Post-COVID-Ambulanz

Das MVZ des RKH Klinikum Ludwigsburg bietet Patienten, die eine COVID-19-Infektion durchgemacht haben und unter Langzeitfolgen leiden, Therapiemöglichkeiten in Zusammenarbeit mit der ORTEMA-Rehabilitation in Markgröningen, TheraVent aktiv in Marbach und der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl an. Die betroffenen Patienten werden dort von multiprofessionellen Teams betreut und erhalten ein an den Symptomen und Defiziten angepasstes Therapieprogramm.

Bereits 2020 zeigte sich in Wuhan (China), dass Patienten, die sich mit dem neuartigen Corona-Virus angesteckt hatten, einen ungewöhnlichen Verlauf – auch nach durchgestandener Infektion – aufwiesen. Unterschiedliche Symptome, allen voran Atemnot, Muskelschwäche, Müdigkeit bzw. ungewöhnliche Erschöpfung (das sogenanntes Fatigue-Syndrom) wie auch Konzentrationsstörungen können beispielsweise die Folge einer COVID-19-Infektion sein. Diese Beschwerden werden als „Leitsymptome“, also als besonders auffällige oder prominente Symptome der Erkrankung bezeichnet und können noch während der Infektion, direkt nach der Erkrankung oder noch Monate später fortdauern oder neu auftreten, auch nach einem milden Krankheitsverlauf. Das Krankheitsbild wird umgangssprachlich auch als Post- oder Long-COVID-Syndrom bezeichnet.

In der Spezialsprechstunde soll bei Patienten nach durchgemachter COVID-19-Infektion die Organmanifestationen (Auswirkung der Infektion auf die Organe) festgestellt werden, die zu einer Einschränkung führt. Das Untersuchungsprogramm wird mit der eingehenden Diagnostik und Zuführung einer gezielten Therapie, um die körperliche wie auch geistige Funktionsfähigkeit wiederherzustellen auf die individuellen Beschwerden zugeschnitten.
 
Das gelingt mit einem interdisziplinären Therapie-Ansatz. Dazu stehen wir in enger Kooperation mit unseren starken Partnern den Reha-Kliniken: ORTEMA in Markgröningen, TheraVent aktiv in Marbach am Neckar wie auch der Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl, um Ihnen die beste Therapie zu ermöglichen. Je nach funktionellen Einschränkungen werden für den Patienten individuelle Therapiepläne erstellt und unter fachkundiger Anleitung unter anderem medizinische Trainingstherapien durchgeführt. In diesem Rahmen bekommt der Patient Beratung und weitergehende Therapie-Optionen sowie Hilfsangebote. Darüber hinaus arbeiten wir bei Patienten, die überwiegend Lungenkrank sind, mit verschiedenen pneumologischen Rehabilitationseinrichtungen zusammen.

Weitere Informationen

An wen richtet sich das Angebot?

Das Angebot richtet sich an Patienten, die nachweislich an COVID-19 erkrankt waren und mindestens 2 - 3 Monaten genesen sind.

Welche Untersuchungen erwarten mich in der Sprechstunde?

  • Ausführliche Anamnese, klinische Untersuchung
  • Lungenfunktionslabor mit Blutgasanalyse, Bodyplethysmografie (inkl. CO-Diffusion, Spiroergometrie, 6-Min-Gehtest, EKG
  • Blutuntersuchungen
  • Ultraschalluntersuchungen von Thorax, Lunge und Pleura; Abdomen und Herz
  • Ergometrie
  • Röntgen: Thorax

Was muss ich zur Sprechstunde mitbringen?

Mitzubringen sind:  

  • Krankenversicherungskarte
  • Schriftlich: Medikamenten-Liste (einschl. nicht-verschreibungspflichtige Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmitteln)
    • sollten Inhalations-Sprays genommen werden, bitte (alle) Inhalations-Systeme mitbringen
  • komplett ausgefüllter Fragebogen

Sie sind Patient mit einer Vorerkrankung?

Senden Sie uns vor Ihrem Termin bitte folgende Unterlagen zu:

  • Entlassungsbriefe von Krankenhäusern bzw. anderen Einrichtungen
  • Befunde von ambulanten Ärzten
  • Röntgen- und/ oder CT-Bilder auf CD

Diese gehen postalisch an:
MVZ RKH Klinikum Ludwigsburg
Z.Hd. Frau Dr. E-M. Wacker
Ablage ZNA-Anmeldung
Posilipostr. 4, 71640 Ludwigsburg

oder per E-Mail an: mvz-klb-hausarzt(at)rkh-kliniken.de

CASPAR-Tele-Therapie und -Nachsorge mit der ORTEMA

CASPAR-Tele-Therapie

Zur Verbesserung Ihrer Leistungsfähigkeit nach Ihrer stationären oder ambulanten Rehabilitation bieten wir Ihnen die Möglichkeit Ihre Reha-Nachsorge digital mit Hilfe der Plattform CASPAR zu gestalten.

Sie erhalten von uns Ihr individuell gestaltetes Nachsorgeprogramm mit Inhalten zu Training, Schulungen und Vorträgen.

Auch ärztliche Gespräche können Sie via Videotelefonie leisten. Voraussetzung ist die Kostenübernahme durch Ihren Rentenversicherungsträger.

Die Trainingseinheiten und Seminare absolvieren Sie mit einem PC, Tablet oder Handy unabhängig von Zeit und Ort. Ein Therapeut betreut Sie als Ansprechpartner über die Nachsorge-Plattform, telefonisch und per Mail.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: https://www.ortema-rehabilitation.de/nachsorge/tele-nachsorge-der-deutschen-rentenversicherung

Reha-Nachsorge

DRV-Versicherte können nach einer ambulanten oder stationären Reha ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit weiter verbessern durch eine Intensivierte Reha-Nachsorge. IRENA ist ein multimodales Nachsorgeprogramm und kann nur an zugelassenen Reha-Einrichtungen durchgeführt werden.

Die ORTEMA-Rehabilitation bietet die Nachsorge in 2 Varianten an:

Präsenz-Nachsorge vor Ort: max. 24 Einheiten je 90 min. Individuelles Training an Geräten, unterschiedliche Gruppengymnastiken, Walking, Psychologische Seminare, Auffrischungskurs Ernährung. Inhalt (und Zeiten) werden mit Ihnen besprochen. Das Parken vor Ort ist für Sie kostenlos.

Tele-Nachsorge: Die für Sie individuell zusammengestellten Trainingseinheiten und Seminare absolvieren Sie mit einem PC, Tablet oder Handy unabhängig von Zeit und Ort. Ein Therapeut betreut Sie als Ansprechpartner telefonisch und per Mail.

Für Long-COVID-Patienten sind Übungen zur muskulären und cardiopulmonalen Rekonditionierung, Atemgymnastik und evtl. psychosoziale Hilfe bei der Krankheitsbearbeitung sinnvoll.

Ambulantes Post-Corona-Rehabilitations-Programm bei TheraVent aktiv

Bei TheraVent aktiv in Marbach a. N. handelt es sich um eine Einrichtung für ambulante, ganztägige neurologische und neuropsychologische Rehabilitation.  Zu TheraVent aktiv gehört neben den Therapie-Praxen für Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie auch das medizinische Trainingszentrum TheraVent bewegt mit verschiedenen Präventions- und Nachsorgeleistungen (IRENA, RV-Fit, Präventions-Kurse und ambulante Neuropsychologie). Neben Physio-, und Ergotherapeuten, Logopäden und Sportwissenschaftlern stehen Mitarbeiter des Sozialdienstes, Diplom-Psychologen und Neuropsychologen zur Behandlung der Patienten zur Verfügung. Ein hauseigener Fahrdienst, Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und ausreichend Parkplätze stehen zur Verfügung.
 
Speziell für Betroffene mit Long-COVID-Symptomen wurde ein interdisziplinäres Rehabilitations-Programm entwickelt, mit dem Ziel Betroffenen eine Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen und längere Berufs-Ausfallzeiten zu vermeiden. Unter Leitung neurologischer Fachärzte und Neuropsychologen diagnostiziert und behandelt das Team von TheraVent eine Vielzahl an Long-COVID-Symptomen wie bspw. Störungen von Aufmerksamkeits- und Gedächtnisfunktionen sowie Fatigue–Symptomatik, Muskelschmerzen und weitere neurologische Beschwerden.

Multimodales Rehaprogramm mit dem RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH

Die Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl ist eine stationäre Rehaklinik mit den Schwerpunkten Herz- , Lunge- und Gefäßerkrankungen.
Für Long-COVID-Patienten wurde bereits ab Mitte 2020 ein spezifisches multimodales Rehaprogramm aufgebaut. Dieses hat zum Ziel, Einschränkungen der Belastbarkeit, Luftnot besonders bei Anstrengung sowie Muskelschwäche und Einschränkungen der Lunge und der Atmung zu trainieren und zu verbessern.
Das Programm führt zu einer Steigerung der Belastungskapazität, Verminderung von Luftnot und zur Verbesserung der Lebensqualität mit dem Ziel einer erfolgreichen Reintegration in den Alltag und den Beruf. An der Long Covid Reha sind bei der Behandlung Pneumologen und Kardiologen, Sporttherapeuten, Physio- und Atemtherapeuten, Sozialarbeiter, Gesundheitspädagogen, Psychologen, Pflegekräfte und Ergotherapeuten eingebunden.
Es besteht eine enge Kooperation mit der Universitätsklinik Heidelberg, unter anderem mit der Thoraxklinik Heidelberg.