Prostatakarzinomzentrum Ludwigsburg

Das Prostatakarzinom ist in den westlichen Industrienationen der häufigste Tumor und die dritthäufigste Krebstodesursache des Mannes. Jährlich wird diese Krebserkrankung in Deutschland bei über 70.000 Fällen neu diagnostiziert.

Dank verbesserter diagnostischer Möglichkeiten können in über 70% der Fälle Frühstadien der Erkrankung entdeckt und geheilt werden. Gezielte Vorsorgeuntersuchungen und die qualitativ hochwertige Therapie sowie Nachsorge spielen dabei eine zentrale Rolle. Die interdisziplinär abgestimmte Therapie berücksichtigt dabei alle individuellen und medizinischen Aspekte unserer Patienten.

Kennzahlen

  • Behandelte Patienten ca. 230
  • Operierte Patienten ca. 100
  • Patienten Chemotherapiezyklen ca. 70
  • Patienten Strahlentherapie ca. 90

Das Klinikum Ludwigsburg hat ein Prostatazentrum gebildet, um die Patienten mit Prostatakrebs optimal zu versorgen.

Das Ziel der ganzheitlichen Versorgung unserer Patienten erreichen wir nur durch die Vernetzung von fachlicher und menschlicher Kompetenz. Durch die Zusammenarbeit der Kooperationspartner kann der Versorgungsprozess sektorenübergreifend auf die Patienten abgestimmt werden. Das gesamte verfügbare Spektrum zur Diagnostik und Therapie von einer Krebserkrankung wird gebündelt und ermöglicht eine hohe Qualität und Effizienz in der Patientenversorgung.

Leistungsspektrum

Diagnostik und Therapie

Interdisziplinäre Tumorkonferenz

In den wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen wird mit den Spezialisten der Fachdisziplinen für jeden Patienten ein individuell zugeschnittener Behandlungsplan erstellt. 
Die Behandlung wird im Expertenkreis diskutiert und vom behandelnden Arzt mit dem Patienten besprochen.
Bei der Erstellung der Behandlungspläne werden die aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten berücksichtigt.

Ambulante Therapie

Die ambulante Therapie von Tumorpatienten wird im Klinikum Ludwigsburg im Ambulanten Tumorzentrum (ATZ) und im Krankenhaus Bietigheim im Interdisziplinären Tumorzentrum (ITZ) durchgeführt. 

In freundlicher Umgebung werden Patienten mit gut- und bösartigen Erkrankungen der Inneren Medizin, Gynäkologie, Neurologie und Urologie fachärztlich behandelt.

Patienten, für die ein stationärer Aufenthalt nicht erforderlich ist, werden Antikörper-, Chemo- und Hormontherapien gemäß ihrer Tumorerkrankung verabreicht. Häufig sind Krebszellen auf Hormone sensibel. Im Pathologischen Institut werden auf Veranlassung des Onkologischen Zentrums die sog. Rezeptoren bestimmt und die Möglichkeit einer Hormontherapie im Behandlungskonzept mit einbezogen. 
Gelegentlich kann eine Hormontherapie auch vor der Operation zur Anwendung kommen. Es handelt sich meistens um eine Tablettenbehandlung, die durch den betreuenden Facharzt verordnet wird. 
Zudem besteht ambulant die Möglichkeit zur Transfusion von Blutprodukten sowie zu Punktionen von Aszites oder Pleuraergüssen. 

Bei Bedarf ist eine Beratung durch den Sozialdienst und die Psychoonkologie möglich.

Die Betreuung erfolgt durch speziell qualifizierte Fachärzte und onkologische Fachkrankenschwestern.

Palliativversorgung

Auf unserer Palliativstation in Bietigheim und Palliativeinheit in Ludwigsburg betreuen wir meist schwerstkranke Patienten mit lebensbegrenzenden Erkrankungen. Im Vordergrund steht nicht nur die rein medizinische und pflegerische Versorgung, wie beispielsweise die Schmerzbehandlung oder die Linderung von Atembeschwerden. Auch psychosoziale und spirituelle Aspekte werden in die Behandlung mit einbezogen. Hierzu wird in unser speziell geschultes Team aus Ärzten und Palliativpflegekräfte (Fachpflegekräfte für Onkologie und Palliativ Care) neben zahlreichen weiteren Fachdisziplinen die Psychoonkologie und Seelsorge integriert. Ebenso besteht für Angehörige auch die Möglichkeit, in die Therapie mit einbezogen zu werden. Auch ihnen wird Unterstützung und Hilfe angeboten. Wenn immer möglich, ist es unser Ziel, den Patienten in seine vertraute Umgebung zu entlassen. Um dies auch in schwierigen Situationen zu gewährleisten, erfolgt die enge Zusammenarbeit mit dem Team der Brückenpflege und der Speziellen Ambulanten Palliativ-Versorgung (SAPV), die auch außerhalb der Klinik eine interdisziplinäre Weiterbetreuung durch geschultes Fachpersonal ermöglichen. Zielgruppe einer Palliativeinheit sind unheilbar kranke und sterbende Patienten vor allem mit Krebserkrankungen. Sie benötigen in ihren letzten Lebenstagen und -stunden eine Linderung ihrer Beschwerden und eine intensive Betreuung.

Strahlentherapie

Ist eine Strahlenbehandlung (ggf. auch in Kombination mit einer Chemotherapie) notwendig, kann diese Behandlung in den freundlich gestalteten Ambulanzräumen der Klinik für Radioonkologie durchgeführt werden.