Antidementiva erforderlich machen, werden die Patienten so weit wie möglich über den individuellen Nutzen und die Risiken der medikamentösen Therapie informiert. Auf diese Weise wird die ärztliche Empfehlung zur Anwendung einer Medikation für den Patienten transparent und nachvollziehbar.

1 Schwabe U, Pfaffrath D (2001) Arzneiverordnungsreport 2000. Springer, Berlin Heidelberg New York

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340
F: 07141-99-67899

Kunsttherapie

Die Kunsttherapie ist eine Therapieform, in der verschiedene künstlerische Medien Wie z. B. Malerei, Kollage, Textiles Gestalten oder dreidimensionale Materialien (Ton, Holz und Stein), zum Einsatz kommen.

Sie nutzt Vorgehensweisen, Erkenntnisse und Impulse der bildenden Künste für die Begleitung heilender und entwicklungsfördernder Prozesse. Dabei steht die Verbindung von Wahrnehmung und Gestaltung als Möglichkeit zu sinnlicher und geistiger Erkenntnis im Mittelpunkt.

Sie unterstützt Menschen bei der Entfaltung ihres schöpferischen Potentials und hilft bei der Aktivierung von Selbstheilungskräften und individuellen Bewältigungsformen im Umgang mit Krisen und Krankheit. Die Kunsttherapie orientiert sich an den gesunden Anteilen des Menschen und seinen im gestalterischen und therapeutischen Prozess sichtbar werdenden Ressourcen. Für die Kunsttherapie ist keinerlei künstlerische Vorbildung notwendig.

Schwerpunkte sind

  • Handlungs- und erfahrungsorientierte Prozesse, in denen es um die Stärkung der Ressourcen sowie die Aktivierung verlorengegangener Fähigkeiten geht
  • Ausdrucksorientierte  Ansätze in deren Mittelpunkt die Bearbeitung und Bewältigung belastender Erlebnisse steht
  • Gruppendynamische und soziale  Angebote mit der Zielsetzung aus der Isolation zurück in die Gemeinschaft zu finden
  • Gemeinschaftsprojekte
  • Einzelarbeit, in der spezielle kunsttherapeutische Methoden wie geführtes Zeichnen, Arbeit am Tonfeld, oder  Formenzeichnen zum Einsatz kommen

Kontakt (PIA):

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F: 07141-99-67899

Ergotherapie

Ergotherapie ist eine aktivierende Maßnahme, bei welcher der Patient mit den Händen tätig ist, d.h. seine geistig-seelischen Kräfte werden nicht nur aktiviert, sondern durch das Tun auch körperlich umgesetzt.

Hierfür werden in der Ergotherapie zwei Schwerpunkte angeboten:

Handwerklicher Bereich

Der handwerkliche Bereich hat eine strukturgebende und ichstützende Funktion.

Therapieform

Einzel- und Gruppentherapie

Therapiemittel

Holz-, Flecht-, Leder-, Web- und Specksteinarbeiten

Ziele

  • Förderung lebenspraktischer Fähigkeiten
  • Psychische und physische Belastbarkeit fördern und erproben
  • Ressourcen neu oder wieder entdecken
  • neue Erfahrungen sammeln und integrieren
  • soziale Integration, wie z. B. Kontakt-, Gruppen- und Kritikfähigkeit fördern
  • Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Verbesserung von Konzentration, Merkfähigkeit, Wahrnehmung, Ausdauer und Sorgfalt

Gestaltungstherapeutischer Bereich

Der gestaltungstherapeutische Bereich hat die Funktion, die Motivation und Freude am eigenschöpferischen Gestalten wieder zu erwecken. In einer geschützten Atmosphäre hat der Patient die Möglichkeit, seine Gefühle, Stimmungen und Phantasien bildhaft oder plastisch auszudrücken.

Therapieform

Einzel- und Gruppentherapie

Therapiemittel

Farben, Ton, Collagen, Naturmaterialien

Ziele

  • spielerischen Umgang mit gestalterischen Materialien fördern
  • Wahrnehmen von eigenen Bedürfnissen und Gefühlen fördern
  • Konstruktive und schöpferische Auseinandersetzung mit Gefühlen, Stimmungen und Phantasien ermöglichen
  • Aktivierung und Integration neuer seelisch-geistiger Entwicklungsprozesse
  • Förderung der sinnlichen Wahrnehmung und der emotionalen Erlebnis- und Beziehungsfähigkeit
  • Stärkung eines gesunden Ich-Bewußtseins und Selbstwertgefühls
  • Soziale Integration und Kontaktfähigkeit fördern
  • Förderung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Förderung von Kritikfähigkeit und Frustrationstoleranz
  • Förderung des Realitätsbezuges
  • Förderung von Konzentration, Geduld und Ausdauer

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340

F: 07141-99-67899

Musiktherapie

Allgemeines

Musik kann Emotionen wecken oder verstärken, kann den Menschen aktivieren oder beruhigen, kann strukturieren oder entspannen.

Diese Eigenschaften macht sich die Musiktherapie zu Nutze, um einerseits die Möglichkeit zu geben, auf der nicht-sprachlichen Ebene bisher unausgesprochene Emotionen zum Ausdruck zu bringen oder aber Dinge in sich wahrzunehmen, die bisher verborgen waren. Das Singen aktiviert den Organismus, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und ruft Erinnerungen wach. Es hat eine befreiende und anregende Wirkung.

Ziele

Die Ziele der Musiktherapie sind vielfältig und richten sich nach der jeweiligen Problematik:

  • Aktivierung eigener Ressourcen
  • Entspannung
  • Innere Strukturierung und Stabilisierung
  • Selbst- bzw. Fremdwahrnehmung
  • Förderung der Kommunikations- und Kontaktfähigkeit
  • Entwicklung der eigenen Abgrenzungs- bzw. Anpassungsfähigkeit
  • Spielerisches Erproben neuer Verhaltensweisen und Bewältigungsstrategien

Vorgehensweise

Die Musiktherapie findet je nach Indikation in Gruppen- und/ oder Einzelsitzungen statt.

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340

F: 07141-99-67899

Bewegungstherapie

Was ist Bewegungstherapie?

Die Bewegungstherapie bietet eine Möglichkeit, sich selbst in einem geschützten Rahmen in der Bewegung  oder in der Gruppe, zu erleben.

Es können neue Bewegungserfahrungen gemacht oder an alte Erfahrungen angeknüpft werden, um damit sich  und seinen Körper (wieder) besser kennen und spüren zu lernen. So  kann eine Basis für die eigene Genesung geschaffen werden.

Warum Bewegungstherapie?

Viele psychiatrische Erkrankungen finden auch Ausdruck in körperlichen Empfindungen und der Körpersprache. Der Verlust des inneren Gleichgewichts oder Angst können sich z. B.  in Schwindel ausdrücken. Kraftlosigkeit, Schwere oder auch Unruhe und Anspannung treten im Verlauf von verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen auf. Auch Schmerzen, die durch die psychische Befindlichkeit verursacht werden, sind ein häufiges Symptom. Die Bewegungstherapie möchte solche Zusammenhänge im geschützten Rahmen erfahrbar machen und Raum bieten für neue Erlebnisse und andere Lösungen. Insgesamt möchte die Bewegungstherapie wieder Freude an der Bewegung vermitteln und zu einem bewegungsaktiven Lebensstil ermutigen.

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340
F: 07141-99-67899

Arbeitstherapie

Im Auftrag der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH führt die Reha-Werkstatt der Theo-Lorch-Werkstätten gGmbH am Standort Hohenzollernstrasse arbeitstherapeutische Maßnahmen für stationäre Patienten der Psychiatrischen Klinik durch.

Mit dem Schwerpunkt der medizinischen Erfordernisse wird dadurch außerhalb der Klinik eine Belastungserprobung in alltagsnahen Arbeitsprozessen in den Bereichen von Montage, Verpackung und Metallverarbeitung ermöglicht. Eine individuelle Begleitplanung mit regelmäßiger Rückmeldung über die persönliche Entwicklung durch Fachpersonal ist selbstverständlich.

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340
F: 07141-99-67899

Alliance Psychoedukations-Programm© - mit Schizophrenie leben

Die Krankheit Schizophrenie gehört zu den schwerwiegendsten psychischen Störungen. Die Erkrankung greift tief in das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen ein.

Das Alliance Psychoedukations-Programm© verfolgt daher als mehrwöchiges gruppentherapeutisches Angebot unserer Klinik das Ziel, umfassend über die Erkrankung Schizophrenie zu informieren, die drängenden Fragen der Betroffenen zu beantworten und Ratschläge von praktischer Bedeutung zu geben. Das Alliance Psychoedukations-Programm© wurde in enger Zusammenarbeit mit Menschen, welche die Schizophrenie aus eigener Erfahrung kennen, ihren Angehörigen und medizinisch Tätigen entwickelt und wird wissenschaftlich von der Technischen Universität München begleitet. Das Alliance Psychoeduktions-Programm© wird derzeit an über 175 psychiatrischen Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schizophrene Patienten angeboten.

Weitere Informationen

mit Schizophrenie leben. Informationen für Patienten und Angehörige

Dr. Werner Kissling & Dr. Gabriele Pitschel-Walz

Schattauer Verlag 2003, Stuttgart

ISBN 3-7945-2245-1

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340

F: 07141-99-67899

Tanztherapie

Die Tanztherapie als eine Form bewegungsorientierter und künstlerischer Psychotherapie macht sich die uralte Heilkraft des Tanzes zu nutze. Nicht die Erlangung festgelegter tänzerischer Formen ist das Ziel, sondern die authentische, eigen- schöpferische Bewegung. Schon seit jeher lag die heilende Kraft des Tanzes im ursprünglichen Selbstausdruck und der zwischenmenschlichen Bewegung in der Gemeinschaft.

Einige psychiatrische Erkrankungen haben zur Folge, dass der/ die Einzelne den Kontakt zu sich und seiner Umwelt verliert. Hier ist das Ziel der Tanztherapie, wieder in einen lebendigen Austausch mit sich und seiner Umwelt zu gelangen.

Der Tanz und die Bewegung in der Gruppe bietet vielfältige Möglichkeiten des Kontaktes und einen Rahmen zur Bearbeitung von Beziehungsthemen wie z.B. Nähe und Distanz, sich aufeinander beziehen und Kommunikation. Besonders Partner und Gruppentänze wirken beziehungsfördernd und können ein Gemeinschaftserlebnis vermitteln. Der Einsatz von Medien, wie z.B. Tücher und Bälle fördert darüber hinaus die Kreativität der Patienten und ermöglicht eine Erweiterung des Bewegungshorizontes.

Insgesamt wecken Tanz und Bewegung Lebensfreude und Kreativität und wirken somit aktivierend und motivierend.

In der Klinik wird die Tanztherapie als Gruppentherapie und Einzeltherapie angeboten.

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340
F: 07141-99-67899

Elektrokonvulsionstherapie (EKT)

Die EKT ist ein Verfahren zur elektrischen Hirnstimulation unter Kurznarkose Sie ist die wirksamste Behandlungsmethode bei depressiven Erkrankungen, insbesondere auch bei wahnhaften Formen der Depression. Darüber hinaus stellen Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis eine Behandlungsindikation dar. Die gute Verträglichkeit und Sicherheit der EKT mit raschem Wirkeintritt im Vergleich zu einer Medikation macht sie auch bei körperlich Schwerkranken und bei schwangeren Patientinnen zu einer bevorzugten Therapieoption.

In unserer Klinik wird die EKT seit 1979 praktiziert. An der wissenschaftlichen Weiterentwicklung mit resultierender hoher Akzeptanz der Methode in der klinischen Psychiatrie sind wir seit Jahren beteiligt. Aufgrund der engen Kooperation mit der anästhesiologischen Abteilung und den fachlichen und räumlichen Möglichkeiten können wir ein optimales Behandlungssetting bieten.

Kontakt (PIA):

T: 07141-99-94340
F: 07141-99-67899

Psychiatrische Tagesklinik

Im historischen Gebäude des „Königlichen Garnisonslazaretts“ in der Königsallee in Ludwigsburg sind zwei Psychiatrische Tageskliniken als teilstationäre Einrichtungen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin untergebracht. Umgeben von einem kleinen Park befinden sich hier 15 Behandlungsplätze der „Psychiatrischen Tagesklinik für Jüngere“ und 18 Behandlungsplätze der „Tagesklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“.

Psychiatrische Tagesklinik für Jüngere (Station 0.T)

Für psychisch erkrankte Menschen ab dem 18. Lebensjahr aus Ludwigsburg und der näheren Region, für die einerseits eine ambulante Behandlung nicht ausreicht, andererseits aber eine vollstationäre Therapie nicht nötig ist, kann die teilstationäre Behandlung in der Psychiatrischen Tagesklinik für Jüngere ein sinnvoll ergänzendes therapeutisches Angebot sein. Aufgenommen werden Männer und Frauen mit allen Erscheinungsformen psychischer Störungen und Menschen in Krisensituationen. Ausgenommen sind lediglich Patienten mit akuter Suizidalität, im Vordergrund stehender Suchtproblematik und schwer geistig behinderte Patienten.

Die Anmeldung kann über niedergelassene Ärzte, die Psychiatrische Institutsambulanz oder über die Stationen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin erfolgen. Vor der tagesklinischen Aufnahme werden in einem Vorgespräch die Indikation und Zielsetzung der teilstationären Behandlung abgeklärt. Das Therapieangebot an Wochentagen in der Behandlungszeit zwischen 08:00  und 16:00 Uhr umfasst neben einer modernen psychiatrisch-psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlung auch ergänzende kreative Gruppentherapien (z. B. Kunst- und Ergotherapie, Musiktherapie, Bewegungstherapie), psychoedukative (z. B. Psychoedukation für schizophrene Patienten) und soziotherapeutische Angebote.

Kontakt

Station 0.T
Königsallee 59/3
71638 Ludwigsburg
T: 07141-99-65340

Info-Flyer: 
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin

Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Im Juli 2003 wurde die Psychiatrische Institutsambulanz am Klinikum Ludwigsburg als Ergänzung zum bisherigen stationären und teilstationären Angebot der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin eröffnet.
Das Behandlungsangebot der Institutsambulanz richtet sich in ersten Linie an psychisch erkrankte Menschen, für die der Zugang zu den bestehenden ambulanten Versorgungsmöglichkeiten erschwert ist und die aufgrund der Art, der Schwere oder der Dauer ihrer Erkrankung ein besonderes, krankenhausnahes ambulantes Versorgungsangebot benötigen.

Hauptaufgabe der Institutsambulanz ist es, Krankenhausaufnahmen zu vermeiden, stationäre Behandlungszeiten zu verkürzen und die soziale Reintegration psychisch kranker Menschen zu unterstützen und zu optimieren.

Spektrum psychischer Krankheiten

Die Psychiatrische Institutsambulanz ermöglicht im Rahmen der oben genannten Zugangsmöglichkeiten eine rasche Diagnostik und Therapie für Menschen mit Erkrankungen aus dem gesamten Spektrum psychischer Krankheiten:

  • Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis
  • Abhängigkeitserkrankungen
  • Affektive Erkrankungen (Depressionen/Manien)
  • Angst- und Zwangserkrankungen mit schwerer Verlaufsform
  • Lebenskrisen in Konfliktsituationen
  • Psychische Erkrankungen im höheren Lebensalter
  • Schwere Persönlichkeitsstörungen
  • Kombinationen psychischer Erkrankungen

Psychosomatische Tagesklinik

Unsere Tagesklinik ergänzt mit 15 Behandlungsplätzen das therapeutische Angebot der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin am Klinikum Ludwigsburg und befindet sich im historischen Gebäude des „Königlichen Garnisonslazaretts“ in der Königsallee. 

Bei uns findet tagsüber eine intensive Behandlung statt, abends und am Wochenende sind Sie zu Hause.

Kontakt

Station 0.U
Königsallee 59/2
71638 Ludwigsburg
T: 07141-99-65360

Info-Flyer:
Tagesklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Was bieten wir Ihnen?

Die Behandlung wird geleistet von Ärzten, Psychotherapeuten, Krankenpflegepersonal und Spezialtherapeuten (Kunst-, Bewegungs-, Physio- und Musiktherapie). Sie werden von einem Bezugstherapeuten (Arzt oder Psychotherapeut) und einem Co-Therapeuten (Krankenpflegepersonal) betreut.

Das Angebot umfasst Einzel- und Gruppentherapie sowie eigenständige Aktivitäten oder Übungen. Die Behandlungsdauer umfasst üblicherweise 8 Wochen und die Therapie findet Montag bis Freitag von 08:00 bis 16:00 Uhr statt.

Welche Behandlungen bieten wir Ihnen?

Wir arbeiten in der Tagesklinik mit einem kompakten, verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Behandlungskonzept. Dieses besteht aus einzeltherapeutischen Gesprächen und verschiedenen Gruppenangeboten. Damit liegt eine umfangreiche Behandlung vor, die über die Möglichkeiten und Intensität einer ambulanten Therapie hinausgeht. 
Natürlich stehen Ihnen auch alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten des Ludwigsburger Klinikums zur Verfügung. 
Damit Ihnen der Bezug zum Alltag nicht verloren geht, können Sie zudem in Ihrem bestehenden Umfeld Probleme angehen und so schneller wieder in Ihr Familien- und Berufsleben zurückfinden.

Wie sieht der genaue Therapieplan aus?

Unser Angebot umfasst verschiedene Behandlungsbausteine. Ihr individueller Therapieplan wird nach einer genauen Analyse Ihrer Problematik und Ihrer persönlichen Ziele festgelegt.

Entsprechend dieser Therapieplanung stehen Ihnen dann  folgende Behandlungsbausteine zur Verfügung:

  • Einzel- und Angehörigengespräche
  • Gruppentherapien (Soziales Kompetenztraining, Achtsamkeit, Psychophysiologische Gruppe v.a.)
  • Bezugspflegegespräche
  • Entspannungstherapie und Biofeedback
  • Kunst-, Musik-, Bewegungs- und Physiotherapie
  • Beratung bei sozialen und beruflichen Problemen

Sie werden darüber hinaus angeregt, in freien Zeiten eigenständig Verhaltensübungen, Angstübungen oder Eigenaktivitäten durchzuführen.

Wie kommen Sie zu uns?

Sie kommen zu einem Vorgespräch zu uns. Hier haben Sie die Möglichkeit sich über unsere Klinik und unser Behandlungsangebot zu informieren. Gleichzeitig können sich die Behandler ein Bild von Ihren Schwierigkeiten machen und die Behandlungsindikation klären. 

Wenn eine tagesklinische Behandlung bei Ihnen angezeigt ist, erhalten Sie einen Platz auf der Warteliste und werden über die Wartezeit informiert. 

Einen Termin für ein Vorgespräch können Sie oder Ihr Arzt telefonisch unter der nebenstehenden Rufnummer vereinbaren. Bitte bringen Sie zum Vorgespräch einen Einweisungsschein mit.

Wen behandeln wir?

Unser Behandlungskonzept richtet sich an Patienten mit:

  • Belastungs- und Anpassungsstörungen
  • somatoforme Störungen (körperlich nicht ausreichend erklärbare Symptome)
  • somatoforme Schmerzstörungen (körperlich nicht ausreichend erklärbare chronische Schmerzen)
  • körperliche Erkrankungen mit behandlungsbedürftigen psychischen Einflussfaktoren oder Folgeprobleme
  • Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
  • Angst- und Panikstörungen
  • depressive Störungen (insbesondere in Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen oder somatischem Syndrom)
  • dissoziative Störungen (scheinbar unerklärliche Lähmungen, Gefühlsstörungen u.ä.)

Unser Angebot ist für Sie nicht hilfreich, wenn eine der folgenden Diagnosen auf Sie zutrifft:

  • Psychose
  • akute Abhängigkeitserkrankung (Alkohol, Drogen, Medikamente); bei einer Alkohol- oder Tablettenabhängigkeit sollte eine mindestens einjährige Phase der Abstinenz nachgewiesen sein
  • akute Suizidalität
  • Essstörungen
  • Persönlichkeitsstörung mit schweren Selbstverletzungen
  • psychische Erkrankungen mit nachweisbarer Ätiologie in einer zerebralen Erkrankung, Hirnverletzung oder Hirnfunktionsstörung (z. B. Demenzen)

So finden Sie uns

vom Bahnhof aus:

  • zu Fuß in 15 Minuten
  • mit dem Bus der Linie 421 (Richtung Ossweil Süd Mehrzweckhalle) von Haltestelle 6 bis Haltestelle Arbeitsamt
  • mit dem Fahrzeug (kostenpflichtige Parkplätze in den umliegenden Straßen)

Tagesklinik für Menschen in der zweiten Lebenshälfte (Marbach GP5)

In der Tagesklinik für Menschen in der zweiten Lebenshälfte werden Menschen ab 50 Jahren mit psychischen und psychosomatischen Störungen behandelt. Häufige Aufnahmegründe sind Depressionen, Antriebs- und Schlafstörungen, Ängste, Gedächtnisprobleme, Schmerzsyndrome, Wahrnehmungsstörungen und Konfliktsituationen. Ziel der tagesklinischen Behandlung ist eine Linderung dieser Beschwerden und damit eine Steigerung der Lebensqualität. Die Behandlung in der Zeit von Montag bis Freitag von 08:30 - 15:30 Uhr sieht die Teilnahme an einem intensiven und vielfältigen Therapieangebot vor. Daher können Patienten, die an der Therapieteilnahme z. B. durch Bettlägerigkeit, schwere Orientierungsstörungen oder andere Gründe gehindert wären, nicht in der Tagesklinik behandelt werden. Die tagesklinische Behandlung umfasst eine vollständige medizinische und neuropsychologische Diagnostik als auch medikamentöse Therapie sowie psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche, Kunst- und Ergotherapie, Musik-, Tanz- und Bewegungstherapie sowie vielfache weitere Gruppenangebote (z. B. Kognitives Training, Haushaltstraining, Außenaktivitäten). Zusätzlich ist eine Beratung der Angehörigen in sozialen Fragestellungen durch den Sozialdienst der Tagesklinik möglich. Die Abende, Wochenenden und Feiertage verbringen die Patienten in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung. Die Wegstrecke in die Tagesklinik wird üblicherweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder bedarfsweise mit dem Taxi zurückgelegt, wobei die Fahrtkosten in der Regel von den Krankenkassen übernommen werden.

Die Aufnahme in die Psychiatrische Tagesklinik erfolgt nach ärztlicher Einweisung und einem Vorgespräch, in welchem die Patienten und Angehörigen über die tagesklinischen Therapieangebote informiert werden, es gleichzeitig aber auch den Behandlern möglich ist, sich ein Bild von den Schwierigkeiten des Patienten zu machen und in gemeinsamen Überlegungen die Ziele der tagesklinischen Behandlung abzustimmen. Ein unverbindliches Kennenlernen ist auch bei einer offenen Kaffeerunde am Freitagnachmittag nach Anmeldung möglich.

Kontakt

Ärztehaus Panorama-Gesundheitszentrum
Panoramastraße 9/1
71672 Marbach
T: 07144-101-59460

Info-Flyer:
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin