Klinik für Innere Medizin und Geriatrie in Marbach

Die Klinik für Innere Medizin und Geriatrie ist eine Klinik der internistischen Grundversorgung und den Schwerpunkten Gastroenterologie und Geriatrie.

Wir gewährleisten die medizinische Versorgung für ein breit angelegtes Erkrankungsspektrum internistischer Erkrankungen überwiegend des Magen-Darm-Traktes, des Herz-Kreislaufsystems, der Lunge, der Nieren, des Bewegungsapparats, bei akuten Infektions- oder Stoffwechselerkrankungen sowie Tumorerkrankungen. Darüber hinaus gewährleisten wir eine 24-Stunden Notfallversorgung für die Bevölkerung von Marbach und der umliegenden Region.

Mit der Abteilung für Akutgeriatrie wird ein zusätzlicher Schwerpunkt auf die akutmedizinische und rehabilitatitve Versorgung älterer Menschen mit akuten Erkrankungen oder einer Verschlechterung ihrer schon bestehender Leiden gelegt.

Kennzahlen

  • Ist-Betten 58
  • Fälle 1.898
  • Case-Mix-Punkte 1.659,508
  • Case-Mix-Index 0,874
  • PCCL/Fall 1,54

Hierfür steht vor Ort ein interdisziplinäres ärztliches Team bestehend aus Fachärzten für Innere Medizin, Geriatrie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Gastroenterologie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Sozialmedizin, Neurologie, Psychiatrie sowie speziell geschulten Pflegekräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, Ernährungsberatung, Diabetesberatung und Sozialdienstmitarbeitern zur Verfügung.

Sollten weitere spezialisierte Untersuchungen erforderlich werden, die vor Ort nicht verfügbar sind, kann dies zeitnah in einem entsprechend qualifizierten Krankenhaus der Kliniken-gGmbH erfolgen. Durch unsere umfassende EDV-Vernetzung einschließlich eines gemeinsamen digitalen Röntgen-Archivs sind hier optimale Voraussetzungen für eine gute Kommunikation gegeben.

Leistungsspektrum

Akutgeriatrie

Das Lebensalter der Bevölkerung ist in den vergangenen Jahren zunehmend gestiegen.
Achtzig und älter zu sein ist heute nichts Besonderes. Dies bringt mit sich, dass ältere Menschen häufig an einer wachsenden Zahl von Erkrankungen, Beschwerden und Behinderungen leiden. Zusätzliche akute Erkrankungen können dann dazu führen, dass sie Ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen können.
Speziell für diese Patientengruppe wurde ein behindertengerechter Stationsbereich konzipiert.

Ganzheitlicher Behandlungsansatz

Unser Augenmerk richtet sich nicht nur auf ein Organ oder Organsystem, sondern auf den ganzen Menschen. Berücksichtigt werden dabei vorhandene körperliche, geistige und psychische Fähigkeiten und das soziale Umfeld des älteren Menschen.

Am Anfang steht deshalb eine ausführliche Befragung des Patienten, gegebenenfalls auch der Angehörigen, gefolgt von einer Reihe funktioneller Untersuchungen wodurch das Ausmaß bestehender Einschränkungen beurteilt werden kann.

Um bleibenden Funktionsverlust vorzubeugen, beginnen wir parallel zur akutmedizinischen Versorgung so früh wie möglich mit strukturierten, mobilisierenden Maßnahmen in einem multidimensionalen  Therapieansatz. Neben der aktivierend-therapeutischen Pflege durch besonders geschultes  Pflegepersonal, erfolgt der teamintegrierte Einsatz von mindestens zwei der folgenden drei  Therapiebereiche unter fachärztlicher Behandlungsleitung:

  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie

Ernährungs- und Sozialarbeiter sowie die Klinikseelsorge sind mit ihrer Fachkompetenz weitere wichtige Berufsgruppen in diesem interdisziplinären Team.

Bedarfweise bieten wir auf allen nichtgeriatrischen Bereichen eine konsiliarische Untersuchung und geriatrische Mitbetreuung an. Um den Patienten auch bei bleibenden Beeinträchtigungen die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen, ist ein weiterer Schwerpunkt die Angehörigen-Anleitung unter Einbeziehung
spezieller Methoden wie Bobath und Kinaesthetics.
Zusätzlich werden die Mitarbeiter durch ehrenamtliche Helfer unterstützt, die eng in die Arbeit  eingebunden sind und für den Patienten ein Mehr an persönlicher Zuwendung bedeuten.

Behandlungsziel

Ziel unserer Behandlung ist es, die Selbstständigkeit des Patienten wiederherzustellen, seine Lebensqualität zu verbessern und mit bleibenden Einschränkungen im häuslichen Umfeld  zurechtzukommen.
Dies schließt auch ein differenziertes Entlassmanagement sowie eine Hilfsmittelanpassung mit ein.

Gastroenterologie

Einer unserer Schwerpunkte liegt in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, von Leber-, Galle- und Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen. 
Hierzu stehen moderne Endoskope und ein APC-Beamer zur Verfügung und  ermöglichen vielfältige diagnostische und therapeutische Möglichkeiten:

Videoendoskopische Untersuchung von Speiseröhre-Magen-Zwölffingerdarm (Ösophago-Gastro-Duodenoskopie), Dickdarmspiegelung (Koloskopie), Video-Schluckendoskopie, Virtuelle Chromoendoskopie, verschiedene Blutstillungsverfahren, Ligatur von Ösophagusvarizen, Polypektomie und Mukosektomie, PEG-Anlage und die Dünndarm-Kapsel-Endoskopie.

Unserer moderne Ultraschallgeräteausstattung ermöglicht  B-Bild-Sonographien aller Bauchorgane inklusive Doppler-Duplexsonographien der Gefäße sowie Kontrastmitteluntersuchung von Einzelorganen. Bei entsprechender Fragestellung  führen wir sonographiegesteuerte Punktionen von Einzelorganen oder Raumforderungen zur Gewebegewinnung für weiterführende histologische/zytologische Untersuchung durch.  

In Kooperation mit dem Klinikum Ludwigsburg können auch ERCP´s, Doppelballonenteroskopien und Endosonographien durchgeführt werden.

Ambulantes Angebot

Magenspiegelung:

  • Voraussetzung: mindestens sechs Stunden vorher nüchtern bleiben
  • Gültiger Überweisungsschein eines niedergelassenen, endoskopisch tätigen Arztes
  • Bereits bei der telefonischen Voranmeldung sollte mitgeteilt werden, ob Medikamente zur Blutverdünnung eingenommen werden
  • Wenn eine Helicobacter pylori-Testung durchgeführt werden soll, sollten vier Wochen vor der Untersuchung keine speziellen säurehemmenden Medikamente (Protonenpumpenhemmer) eingenommen werden.

Darmspiegelungen:

  • Diese sind mit Überweisung jedes niedergelassenen Arztes möglich, ausgenommen hiervon ist jedoch die reine Vorsorgekoloskopie ohne Beschwerden.
    Die Patienten werden einige Tage vor der Untersuchung zu einem Vorgespräch einbestellt. Hier werden der Untersuchungsablauf und die Abführmaßnahmen erklärt. Sie sollten eine Liste ihrer Medikamente mitbringen.

Atemteste:

  • Indikation:  V. a. Laktoseintoleranz, Fruktoseunverträglichkeit, Verdacht auf bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
  • Voraussetzung: Gültiger Überweisungsschein von einem niedergelassenen endoskopisch tätigen Arzt
  • Weitere Vorbereitungen werden mit dem Patienten bei der telefonischen Anmeldung mitgeteilt.

Ultraschalluntersuchungen:

  • Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums, Schilddrüsen-Sonographie, Sonographie der Lymphknotenstationen
  • Doppler-/Duplexsonographien von den Bauchgefäßen, Nierenarterien, Halsgefäße, Beingefäße
  • Kontrastmittelsonographien.

    Voraussetzung: Gültiger Überweisungsschein von einem niedergelassenen, endoskopisch tätigen Arzt.

Sonographisch gesteuerte Leberpunktionen:

  • Voraussetzungen: 6 Stunden nüchtern, gültiger Überweisungsschein von einem niedergelassenen, endoskopisch tätigen Arzt, intakte Blutgerinnung
  • Anschließende Überwachung für ca. vier Stunden, bevor der Patient wieder nach Hause gehen kann
  • Werden Medikamente zur Blutverdünnung eingenommen, sollte dies bitte bereits bei der telefonischen Anmeldung mitgeteilt werden.

 

Für die  Magen und Darmspiegelung gilt:

Wünscht der Patient eine sogenannte „Schlafspritze“ für die Untersuchung darf am Untersuchungstag kein Fahrzeug führen. Er sollte am besten von einem Angehörigen in der Klinik abgeholt und Zuhause weiter beaufsichtigt werden.

Stationäres Angebot

Weitere Untersuchungen, die nur unter stationären Bedingungen durchgeführt werden:

  • PEG-Anlagen:
    Wichtige Voraussetzung hierfür ist ebenfalls eine intakte Blutgerinnung und der Ausschluss einer akuten Infektion.
    Bei selbst nicht einwilligungsfähigen Patienten muss eine gültige Vollmacht oder Betreuung vorgelegt werden.

In Kooperation mit der Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Diabetologie und Infektiologie Ludwigsburg werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • ERCP:
    Spiegelung von Gallengängen und Gängen der Bauchspeicheldrüse
  • Dünndarmendoskopie: 
    Spiegelung des 3-4 m langen Dünndarms
  • Kapsel-Endoskopie:
    Untersuchung des Dünndarms mittels einer Videokapsel, die den Dünndarm passiert und dort Bilder anfertigt, die auf einen externen Datenträger übertragen werden und anschließend auf einem Computer betrachtet und ausgewertet werden können
  • Endosonographien.

Allgemeininternistische Erkrankungen

Die häufigsten, in unserem Krankenhaus behandelten allgemeininternistischen Erkrankungen:

  1. Herz-Kreislauferkrankungen: hierzu gehören vor allem die Koronare Herzkrankheit, Rhythmusstörungen, Herzschwäche, Bewusstseinsstörungen, Durchblutungsstörungen
  2. Infektionserkrankungen:
    Insbesondere Atemwegsinfekte, Magen-Darm-Infekte, Infektionen der Harnwege, Wundrosen, Weichteilinfekte; infektiöse Leberentzündungen
  3. Magen-Darm-Erkrankungen:
    Magen-Darm-Blutungen, Entzündungen und Geschwüre des Magen-Darm-Traktes, Krampfadern der Speiseröhre, Tumorerkrankungen,  Gallenstein- leiden, akute und chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüsen, Leberkrankungen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, funktionelle  Magen- und Darmbeschwerden, Zöliakie, Durchfallerkrankungen
  4. Tumorerkrankungen:
    vor allem Tumore von Speiseröhre, Magen, Darm, Gallenblase/ -wege, aber auch Tumore des Rippfells, bösartige Erkrankungen des lymphatischen Gewebes und bösartige Bluterkrankungen
  5. Schlaganfallerkrankungen:
    siehe Frühmobilisation nach Schlaganfall
  6. Stoffwechselerkrankungen:
    vor allem Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkankungen, Fettstoffwechselstörungen
  7. Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis

Untersuchungsmethoden

Folgende Untersuchungsmethoden stehen uns hierfür zur Verfügung:

  1. Labordiagnostik
  2. Röntgendiagnostik:
    die Röntgendiagnostik im Krankenhaus Marbach erfolgt fachgebunden. Es steht uns eine moderne digitale Röntgenanlage zur Verfügung. Weiterführende Spezialuntersuchungen (z. B. CT, MRT, Angiografie) werden in der Regel im Klinikum Ludwigsburg durchgeführt
  3. Ultraschalluntersuchungen:
    • Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums, Schilddrüsen-Sonographie, Sonographie der Lymphknotenstationen
    • Doppler-/Duplexsonographien von den Bauchgefäßen, Nierenarterien, Halsgefäße, Beingefäße
    • Kontrastmittelsonographien
    • Ultraschalluntersuchung des Herzens (transthorakal und tranösophageal).
  4. Punktionen:
    • sonographisch gesteuerte Punktionen von Raumforderungen
    • Punktionen von Bauchwasser und Rippfellwasser.
  5. Beckkammpunktionen
  6. Endoskopische Leistungen: siehe Schwerpunkt Gastroenterologie
  7. Weiterführende Untersuchungen des Herzens (v. a. Herzkatheteruntersuchung, Behandlung komplexer Rhythmusstörungen. Schrittmacherkontrollen und -anlagen) werden in der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie und internistische Intensivmedizin des Klinikum Ludwigsburgs durchgeführt.