Abteilung Unfallchirurgie

Die Chirurgische Klinik der Enzkreis-Kliniken Mühlacker ist eine Einrichtung der Grund- und Regelversorgung mit 70 Planbetten und unterteilt in die Abteilungen Orthopädie/Unfallchirurgie und Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der organisatorischen Gesamtleitung von Dr. med. univ. Mascha Trojer. Die Allgemein- und Viszeralchirurgie wird von Prof. Dr. med. Thomas Schiedeck geleitet. 

Zur qualifizierten Betreuung der Patienten stehen 12 ärztliche und 62 pflegerische Mitarbeiter zur Verfügung.

In unserer Klinik werden jährlich ca. 3.000 stationäre und ca. 15.000 ambulante Patienten behandelt. Hierzu stehen insgesamt sieben erfahrene Fachärzte für Chirurgie und eine moderne Ausstattung zur Diagnostik und Therapie der chirurgischen Erkrankungen bereit.

Täglich finden Sprechstunden für ambulante Patienten statt, die von den genannten Fachärzten bestritten werden; der Schwerpunkt dieser Sprechstunde liegt naturgemäß jeweils auf einem anderen Gebiet, mit dem wir der zunehmenden Spezialisierung in der Chirurgie Rechnung tragen.

Arthroskopische Operationen

Von großer Bedeutung sind auch die arthroskopischen Operationsverfahren, hier vor allem am Kniegelenk, wobei auch eine differenzierte Therapie im Bereich der Schulter mit endoskopischen Stabilisierungsoperationen sowie arthroskopischer subacromialer Dekompression angeboten werden.

Knie

  • Meniscusoperationen
  • Kreuzbandersatzplastiken
  • arthroskopische Arthrosetherapie

Schulter

  • Arthroskopische Stabilisierungsverfahren bei Luxationen und Labrumabrissen
  • Subacromiale Dekompression bei chronischem Impingement
  • Chirurgie der Rotatorenmanschette - Ellbogen- und Schultergelenk

Alterstraumatologie

Interdisziplinäres Behandlungskonzept von älteren Patienten in der Orthopädie und Unfallchirurgie


Ein Stolpersturz ist schnell geschehen. Das Risiko, dabei einen Knochenbruch zu erleiden, ist bei älteren Menschen erhöht. Besonders betroffen sind der Oberschenkel und Unterarm.

Auch Verschleißerscheinungen (Arthrose) von Knie- und Hüftgelenk machen häufig einen Gelenkersatz notwendig.

Dabei erfordert die Behandlung von geriatrischen Patienten intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit. Wir berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse im Alter und arbeiten Hand in Hand, um Ihre Genesung bestmöglich zu unterstützen.

Warum eine Spezialisierung in Altertraumatologie?

  • Ältere Patienten (ab ca. 70 Jahren) weisen häufig mehrere Begleiterkrankungen auf, die adäquat mitbehandelt werden müssen. Die enge Kooperation zwischen Chirurgen und Geriatern ermöglicht es, auf diese speziellen Herausforderungen zu reagieren.
     
  • Es bedarf spezieller Operationsverfahren und Implante, einen osteoporotischen Knochenbruch ausreichend zu stabilisieren und eine frühe Mobilisation zu  ermöglichen.
     
  • Das Delir (akuter Verwirrtheitszustand) ist eine ernstzunehmende Erkrankung des älteren Menschen, die bereits vor einer Operation bestehen , oder sich während des stationären Aufenthalts entwickeln kann. Es gilt, das Delir früh zu erkennen und geeignet Maßnahmen zu ergreifen.
     
  • Förderung der Lebenszufriedenheit und Lebensqualität geriatrischer Patienten.

Behandlungskonzept und Zielsetzung

  • Identifikation und interdisziplinäre Behandlung geriatrischer Akut- und Elektivpatienten mittels Screening (TEst)-Verfahren
     
  • altersgerechte Narkosen und Regionalanästhsieverfahren inklusive Blood Management
     
  • gewebsschonende (minimal-invasive) Operationsverfahren und belastungsstabile Implantate
     
  • Vermeidung von aktuten Verwirrtheitszuständen (Delir)
     
  • etablierte Schmerztherapieverfahren
     
  • unterstützende Therapien und Förderungen (Logopädie, Ergo- und Physiotherapie)
     
  • Entlassmanagement mit frühzeitiger Einbindung des Sozialdienstes

Wie geht es nach der Akutversorgung weiter?

Das RKH Krankenhaus Mühlacker bietet älteren Patienten die Möglichkeit einer umfassenden wohnortnahen geriatrischen Anschlusstherapie ohne Standort- und Arztwechsel.

  • Akutgeriatire im Akuthaus
  • geriatrische Rehabilitation nach dem akut stationären Aufenthalt
  • frühzeitige Einbindung des Sozialdienstes zur Organisation der häuslichen Versorgung.

Ambulante Operationen

Etliche Operationen können in unserem neuen und modernen ambulanten OP-Zentrum durchgeführt werden. Der Aufenthalt hier beträgt nur wenige Stunden, nach dem Eingriff wird der Patient mit entsprechenden Instruktionen nach Hause entlassen. Die Weiterbetreuung übernimmt dann der Hausarzt.

Endoprothetik

Einen breiten Raum nimmt traditionell die Chirurgie des Hüftgelenkes ein; hier verfügt die Klinik über eine große operative Palette an zementierten und unzementierten Operationsverfahren, die individuell angewendet werden. Im endoprothetischen Bereich ist auch ein differenziertes Angebot im Bereich der Kniechirurgie zu sehen; vom unicondylären Schlitten zum bicondylären Oberflächenersatz bis hin zur gekoppelten Endoprothese.

  • Hüfte
  • Knie
  • Schulter
  • Sprunggelenk

Unfallchirurgie

Im unfallchirurgischen / orthopädischen Bereich arbeitet die Klinik nach den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese (AO) und verfügt hier über ein breit gefächertes Therapieangebot von minimal-invasiven Operationsverfahren wie der arthroskopischen Chirurgie an Knie, Schulter, Ellbogen und Sprunggelenk; angewandt werden außerdem moderne Osteosyntheseverfahren wie unaufgebohrte Marknagelung, Fixateur externe, biologische Osteosynthesen unter besonderer Berücksichtigung der Schonung des Weichteilmantels.

  • Sämtliche modernen Osteosyntheseverfahren
  • Versorgung von Verletzungen von Sehnen und anderen Weichteilen
  • Sämtliche gedeckten und weichteilschonende Operationsverfahren (unaufgebohrte Marknagelung, intramedulläre Schienung)