Klinik für Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Pneumonologie, Infektiologie und Intensivmedizin in Bruchsal

Die Klinik für Gastroenterologie, Hämato-Onkologie, Pneumonologie, Allgemeinmedizin, Infektiologie und Intensivmedizin ist eine hoch spezialisierte Abteilung mit 77 Betten einschließlich 8 Betten auf der interdisziplinär genutzten Intensivstation. In der Klinik werden über 3000 Patienten stationär behandelt sowie über 6000 Patienten ambulant versorgt.

Schwerpunkt der Klinik ist die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen und Tumoren der Speiseröhre, des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse und der Leber. Die Klinik verfügt ferner über einen speziell ausgestatteten Bereich zur Diagnostik und Therapie von Infektions- und Lungenkrankheiten. In unserer modernen Endoskopie-Abteilung werden sämtliche diagnostischen und therapeutischen Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes, der Gallengänge und der Bronchien durchgeführt. Die Methode der Mini-Laparoskopie (Bauchspiegelung) wurde in der inneren Abteilung neu eingeführt.

Kennzahlen

  • Ist-Betten 77
  • Fälle 3.531
  • Case-Mix-Punkte 2.834,547
  • Case-Mix-Index 0,803
  • PCCL/Fall 1,56

Mittels hochaufösender Manometrie, pH-Metrie und Atemtests werden auch funktionelle Störungen des Magen-Darm-Traktes untersucht und behandelt.

Eine 24-Stunden-Endoskopie-Bereitschaft gewährleistet die rasche Behandlung von Blutungen, Gallengangsverschlüssen und der Ursachen von Bauchspeicheldrüsenentzündungen.

In unserer Ultraschalleinheit mit hochauflösenden Sonographiegeräten führen wir alle sonographischen Untersuchungenund Behandlungen des Verdauungstraktes, des Brustkorbs sowie der Schilddrüse durch.

Über das zertifizierte Darmzentrum bieten wir Vorsorge, Diagnose und Therapie aus einer Hand an.

Es besteht eine enge Kooperation zur Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie zum im Krankenhaus niedergelassenen Onkologen, um Patienten eine ganzheitliche stationäre und ambulante Versorgung anbieten zu können.

Leistungsspektrum

Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen und Tumoren der Speiseröhre, des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse und der Leber. Unsere Abteilung verfügt ferner über einen speziell ausgestatteten Bereich zur Diagnostik und Therapie von Infektions- und Lungenkrankheiten.

In unserer modernen Endoskopie-Abteilung werden sämtliche diagnostischen und therapeutischen endoskopischen Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes sowie der Gallengänge durchgeführt. Mittels hochauflösender Manometrie, pH-Metrie und Atemtests können wir auch funktionelle Störungen des Magen-Darm-Traktes untersuchen und behandeln.
Eine 24-Stunden-Endoskopie-Bereitschaft gewährleistet die rasche Behandlung von Blutungen, Gallengangsverschlüssen und Pankreasentzündungen. 

In unserer Ultraschalleinheit mit hochauflösenden Sonographiegeräten führen wir alle sonografischen Untersuchungen des Verdauungstraktes sowie der Schilddrüse durch.

Über das zertifizierte Darmzentrum bieten wir Ihnen Vorsorge, Diagnose und Therapie aus einer Hand an. Es besteht eine enge Kooperation zur Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie zum im Krankenhaus niedergelassenen Onkologen, um Patienten eine ganzheitliche stationäre und ambulante Versorgung anbieten zu können. 

Gastroenterologie

In unserer mit den neuesten Geräten ausgestatteten Endoskopie-Abteilung werden sämtliche diagnostischen und therapeutischen endoskopischen Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes sowie der Gallengänge durchgeführt. Mittels hochauflösender Manometrie, pH-Metrie und Atemtests können wir auch funktionelle Störungen des Magen-Darm-Traktes untersuchen. Viele Untersuchungen können auch ambulant durchgeführt werden.

Mit neuen, hochauflösenden Sonographiegeräten führen wir alle sonografischen Untersuchungen des Bauchraums, des Brustkorbs und der Schilddrüse durch.

Ösophago-Gastro-Duodenoskopie

Die Ösophago-Gastro-Duodenoskopie („Magen-Darm-Spiegelung“) bezeichnet die Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm mit einem hochauflösendem Videoendoskop zur Diagnostik. Die Untersuchung wird unter leichter Betäubung bzw. - wenn gewünscht - unter einer Kurznarkose durchgeführt. Sie dauert im Normalfall nur wenige Minuten. Manchmal entnimmt man dabei Gewebeproben (Biopsien).

Als eine von wenigen Kliniken bieten wir die Magenspiegelung auch mit einem ultradünnen und damit besonders schonenden Videoendoskop an, welches über die Nase eingeführt wird. Der Patient ist dabei vollkommen wach, kann die Untersuchung selbst am Bildschirm verfolgen, mit dem Arzt sprechen und danach sofort ohne Begleitung die Klinik wieder verlassen.

Die Magenspiegelung kann auch zur Therapie eingesetzt werden. Dabei werden  beispielsweise Blutungen gestillt, Fremdkörper oder kleinere Tumore entfernt.

Beispiele für weitere therapeutische Verfahren

  • Aufdehnung von Engstellen
  • Stenteinlagen
  • Botox-Injektion an der Speiseröhre
  • Ligatur von Ösophagusvarizen
  • Argon-Plasma-Koagulation
  • Lasertherapie
  • Entfernung von Polypen
  • Mukosektomie
  • Magenballon

Wir benötigen dazu eine Überweisung Ihres Hausarztes.

Koloskopie, Rekto- und Proktoskopie

Die Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) und des Enddarms (Rektoskopie/Proktoskopie) ist die sicherste und beste Vorsorgeuntersuchung gegen Darmkrebs. Grundsätzlich wird sie allen Versicherten ab dem 55. Lebensjahr empfohlen. Nach entsprechender Vorbereitung mit speziellen Trinklösungen wird die Untersuchung unter Narkose vorgenommen. Hierbei sind die Vorstufen des Dickdarmkrebses, die Polypen, von besonderer Bedeutung, da diese im Rahmen der Untersuchung bereits abgetragen werden können und damit die Entstehung von Dickdarmkrebs verhindert werden kann.

Darüber hinaus wird die Untersuchung auch vorgenommen um bei unklaren Durchfällen, Bauchschmerzen oder Stuhlunregelmäßigkeiten Entzündungen des Dickdarms zu erkennen, oder um therapeutische Eingriffe (z. B. Blutstillungen bei unteren gastrointestinalen Blutungen , Aufdehnungen von Engstellen) durchzuführen. 

Die Darmspiegelung kann bei uns ambulant durchgeführt werden. In einem Vorgespräch werden Sie über die Untersuchung ausführlich aufgeklärt und erhalten die entsprechenden Trinklösungen. Da für eine belastungsarme Untersuchung eine Narkose notwendig ist, ist es wichtig, dass Sie nach der Untersuchung von einer Begleitperson abgeholt werden. Vor der Entlassung nach Hause wird Ihnen das Ergebnis der Koloskopie selbstverständlich mitgeteilt.

Nach Abtragung von größeren Polypen wird zumeist eine Überwachung für eine Nacht angeraten.

Wir benötigen dazu eine Überweisung Ihres Hausarztes. Liegen Vorbefunde vor, bitten wir Sie diese zum Vorgespräch oder am Tag der Untersuchung mitzubringen.

ERCP

Mittels der endoskopisch retrograden Cholangio-Pankreatikographie gelingt die Darstellung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges. Dies ist beispielsweise von Bedeutung in der Behandlung von Gallensteinen. Bei kolikartigen Bauchschmerzen und Nachweis von Gallensteinen im Gallengangsystem kann mittels der ERCP das Abflusshindernis zuverlässig beseitigt werden und der Patient ist danach schmerzfrei. Gleiches gilt für Steine im Bauchspeicheldrüsengang, die ebenso entfernt werden können. Falls es notwendig ist, kann dabei auch die Mündung der Gangsysteme durch einen Schnitt erweitert werden (Papillotomie). 

Des Weiteren kann der Gallengang z. B. durch einen Tumor von außen eingedrückt werden. Hier kann mit Hilfe der ERCP eine Entlastung der Gallenwege erreicht werden. Durch Einlage eines kleinen Plastik- oder Metallröhrchens kann der Galleabfluss wieder hergestellt werden und der Patient wird von einer durch den Aufstau der Galle ausgelösten Gelbsucht wieder befreit.

Die Untersuchung ähnelt der Magenspiegelung, man gelangt mit Hilfe eines flexiblen Spezialendoskops bis an die Mündungsstelle des Gallen- und Bauchspeicheldrüsengangs im Zwölffingerdarm. Mit Röntgen-Kontrastmittel können die Gänge auf dem Röntgenschirm sichtbar gemacht werden, Steine oder Tumore können so diagnostiziert werden.

Cholangioskopie

Zusätzlich kann ein dünneres Gallengangsendoskop durch den Instrumentierkanal eines größeren Endoskops in den Gallengang eingeführt werden (Mother-Baby-System). Dies ermöglicht gezielte Biopsien von Tumoren des Gallengangs oder eine elektrohydraulische Zertrümmerung größerer Steine unter direkter Sicht.

Bronchoskopie

Die Lungenspiegelung ist die wichtigste diagnostische Maßnahme bei Verdacht auf Lungenkrebs. Das Verfahren wird aber auch zur Entnahme von Abstrichen und Gewebeproben, zur Bronchienspülung, zur Abklärung von Atemwegs-Verengungen, und zur Entfernung von Fremdkörpern angewandt.
Mit der Bronchoskopie ist es möglich, die Atemwege des Patienten mit einem durch die Luftröhre eingeführten optischen Gerät (dem Bronchosko) zu begutachten. Ein modernes Bronchoskop ist ein flexibler Schlauch mit einem Durchmesser von etwa drei bis sechs Millimetern, der sich bis in die Atemwegäste vorschieben lässt. Es wird über Mund oder Nase in die Luftröhre eingeführt und besitzt am vorderen Ende einen kleinen Kamerachip mit Linsensystem sowie eine Kaltlichtquelle. 
Durch Arbeitskanäle können Flüssigkeiten eingespritzt und abgesaugt werden, außerdem erlauben kleine Zangen oder Bürsten die Entnahme von Gewebeproben.

Endobronchialer Ultraschall (EBUS)

Spezielle Geräte besitzen darüber hinaus auch noch einen Ultraschallkopf, der eine Sonografie von der Umgebung der Bronchien und eine gezielte Probenentnahme mittels einer dünnen Nadel, die ultraschallgesteuert vorgeschoben wird möglich macht.

Die Atemwege haben keine Schmerzrezeptoren, so dass die eigentliche Untersuchung schmerzlos ist. Um den Husten- und Würgereiz im Rachen zu unterdrücken, erhalten Patienten vorher mit einem Spray eine lokale Betäubung. Die Patienten  bekommen auch ein Beruhigungsmittel verabreicht, sodass sie die - je nach Art der Erkrankung und Zweck der Untersuchung fünf bis 30 Minuten dauernde - Prozedur kaum wahrnehmen.

Perkutane enodskopische Gastrostomie (PEG)

Patienten, die beispielsweise nach einem Schlaganfall nicht mehr schlucken können, können über eine perkutane endoskopische Gastrostomie ernährt werden. Dazu wird während einer Gastroskopie eine elastische Kunststoffsonde durch die Bauchhaut in den Magen eingeführt, über die man dann Flüssignahrung direkt in den Magen verabreichen kann. Die Sonde kann auch wieder entfernt werden, wenn sie nicht mehr benötigt wird.

In seltenen Einzelfällen legt man eine solche Sonde auch einmal zum Ableiten von Flüssigkeit aus dem Magen an.

PEG Anlage oder -Wechsel können bei uns auch ambulant erfolgen.

Enteroskopie

Dieses endoskopische Verfahren gibt es erst seit kurzer Zeit. Damit kann der gesamte Dünndarm endoskopisch eingesehen werden. Da diese Untersuchung sehr aufwändig ist, konzentriert man sich hier auf bestimmte Fragestellungen, vor allem die Suche nach Blutungsquellen und Tumoren.
Meist wurde zuvor eine Magen- bzw. Dickdarmspiegelung, manchmal auch eine Kapselendoskopie durchgeführt. Der Vorteil gegenüber der deutlich weniger aufwändigen Kapselendoskopie liegt darin, dass man Probebiopsien entnehmen kann und beispielsweise bei Blutungen auch therapeutisch eingreifen kann.
Die Untersuchung erfordert eine sorgfältige Darmreinigung, wie für die Koloskopie und die Kapselendoskopie. Es ist stationärer Aufenthalt erforderlich.

Kapselendoskopie

Für Patienten, bei denen weder durch Magenspiegelung noch durch Darmspiegelung eine Diagnose möglich ist und ein Befund im Dünndarm vermutet wird, kann unter Umständen die Kapselendoskopie hilfreich sein. 

Bei dieser neuen Technologie handelt es sich um eine 26 x 11 mm große Kapsel, die der Patient wie eine Tablette schluckt. Diese Kapsel enthält eine Kamera. Während die Kapsel auf natürlichem Weg durch den Verdauungstrakt wandert, schickt sie Bilder an ein Aufzeichnungsgerät, das der Patient bei sich trägt. Diese Bilder werden später als mehrstündiger Film zusammengefügt und von einem erfahrenen Arzt am Computer ausgewertet. 

Die Kapsel wird auf natürlichem Wege über den Darm ausgeschieden - sie wird nicht wiederverwendet. Es können nur solche Patienten damit untersucht werden, bei denen keine Engstellen im Darm (Stenosen) zu befürchten sind (also erst nachdem eine Darm- und Magenspiegelung durchgeführt wurde). Vor der Untersuchung ist eine Darmreinigung erforderlich.

Der Antrag auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse muss zuvor eingereicht und bewilligt werden. Das Formular und ein Kostenplan können hier ausgedruckt werden. 

Wir benötigen dazu eine Überweisung Ihres Hausarztes. Bitte bringen Sie uns eventuell vorhandene Vorbefunde zum Vorgespräch oder am Tag der Untersuchung mit.

Endosonographie

Die Endosonographie des oberen Verdauungstraktes ähnelt ebenfalls der Magenspiegelung. Vorne am Endoskop befindet sich eine kleine Ultraschallsonde, mit der man Speiseröhre, Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse und andere Organe direkt aus der Nähe vom Darm aus darstellen kann. Vorteil des Verfahrens ist eine Darstellung mit wesentlich mehr Details ohne Behinderung z. B. durch Fettgewebe. Besonders gut können dabei z. B. die Eindringtiefe von Tumoren in die jeweiligen Organe (z. B. Speiseröhre) beurteilt werden und vergrößerte Lymphknoten kommen besser zur Darstellung. Eine Punktion verdächtiger Strukturen, die mittels normalen Ultraschall nicht beurteilbar sind, ist unter direkter Kontrolle sicher und schnell möglich. Auch diese Untersuchung wird bei uns ambulant durchgeführt. 

Die Endosonographie wird immer bei Tumoren im Enddarmbereich (Rektumkarzinom) durchgeführt, um auch hier die Eindringtiefe des Tumors zu beurteilen. Vom Befund der Endosonographie hängt die weitere Therapieplanung wesentlich ab.

Innerhalb des Bronchialsystems kann man auffällige Veränderungen aus nächster Nähe beurteilen und ggf. mit einer dünnen Nadel eine Gewebsprobe entnehmen (endobronchiale Sonographie /EBUS).

Sonographie

Die Sonographie (Ultraschall) ist das am häufigsten genutzte bildgebende Verfahren in der Medizin. Ein wesentlicher Vorteil der Sonographie gegenüber dem in der Medizin ebenfalls verwendeten Röntgen oder CT liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Die Untersuchung verläuft schmerzfrei, ist beliebig oft wiederholbar und kann auch im Notfall ohne Zeitverzögerung direkt am Krankenbett im Zimmer durchgeführt werden. In unserer Klinik werden alle Verfahren einschließlich Doppler- und Duplexsonographie sowie als Besonderheit auch die Kontrastmittelsonographie angeboten. Mit Hilfe der Kontrastmittelsonographie ist es häufig möglich ohne Punktion bzw. Operation harmlose gutartige Prozesse von bösartigen Tumoren sofort zu unterscheiden, dies gilt insbesondere für Veränderungen in der Leber. Das verwendete Kontrastmittel (kleinste Luftbläschen, welche den Kontrast verstärken) ist nicht mit den üblichen Kontrastmitteln vergleichbar und kann auch bei Nierenfunktionsstörungen oder Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt werden. 

Eine besondere Rolle spielt die Sonographie auch bei der gezielten Punktion von Wasseransammlungen in Bauch (Aszites) und Lunge (Pleuraerguss). Außerdem werden sonographiegesteuerte Punktionen, z. B. diagnostische Punktionen der Leber, der Bauchspeicheldrüse, von Lymphknoten und der Schilddrüse durchgeführt, um bösartige Tumore von gutartigen zu unterscheiden und um die Therapie exakt zu planen. Bei allen Punktionen dient der Ultraschall der sicheren Führung der Nadel um Verletzungen zu vermeiden. 

Eine weitere Indikation für den Ultraschall ist die sog. Radiofrequenzablation, bei der unter permanenter Ultraschallkontrolle eine dünne Elektrode an einen Lebertumor herangeführt wird um ihn mittels Wärmeapplikation zu zerstören.

Manometrie

Bei Patienten mit Schluckstörungen kann eine abnorme Erschlaffung oder auch ein Spasmus der Muskulatur der Speiseröhre vorliegen. Mittels der Manometrie (Druckmessung) können diese pathologischen Veränderungen erfasst und aufgezeichnet werden. 

Nach Betäubung der Nasenschleimhaut mit einem Gel wird ein dünner Schlauch über die Nase in die Speiseröhre eingeführt und dann bis in den Magen vorgeschoben. Durch Schlucken von Wasser wird dann der unterschiedliche Druck in der Speiseröhre gemessen und wir erlangen Erkenntnis über den individuellen Schluckvorgang. Die Untersuchung ist dank moderner Mehrkanalsonden mit vielen individuellen Druckmesspunkten rasch durchzuführen und wird sofort ausgewertet. 

Eine besondere Indikation sind krampfartige Brustbeschwerden, die nicht durch eine Herzerkrankung bedingt sind.

24 Stunden pH-Metrie

(Langzeit-Säuremessung der Speiseröhre, des Magens)

Sodbrennen ist für viele ein quälendes Symptom und kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Mit Hilfe der pH-Metrie gewinnt man eine exakte Auskunft über die Art und Ausprägung des Rückflusses von Magensäure in die Speiseröhre. Hierzu wird ein dünner Schlauch bis direkt oberhalb des Mageneingangs geschoben und mit einem Gerät verbunden, das 24 Stunden lang den pH-Wert in der Speiseröhre aufzeichnet. Da der Schlauch sehr dünn ist können und sollen Sie ungehindert während der Aufzeichnungsdauer essen und sich bewegen. 

Sie bekommen ein Dokumentationsprotokoll mit, in dem Beschwerden, Tätigkeit und Medikamenteneinnahme genau aufgezeichnet werden sollen. Wenn den Patienten bekannt ist, dass Beschwerden in bestimmten Situationen auftreten, sollten diese Auslösesituationen möglichst während der Messzeit nachgestellt werden. 

Die Magensäure beeinflussende Medikamente wie Protonenpumpeninhibitoren (z. B. Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol) müssen mindestens 72 Stunden vor der Messung abgesetzt werden.

Wir benötigen dazu eine Überweisung Ihres Hausarztes. Liegen Vorbefunde vor, bitten wir Sie diese zum Vorgespräch oder am Tag der Untersuchung mitzubringen.

Atemtests

In unserer Klinik werden verschiedene Atemtests ambulant durchgeführt. Diese Tests sind nicht belastend und einfach in der Durchführung.

Mit Hilfe des H2-Atemtests werden Unverträglichkeit gegen Laktose (Milchzucker), Fruktose (Fruchtzucker) oder Sorbitol (Austauschzucker) diagnostiziert. 

Mit weiteren Atemtests können wir eine bakterielle Fehlbesiedelung oder eine Transportstörung des Darmes feststellen.

Der C13-Atemtest kann manchmal sogar die Magenspiegelung zur Erfolgskontrolle nach antibiotischer Bekämpfung des Magenbakteriums Helicobacter pylori ersetzen.

Mini-Laparoskopie

Trotz differenzierter Möglichkeiten der Diagnostik mit Ultraschall, Endoskopie, Computertomographie und Kernspin bleiben auch heute noch manchmal Unsicherheiten. Dies betrifft vor allem die Frage nach dem Ausprägungsgrad einer Lebererkrankung und die Frage, ob eine Tumoraussaat im Bauchraum (Peritonealkarzinose) vorliegt.

Diese Frage können mit der Mini-Laparoskopie durch direkte Betrachtung der Organe des Bauchraums mit einer dünnen Optik und der zusätzlichen Möglichkeit einer Biopsieentnahme geklärt werden. Hierbei wird bei einem sedierten (schlafenden) Patienten durch einen kleinen Schnitt in der Bauchdecke ein „Sehrohr“ in die Bauchhöhle eingeführt. 

Die Entwicklung der letzten Jahre führte zu einer Miniaturisierung der Optiken, die mit einem Durchmesser von zur Zeit 1,9 mm eine akzeptable Bildqualität aufweisen.

Die Untersuchung dauert etwa 20 Minuten, die Belästigung für den Patienten konnte im Vergleich zu früher deutlich reduziert werden.

Das Ergebnis der Untersuchung hilft, eine Behandlung besser an den Zustand des Patienten anzupassen oder evtl. sogar eine Operation zu vermeiden.

Infektiologie

Infektionskrankheiten

Übertragbare Krankheiten spielen auch im 21. Jahrhundert noch eine wichtige Rolle. 
Auf einer speziell eingerichteten Station behandeln wir Patienten mit infektiösem Durchfall, Tuberkulose, Hepatitis und vielen anderen ansteckenden Erkrankungen. 

In den letzten Jahren sind auch vermehrt sogenannte multiresistente Keime zu beobachten. Diese Krankheitserreger sind nur noch gegen wenige Medikamente empfindlich, allgemein als „Reserveantibiotika“ bekannt.

Um eine Weiterverbreitung all dieser Krankheitserreger innerhalb des Kranken­hauses zu unterbinden werden die Patienten auf der Infektionsstation in speziell eingerichteten Ein- oder Zweibettzimmern mit integrierter Nasszelle behandelt.
Dabei wird die Station intensiv von der Krankenhaushygiene unterstützt.

Onkologie

Die Onkologie ist der Fachbereich der Medizin, der sich mit Prävention, Diagnostik und Therapie von bösartigen (malignen) Erkrankungen beschäftigt.
Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Jedes Jahr wird bei etwa 450.000 Menschen in Deutschland eine Krebserkrankung neu diagnostiziert. Der häufigste Tumor bei Männer und Frauen ist das Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs), welches durch eine Vorsorgekoloskopie (Dickdarmspiegelung) auch an unserer Klinik frühzeitig erkannt oder in seiner Entstehung verhindert werden kann. Die Fürst-Stirum-Klinik ist ein zertifiziertes Darmzentrum, so dass Patienten sich sicher sein können durchgängig die optimale Versorgung mit höchstem medizinischen Standard zu erhalten.

Hepatobiliäre (Leber, Gallenwege und Pankreas) Tumore sind ein weiterer Fokus unserer Arbeit. Es stehen alle modernen Verfahren der Endoskopie (ERCP, Cholangioskopie, Endosonographie), sowie der Bildgebung Kontrastmittelsonographie, CT, und MRT mit ihren interventionellen Verfahren zur Verfügung.

Der Schwerpunkt der Klinik liegt in der Erkennung und Behandlung von Tumorerkrankungen des/der

  • Magen-Darm-Trakt (Ösophagus-Magen-Kolon-Rektumkarzinom)
  • Leber, Gallenwege und Gallenblase (Hepatobiliäre Tumoren)
  • Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom)
  • Gastrointestinale Stromatumoren (GIST)
  • Lunge (Bronchialkarzinom)
  • Sowie bösartige Lymphknotenerkrankungen und Plasmozytom

Im interdisziplinären Tumorboard (Tumorkonferenz) wird abteilungsübergreifend zusammen mit Internisten, Chirurgen, Strahlentherapeuten und Pathologen in wöchentlichen Fallbesprechungen die Diagnostik und Therapie abgestimmt. 
Die Chemotherapie maligner Erkrankungen des Verdauungstraktes (Ösophagus, Magen, Kolon, Rektum, Leber, Gallenwege, Gallenblase, GIST) und der Lunge führen wir in enger Kooperation mit der Praxis Dr. Holger Noga in unserem Krankenhaus durch.

Wir bieten das folgende therapeutische Spektrum:

  • Endoskopische Diagnostik und Resektion von Tumoren des gesamten Gastrointestinalen Traktes
  • Palliative endoskopische Verfahren (beispielsweise Stenteinlage bei tumorbedingten Stenose der Gallenwege, des Duodenums, der Speiseröhre, sowie PEG Anlage)
  • Radiofrequenzablation bei bösartigen Lebertumoren oder –metastasen
  • Therapeutische Punktionen (bei malignem Pleuraerguss oder Aszites)
  • Ernährungsberatung und Ernährungstherapie Schmerztherapie (in Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesiologie, Intensivtherapie und Schmerzbehandlung)
  • Palliativmedizinische Betreuung bei fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankungen zur Linderung von Krankheitssymptomen
  • Zytostatische Chemotherapie (neoadjuvant, adjuvant, palliativ)
  • Antikörpertherapie
  • Zielgerichtete Therapie "targeted therapy"
  • Anbindung und Kooperation mit der Onkologie des Städtischen Klinikums Karlsruhe und dem NCT (Nationalen Centrum für Tumoererkrankungen) Heidelberg
  • Kombinierte Radio-Chemotherapie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Strahlentherapie der St. Vincentiuskliniken Karlsruhe