Pressemitteilung

RKH Enzkreis-Kliniken - veröffentlichen IQM-Ergebnisse der medizinischen Behandlungsqualität

RKH Enzkreis-Kliniken konsequent transparent

Die neuen Ergebnisse der Qualität der medizinischen Behandlung der RKH Kliniken für das Jahr 2018 sind über die Startseite der Homepage der RKH Kliniken – www.rkh-kliniken.de - abrufbar. „Unsere Ergebnisse veröffentlichen wir ganz bewusst freiwillig im Internet. Diese konsequente Transparenz setzt hierzulande Maßstäbe und ist für uns vor allem zusätzlicher Ansporn, um noch besser zu werden“, sagt RKH Kliniken-Geschäftsführer Professor Dr. Jörg Martin. Die Ergebnisse werden auf Grundlage der German Inpatient Quality Indicators (G-IQI) bzw. Swiss Inpatient Quality Indicators (CH-IQI) für die Schweiz, berechnet. Diese Indikatoren greifen auf Routinedaten zurück und werden von den über 480 IQM Mitgliedskliniken aus Deutschland und der Schweiz verwendet. Die Ergebnisse stellen alle relevanten Krankheitsbilder des jeweiligen Hauses dar. Insgesamt sind hierbei über 350 Qualitätskennzahlen für mehr als 60 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren dargestellt. Die RKH Kliniken nutzen die IQM Methodik für ihr aktives Qualitätsmanagement. Die ständige Verbesserung von Behandlungsprozessen und –ergebnissen führt zu besserer Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit.

Mit 1,2% liegt die Rate bei den vaginalen Geburten mit Dammriss im RKH Krankenhaus Mühlacker unter dem IQM Durchschnittswert von 1,8%. Bei den Todesfällen im Bereich der Beatmung über 24 Stunden schnitt die Klinik mit 37,1% etwas schlechter ab als der Durchschnitt über alle beteiligten Krankenhäuser, der bei 33,4% für das Jahr 2018 lag. Es handelte sich um Patienten der Inneren Medizin und Chirurgie, die zum Teil schwerwiegende Nebenerkrankungen wie Lungenentzündung oder Blutvergiftung hatten. Zudem waren 37% dieser Patienten über 80 Jahre alt. Bei einem Teil der Patienten dieser Gruppe wurde aufgrund einer unheilbaren Erkrankung ohnehin eine Palliativtherapie durchgeführt, also eine medizinische Behandlung, die nicht auf die Heilung der Erkrankung abzielt, sondern darauf, die Symptome zu lindern und dem Patienten ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. „Das hohe Durchschnittsalter und die schweren Begleiterkrankungen der Patienten tragen am meisten zur Sterblichkeitsrate bei. Auffällige Verläufe bei Patienten werden eingehend betrachtet und zur Sicherung der Qualität in M & M-Konferenzen aufgearbeitet“, so Dr. Andreas Frost, Leitender Arzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie im RKH Krankenhaus Mühlacker. Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen - kurz M&M-Konferenzen genannt - sind in Kliniken etablierte Arbeitsgruppen mit Vertretern unterschiedlicher Fachbereiche und Berufsgruppe zur strukturierten Aufarbeitung besonderer Behandlungsverläufe und Todesfälle mit dem Ziel, gemeinsam daraus zu lernen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung abzuleiten.

Die RKH Kliniken sind Mitglied der trägerübergreifenden Initiative Qualitätsmedizin (IQM). Bei der freiwilligen Veröffentlichung der medizinischen Ergebnisse gehen die IQM-Mitglieder weit über die gesetzlich geforderten Mindeststandards hinaus. Die veröffentlichten Ergebnisse basieren auf Routinedaten und sind daher überprüfbar. Sie erfassen sämtliche behandelten Fälle, weisen Sterblichkeits- und Komplikationsraten sowie für die Beurteilung relevante Mengeninformationen und Behandlungstechniken aus. Neben der Qualitätsmessung und deren Veröffentlichung verpflichten sich die IQM-Mitglieder zu einem aktiven Qualitätsmanagement durch so genannte Peer Reviews. Dabei werden im Rahmen trägerübergreifender Begehungen vor Ort Abläufe durch Ärztinnen und Ärzten überprüft, um im kollegialen Austausch eine kontinuierliche Verbesserung medizinischer Qualität bei der Patientenbehandlung zu erzielen.

„Ziel ist es, unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen“, so Professor Dr. Jörg Martin. „Deshalb sind wir der trägerübergreifenden Initiative beigetreten. Die IQM Daten zur Ergebnisqualität belegen unsere Stärken, zeigen aber auch, wo Optimierungspotenzial besteht.“