Sektion für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie in Mühlacker

Die Sektion der Gefäßchirurgie im Krankenhaus Mühlacker ist als selbstständige Abteilung der Klinik für Gefäßchirurgie Ludwigsburg zugehörig.

Wir sind in enger Kooperation mit dem Radiologischen Zentrum Mühlacker in der Lage, alle Gefäßerkrankungen zu diagnostizieren, ihre Behandlung zu planen und die Nachsorge zu gewährleisten.

Kennzahlen

  • Ist-Betten 5
  • Fälle 315
  • Case-Mix-Punkte 534,885
  • Case-Mix-Index 1,698
  • PCCL/Fall 0,85

Durch die Zugehörigkeit zu Ludwigsburg – eine Klinik für Gefäßchirurgie mit den Standorten Ludwigsburg und Mühlacker – können komplexe Operationen an den Gefäßen im hochmodernen Hybrid-Operationssaal in Ludwigsburg durchgeführt werden.

Wir stellen eine wohnortnahe 24-Stunden Bereitschaft für Bürger mit plötzlichen Durchblutungsstörungen auf hohem fachärztlichem Niveau über das ganze Jahr sicher.

Eine enge Kooperation besteht neben dem Radiologischen Zentrum Mühlacker mit der Nephrologischen Praxis Dres. André/Miemietz.

Leistungsspektrum

Eingriffe bei pAVK (Becken-/Beinschlagadern)

  • Bypass (Umgehungsoperation) - mit Kunststoffprothese oder körpereigener Vene
  • Thrombendarteriektomie (TEA – Ausschäloperation)
  • Hybrid-OP als Kombination von den oben genannten Bypass- und TEA-Operationen mit Intervention (Gefäßstütze/Ballonaufdehnung)
     

Nachsorge

  • Hier noch einige allgemeine Richtlinien und Empfehlungen zur postoperativen Nachsorge:

    Diese Angaben sind lediglich Richtwerte. Wir bitten Sie, die Empfehlungen in den Entlassberichten zu beachten, diese können in Einzelfällen abweichen:

  • bei Anschluss oberhalb des Kniegelenks (PI): dauerhafte Thrombozytenaggregationshemmung (z. B. ASS 100mg)
  • bei Anschluss unterhalb des Kniegelenks (PIII oder crural): Marcumarisierung (INR 2-3) oder dauerhafte Thromboyztenaggregationshemmung nach Entlassbericht
  • Dopplerverschlussdruckmessung 6 Wochen postoperativ, danach in halbjährlichen Abständen bzw. bei Befundverschlechterung immer zeitnah.
  • bei zentralen Eingriffen bei pAVK (z. B. Beckenschlagader, Hauptschlagader): dauerhafte Thrombozytenaggregationshemmung (z. B. ASS 100mg). Zusätzlich zu den oben genannten Untersuchungen und Medikation, sonographische Kontrolle zum Ausschluss eines Anschlussaneurysmas in jährlichen Abständen.

Shuntchirurgie/Dialysezugänge

Um eine Blutwäsche (Dialyse) durchzuführen, wird operativ eine Verbindung zwischen einer Schlagader und einer Vene – auch als Shunt bezeichnet – hergestellt.

Alle gängigen Shuntarten werden angeboten:

  • Klassischer Shunt (Kurzschluss zwischen Arterie und Vene)
  • Kunststoffprothesen
  • Dialysekatheter über herznahe Venen

Carotiseingriff (Halsschlagader)

Hierbei handelt es sich um eine Ausschäloperation (Thrombendarteriektomie), welcher zunächst standortübergreifend in Ludwigsburg durchgeführt. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung.

Nachsorge

  • Dauerhafte Thrombozytenaggregationshemmung (z. B. ASS 100mg)
  • Regelmäßige Duplex/Doppler-Kontrollen, zunächst nach ½ Jahr und dann in jährlichen Abständen

Interventionen (Angiographie/PTA/Stent-Implantation)

Diese Untersuchungen/Therapien werden in Kooperation mit dem Institut für Radiologische Diagnostik des Krankenhauses Mühlacker und dem Zentrum für Bildgebende Diagnostik und Intervention in Mühlacker – Dres. Schnabel/Steinbrück/Elkes im Krankenhaus oder in der Radiologischen Praxis durchgeführt. Wir bitten um Mitgabe folgender Unterlagen bzw. Beachtung folgender Besonderheiten:

Einen Überweisungsschein des Hausarztes oder des entsprechenden Facharztes an die Röntgenabteilung zur Durchführung der Untersuchung
Aktuelle Quick- und Thrombozytenwerte, der Quickwert muss als Vorraussetzung für die Durchführbarkeit in optimaler Technik mehr als 60% und die Thrombozytenzahl mehr als 100.000 /mm3 betragen. Wir bitten Sie daher um geeignete Anpassung der Antikoagulation (z. B. Marcumar®).

Aktuelle Schilddrüsenwerte bei Schilddrüsenfunktionsstörungen bzw. vorbekannter Schilddrüsenautonomie müssen wegen den geplanten Injektion jodhaltiger Kontrastmittel folgende Laborparameter vorliegen: TSH, fT3, fT4. Liegt eine zwingende Indikation zur Angiographie vor, so kann bei latenter Hyperthyreose unter entsprechender Suppression (Irenat®) eine Angiographie mit jodhaltigen Kontrastmitteln durchgeführt werden. Bei manifester Hyperthyreose ist die Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel jedoch kontraindiziert.

Vorbehandlung mittels Irenat®: 3 Tage Vor- und 10 Tage Nachbehandlung mit 4 x 30 Tropfen. Orale Antidiabetika vom Biguanidtyp (z. B. Glucophage®, Mediabet®, Metformin®) müssen 2 Tage vor bis 2 Tage nach der Untersuchung abgesetzt werden, da in Kombination mit einem jodhaltigen Kontrastmittel die Gefahr einer Lactazidose besteht. Bei Bedarf sollte eine geeignete alternative Medikation eingeleitet werden. Aktuelles Serumkreatinin zum Ausschluss einer für die Kontrastmittelgabe relevante Nierenfunktionsstörung. Liegt der Wert über 1,5 mg/dl, bitten wir um telefonische Rücksprache unter der nachfolgend angegebenen Rufnummer.

Diagnostik und Therapieplanung bei Erkrankung der Bauchschlagader

Aortenchirurgie konventionell

Dieser Eingriff wird standortübergreifend in Ludwigsburg durchgeführt. Diagnostik, Therapieplanung und Nachsorge erfolgen im Krankenhaus Mühlacker.

Nachsorge

Hier noch einige allgemeine Richtlinien und Empfehlungen zur postoperativen Nachsorge: Diese Angaben sind lediglich Richtwerte. Wir bitten Sie, die Empfehlungen in den Entlassberichten zu beachten, diese können in Einzelfällen abweichen:

  • Sonographische Kontrolle zum Ausschluss eines Anschlussaneurysmas in jährlichen Abständen.

Aortenchirurgie endovaskulär

Dieser Eingriff wird standortübergreifend in Ludwigsburg durchgeführt. Diagnostik, Therapieplanung und Nachsorge erfolgen im Krankenhaus Mühlacker.

  • Regelmäßige Dünnschicht-CT-Kontrollen der gesamten Aorta zum Ausschluss einer Migration oder Endoleckage, zunächst postoperativ, dann nach einem halben Jahr, danach in jährlichen Abständen.
  • Konventionelle Röntgenaufnahmen zum Ausschluss eines Stentbruches, in jährlichen Abständen.
  • Bei erhöhten Nierenretentionswerten kann je nach Endograft-Fabrikat auch eine MRT-Kontrolle erfolgen, ggf. auch eine ausschließliche sonographische Kontrolle.
  • Wir bitten Sie bei diesem Behandlungsverfahren sorgfältig auf eine regelmäßige Kontrolle zu achten und die Patienten mit den Befunden in unserer Sprechstunde vorzustellen.
  • Hier ergeben sich häufig Abweichungen von o.g. Schema, welche dann unter Empfehlungen im Entlassbericht vermerkt sind.