Urologische Klinik in Bruchsal

Die Urologische Klinik bietet mit einem hochmotivierten und kompetenten Team das gesamte Spektrum der urologischen Diagnostik und Therapie an. Wir behandeln urologische Erkrankungen von Männern, Frauen und Kindern.

Dabei bieten wir unseren Patienten eine medizinische Versorgung nach modernsten Erkenntnissen und höchsten Standards und legen besonderen Wert auf einen vertrauensvollen und persönlichen Kontakt zu unseren Patienten, deren Angehörigen sowie deren zuweisenden Kolleginnen und Kollegen.

Urologische Tumorerkrankungen
Tumore der Prostata, der Nieren und der Blase zähleninzwischen zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen in Europa. Wir haben uns auf schonende Operationen zur Entfernung dieser Tumore spezialisiert, die teilweise auch laparoskopisch durchgeführt werden können.

Kennzahlen

  • Ist-Betten 28
  • Fälle 1.533
  • Case-Mix-Punkte 1.248,005
  • Case-Mix-Index 0,814
  • PCCL/Fall 0,75

Minimal-invasive Therapieverfahren
Für viele Operationen sind heute große Schnittoperationen durch sogenannte minimalinvasive (wenig-belastende) Verfahren ersetzt worden. Bei diesen Operationen werden beispielsweise Nierentumore mittels Schlüsselloch-Operation über sehr kleine Zugänge entfernt oder Nierensteine endoskopisch mit einem Laser zertrümmert. Wir verfügen über modernste Endoskope und Laser, um für unsere Patienten ein bestmögliches Ergebnis bei geringer Belastung und kurzem Krankenhausaufenthalt sicherzustellen. Für die Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung steht ebenfalls ein Laser zur Verfügung.

Blasenfunktionsstörungen und Harninkontinenz
Es handelt sich hierbei um ein weit verbreitetes Leiden, das Frauen und Männer betrifft. Wir bieten eine hohe Fachkompetenz und alle diagnostischen Möglichkeiten, um ein optimales Therapiekonzept festlegen und durchführen zu können.

Leistungsspektrum

Gutartige Prostatavergrößerung

Für die operative Therapie der Prostatavergrößerung stehen uns mehrere Techniken zur Verfügung. Neben der konventionellen transurethralen Resektion (TUR-Prostata, „Abhobelung der Prostata“) kann die Behandlung auch mit einem Laser erfolgen. Hierbei wird das Gewebe größtenteils verdampft, so dass das Blutungsrisiko weiter reduziert ist. Eine Gewebeuntersuchung ist ebenfalls möglich, um mögliche bösartige Zellen erkennen zu können. Für jeden Patienten kann somit individuell entschieden werden, welche Therapiemöglichkeit mit dem höchsten Erfolg bei minimalem Risiko einhergeht.

Prostatacarcinom

Die Behandlung des Prostatacarcinoms erfolgt gemäß international anerkannter Leitlinien. Neben der Einleitung einer medikamentösen Therapie bieten wir die Radikaloperation an. In Abhängigkeit von der Befundkonstellation ist ein potenzerhaltender Eingriff möglich. Aufgrund moderner Operationstechniken ist der Erhalt der Schließmuskelfunktion sehr gut möglich, so dass auch nach der Operation eine ausreichende Kontinenz erzielt werden kann.

Bei fortgeschrittener Erkrankung bieten wir eine chemotherapeutische Behandlung an, die in der Regel ambulant durchgeführt wird.

Für Patienten, bei denen eine Strahlentherapie erforderlich ist, besteht eine enge Kooperation mit den Kliniken für Strahlentherapie in der näheren Umgebung.

Nierentumore

Die Behandlung von Nierentumoren erfolgt gemäß international anerkannter Leitlinien.
Nierentumore können durch eine frühzeitige operative Therapie mit hoher Wahrscheinlichkeit geheilt werden. Kleinere Tumoren (bis 4 cm Größe) werden organerhaltend operiert, was bedeutet, dass nur der Tumor mit entsprechendem Sicherheitsabstand entfernt wird und somit das funktionstüchtige Nierengewebe größtenteils erhalten wird. Bei einem hohen Prozentsatz der Patienten führen wir eine laparoskopische Operation (Schlüssellochoperation) durch. Nur in speziellen Fällen ist eine Schnittoperation erforderlich.

Blasentumor

Die Behandlung von Blasentumoren erfolgt gemäß international anerkannter Leitlinien.
Die transurethrale Abtragung von Blasentumoren führt bei den meisten Patienten zu einer vollständigen Entfernung des Tumorgewebes. Zur Reduktion des erneuten Auftretens geben wir unmittelbar nach der Operation eine Substanz in die Blase ein (Mitomycininstillation).

Bei Tumoren, die mit der transurethralen Operation nicht beherrschbar sind, bieten wir die Radikaloperation mit sämtlichen gängigen Harnableitungen an.

Für Patienten, bei denen eine operative Behandlung nicht möglich ist, bieten wir alle gängigen chemotherapeutischen Verfahren an, die stationär oder ambulant durchgeführt werden.

Harnblasenfunktionsstörungen und Inkontinenz

Für die Diagnostik von Harnblasenfunktionsstörungen und Inkontinenz steht uns ein urodynamischer Messplatz zur Verfügung. Mit modernen Methoden kann eine genaue Aussage über die vorliegende Funktionsstörung getroffen und das optimale Therapieregime festgelegt werden.

Wir bieten alle gängigen modernen Therapieverfahren an

  • Implantation eines spannungsfreien Bandes (TVT / TOT)
  • Burch-Operation (offen und laparoskopisch)
  • Sakropexie (offen und laparoskopisch)
  • Botulinomtoxin-Injektion

Kinderurologie

Kinderurologische Erkrankungen wie beispielsweise die kindliche Harninkontinenz oder Hodenhochstand und Vorhautverengungen werden behandelt. Bei der operativen Korrektur einer Vorhautverengung bieten wir neben der kompletten Entfernung auch vorhauterhaltende Eingriffe an, die ambulant durchgeführt werden. Eine interdisziplinäre Kinderstation steht zur Verfügung.

Nierensteine/Harnleitersteine

Neben der medikamentösen Therapie bieten wir alle modernen Therapieverfahren an:

  • ESWL (Stosswellenzertrümmerung)
  • URS (Harnleiterspiegelung) mit Laserzertrümmerung
  • Flexible URS (Harnleiter- und Nierenspiegelung) mit Laserzertrümmerung
  • PCNL (Nierensteinentfernung durch die Haut)